6 ½ Fragen an Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19

6 ½ Fragen an Das Herz der Stadt
in der Obermarktstraße 19

6 ½ Fragen an Das Herz der Stadt
in der Obermarktstraße 19

Autor Edgar Wilkening

Autor: Edgar Wilkening.

Das war ja zu erwarten: Kaum ist Das Herz der Stadt live gegangen und hat sein neues Domizil in der Obermarktstraße 19 bezogen, gibt es Fragen über Fragen. “Wer seid Ihr?” – “Was macht Ihr?” – “Was soll das überhaupt?”

Wie üblich wird nicht nur gerätselt, sondern auch wild spekuliert, gemutmasst und oft sogar Falsches kolportiert – vorzugsweise natürlich, ohne uns vorher mal zu fragen. Tja, was wäre so ein richtig schönes small town gossip auch, wenn man sich an doofe Tatsachen halten müsste.

Damit Schluss ist mit Halb- und Unwahrheiten, beantworte ich hier die sechseinhalb häufigsten Fragen, die uns in den vergangenen Wochen immer wieder gestellt wurden.

Und falls es noch weitere Fragen gibt? Einfach eine E-Mail an ew@dasherzderstadt.de. Wir antworten flugs.

Was macht Ihr da eigentlich? Was wird das?

Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19 ist Pop-up-Event- und Aktionsfläche.

Die knapp 200 qm große Erdgeschossfläche soll als bald als möglich vermietet werden an eine*n Gewerbetreibende*n – das ist der Plan der Hauseigentümer.

Aber solange der bzw. die Richtige noch auf sich warten lässt, darf Das Herz der Stadt die Fläche nach Lust und Laune nutzen.

Und davon machen wir munter Gebrauch. Mitten in Mindens Fußgängerzone bieten wir Künstlern und allen, die etwas Interessantes zu erzählen haben, Raum.

Für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Workshops, Vorträge, Seminare, und, und, und. Hochkarätige Events aller Art – quer durch den bunten Topf der Künste und Kultur.

Das ganze Programm mit allen Details und laufend aktualisiert auf dasherzderstadt.de/termine.

Verdient Ihr Geld damit?

Nein, wir verdienen keinen einzigen Cent mit unserer Pop-up-Event- und Aktionsfläche.

Das Angebot ist nicht gewerblich, sondern rein privat auf die Beine gestellt aus bürgerschaftlichem Engagement.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Bei Konzerten o.ä. “geht ein Hut rum” für die Künstler.

Der eventuelle Verkauf von Kunstobjekten, Büchern o.ä. erfolgt im Namen der jeweiligen Künstler. Deshalb gehen auch die Erlöse zu 100 % an die jeweiligen Künstler.

Warum macht Ihr das dann, wenn Ihr kein Geld damit verdient?

Aus vielen Gründen!

1. Weil wir finden, Minden kann so eine Pop-up-Fläche mitten in der Fußgängerzone mit einem derart bunten Programm gut gebrauchen.

2. Weil wir Künstlern gerade in dieser schweren Corona-Phase eine Bühne, einen Raum, eine Möglichkeit verschaffen wollen, um sich zu präsentieren.

3. Weil wir zeigen wollen, was alles gehen könnte in unserer kleinen Stadt – weil es in anderen Städten längst ganz selbstverständlich ist.

4. Weil wir nicht darauf vertrauen, dass Politik und Verwaltung “schon alles für uns regeln werden” – dafür sehen wir viel zu viel Versagen auf allen Ebenen. Stattdessen sind wir überzeugt: Besser wir Bürger nehmen das selbst in die Hand und machen es schnell.

5. Weil wir irre viel Spaß an unserem eigenen Programm haben – und an all der Freude, die wir so vielen Menschen damit ins Gesicht zaubern. Wir mögen einfach fröhliche Menschen.

Bekommt Ihr Unterstützung von der Stadt?

Nein, wir bekommen keinerlei Unterstützung von “der Stadt”.

Und wir haben auch sonst nichts mit “der Stadt” zu tun – auch wenn das Wörtchen “Stadt” gleich mehrfach in unserem Schaufenster zu sehen ist.

Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19 basiert auf rein privatem, bürgerschaftlichem Engagement – gerade weil wir bei “der Stadt” erschütternde Ideen- und Tatenlosigkeit sehen.

Wie kriegt Ihr das dann gewuppt?

Die zwei Haupt-Macher, Astrid Engel und Edgar Wilkening, sind selbständig tätig – sie als Architektin, er als Strategieberater.

Die selbständige Arbeit verschafft uns die Freiräume, um neben unserer Haupttätigkeit auch noch das Pop-up als Quasi-nebenbei-Fulltime-Job zu betreiben.

Unser Tag hat 24 Stunden, unsere Woche sieben Tage – da kann man ja was gewuppt kriegen.

Und last but not least: Wir haben ein großes und großartiges Team freiwilliger Helfer und Unterstützer. Vielen, vielen Dank an Euch alle für den grandiosen Support!

Kann ich Eure Fläche auch für mich oder uns nutzen?

Na klar, gerne! Wir stellen die Fläche für nahezu alles, was unter Pop-up läuft, zur Verfügung – kostenlos und mietfrei.

Ihr habt einen spannenden Vortrag zu einem tollen Thema, über das die Stadtgesellschaft mehr erfahren sollte? Her damit!

Ihr macht leidenschaftlich Musik und sucht eine Bühne? Prima!

Ihr stellt innovative Produkte her und möchtet sie in der Innenstadt vorstellen? Hier ist Euer Ort!

Ihr habt ein cooles Mode-Label und wollt Eure neueste Kollektion droppen? Wir versuchen nahezu alles möglich zu machen …

Warum? Weil wir zeigen wollen, wie erstklassig diese Fläche für Gewerbe aller Art funktioniert.

Einfach eine Mail an ew@dasherzderstadt.de. Oder mal vorbeikommen. Wir freuen uns auf inspirierende Menschen und tolle Ideen!

Bleibt Ihr jetzt dauerhaft in der Obermarktstraße 19?

Nein. Es liegt in der Natur von Pop-ups, das sie nicht dauerhaft sind. Sondern urplötzlich irgendwo aufpoppen – und ebenso plötzlich wieder weg sind.

In unserem Fall wird das genau in dem Moment der Fall sein, wenn ein*e Gewerbetreibende*r das Potenzial der 200 qm Fläche erkannt und mit den Eigentümern einen Mietvertrag unterzeichnet hat.

Aber bis dahin  bleiben wir putzmunter, vielfältig, bunt und immer wieder überraschend in der Obermarktstraße 19 präsent.

Wie seid Ihr eigentlich an die Fläche rangekommen?

Heee, jetzt sind wir aber schon bei Frage acht!

Das Haus Obermarktstraße 19 hat seit kurzem neue Eigentümer. Zu denen haben wir einen extrem kurzen und extrem guten Draht. Eigentlich sogar den definitiv kürzesten und best denkbaren.

Die haben dem Herz der Stadt die Fläche mietfrei zur Verfügung gestellt, um sie für Pop-ups und eine engagierte Bürgerschaft zu nutzen. Vielen, vielen Dank dafür!

Und was, wenn die Fläche mit einem Mal vermietet ist?

Gute Frage, so als Zusatzfrage! In der Tat: Wir planen in unserem Terminkalender relativ weit nach vorne.

Andererseits: Wenn ein geeigneter Gewerbetreibender kommt und kurzfristig die Fläche anmietet, hat der ganz klar Vorrang. Als Pop-up ist Das herz der Stadt eben “nur” Zwischennutzer und Wegbereiter für genau dieses neue Gewerbe.

Und was wird dann aus all den Terminen, die im Kalender schon annonciert sind?

Ich sag mal so: Wir werden da einen Weg finden … Vielleicht in einer anderen Location, vielleicht unter anderen Vorzeichen, vielleicht auch nicht für jedes angekündigte Event – aber wir werden sehen, was möglich ist.

Das ist eben das Risiko, mit dem auch die Künstler leben müssen – dafür, dass wir ihnen unentgeltlich eine grandiose Bühne zur Verfügung stellen.

Sechseinhalb Fragen
Sep 15 2021

6 ½ Fragen an Das Herz der Stadt
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“Wir vermissen Dich, zauberhafter Orient!” Vernissage mit Fotografien von Dieter & Heidi Pfleiderer

“Wir vermissen Dich, zauberhafter Orient!”
Vernissage mit Fotografien von Dieter & Heidi Pfleiderer

“Wir vermissen Dich, zauberhafter Orient!”
Vernissage mit Fotografien von Dieter & Heidi Pfleiderer

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Sie ist die Grande Dame der Fotografie in Minden: Heidi Pfleiderer. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Dieter führte sie über Jahrzehnte das bekannte “Atelier Pfleiderer” am Martini-Kirchhof.

Generationen von Kindern sind hier fotografiert worden. Generationen von Berufsanfängern haben hier ihre Bewerbungsfotos anfertigen lassen. Generationen von Brautpaaren haben hier ihren (hoffentlich auch noch Jahre später) schönsten Tag ablichten lassen. Eine Mindener Institution.

“Wer von Heidi Pfleiderer nicht fotografiert worden ist, ist kein richtiger Mindener”, bringt es einer der Besucher lachend auf den Punkt.

Mittlerweile wird das Atelier von der früheren Auszubildenden Simone Pohlmann weitergeführt. Dieter Pfleiderer verstarb 2015. Heidi Pfleiderer ist im Ruhestand und widmet sich mit übersprühender Lebenslust und Leidenschaft ihren Herzensthemen Kalligraphie und Papier.

Für Das Herz der Stadt ist sie tief hinabgestiegen in ihren Fundus. Und hat Fotografien einer Reise zusammengestellt, die sie 1989 mit ihrem Mann in den Jemen unternahm.

Bilder im wahrsten Sinne des Wortes: aus einer anderen Welt, aus einer anderen Zeit

Die Fotos sind einzigartige Zeitdokumente. Im wahrsten Sinne des Wortes: wie aus einer anderen Welt.

Zum einen, weil sich der orientalische Zauber des Jemen seit damals massiv verändert hat – durch jahrelange Misswirtschaft, Korruption, Unruhen, ethnische und politische Konflikte.

So dürften zahlreiche der Bauwerke, die Dieter und Heidi Pfleiderer damals fotografierten, heute kaum noch stehen. Und viele der Menschen, selbst der abgebildeten Kinder, kaum noch am Leben sein.

Zum anderen, weil die Bilder zu einer Zeit entstanden, als das Internet noch in den Kinderschuhen war. Der “Browser” musste erst noch erfunden werden. Und auch das iPhone war noch Jahrzehnte von seiner revolutionären Markt-Einführung entfernt.

Man fotografierte analog. Und in unseren heutigen Ohren klingt es fast museal, wenn Heidi Pfleiderer über die Taschen voller Filme berichtet, die das Paar mitführte und hütete wie seinen Augapfel.

So analog, wie die Fotos entstanden sind, so analog wurden sie auch vergrößert: von Hand  abgezogen von Dieter Pfleiderer im Atelier des Ehepaars in Minden.

Das Herz der Stadt ist stolz, diese einzigartigen Zeitdokumente jetzt einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Unter dem Titel “Wir vermissen Dich, zauberhafter Orient!” hat Heidi Pfleiderer die schönsten Fotos der Jemen-Reise in unsere Rahmen-Wand eingepasst und mit zahlreichen arabischen Handschriften ergänzt. Sehenswert.

Ist es eine perfekt ausstaffierte Ausstellung geworden? Ganz im Gegenteil!

Die Ausstellung spielt – ganz bewusst – mit dem Charme des Unperfekten, des Temporären, des Improvisierten.

Die Rahmen an unserer Wand sind ausrangierte, teils defekte Objekte. (Vielen Dank dafür an Galerie Sachs.) Das Licht stammt nicht von kunstoptimierten HighTech-Strahlern, sondern von vorhandenen Ladenleuchten. Die Ausstattung besteht nicht aus Designer-Mobiliar, sondern aus Biertisch und -bänken. Und die Exponate selbst sind direkt auf die Tapete appliziert.

Aus einem ganz einfachen Grund: Das Herz der Stadt ist nicht die perfekt durchgestylte Galerie wie auf der Düsseldorfer Kö – und will es auch nicht sein.

Wir sind auf dieser Gewerbefläche Zwischennutzer. Interims-Player. Pop-up. Sichtbar-Macher. Wegbereiter für ein neues gewerbliches Angebot, das auf dieser Fläche die Mindener Innenstadt künftig sinnvoll bereichern soll.

Die Vernissage der Ausstellung von Dieter und Heidi Pfleiderer fand am 9. September statt – von dort stammen auch die Bilder unten.

Die Ausstellung läuft noch bis 21. September 2021. Der Eintritt ist frei. Bitte beachten: Es gelten die 3G-Regeln.

Die Öffnungszeiten sind so unkonventionell wie vieles andere hier auch: Offen ist, wenn jemand von uns da ist. Wenn niemand da ist, ist geschlossen. Das Ganze ist halt kein Gewerbebetrieb, sondern rein bürgerschaftliches, privates Engagement.

Bei Interesse können Termine auch per Mail vereinbart werden an ew@dasherzderstadt.de.

Alle weiteren Ausstellungs- und sonstigen Event-Termine laufend aktualisiert auf dasherzderstadt.de/termine.

TV-TIPP

Jemen – der Krieg, die Kinder und der Hungeram 17.09.2021 um 08:00 Uhr auf ZDFinfokanal Seit fast vier Jahren herrscht im Jemen ein Krieg, für den sich die Welt kaum interessiert. 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Am schlimmsten sei der Hunger im Land. Mohammed hat nicht einmal die Kraft zum Weinen. Der Säugling ringt um sein Leben, ist mit einer Fehlbildung geboren und hat kaum Hoffnung auf eine Operation. Denn es mangelt an allem, was es für eine solche Operation braucht: Strom, Sauerstoff, Medikamente…Bildvia TVinfo

Heidi Pfleiderer und Zuhörer

Fotografin Heidi Pfleiderer (sitzend) lauscht ebenso wie die Gäste aufmerksam den Worten der Laudatoren. Hinter ihr: Event- und Pop-up-Macherin Astrid Engel.

Laudator Bernd Kollmetz

Laudator Bernd Kollmetz beeindruckte mit einem wortgewaltigen, kunst- und kulturphilosophischen Vortrag, der einen Bogen spannte von Nietzsche bis zum Fotografen-Paar Pfleiderer.

Laudatorin Petra Scheffler

Laudatorin Petra Scheffler war vor einigen Jahren im Jemen und berichtete, wie sich das Land seit dem Entstehen der Fotos im Jahr 1989 verändert und entwickelt hat – leider nicht unbedingt zum Guten. 

Heidi Pfleiderer zeigt Steine mit arabischer Inschrift

Zur Vernissage brachte Fotografin Heidi Pfleiderer Steine mit sabäischen Inschriften mit. Dass ihr Mann die Steine damals unter Lebensgefahr aus dem Land “geschmuggelt” hatte, erfuhr sie erst zuhause beim Auspacken der Koffer. 

Aufmerksame Ausstellungs-Betrachter

Was für eine stimmungsvolle, schöne Vernissage. Vielen Dank an alle Mitwirkenden, Gäste und Besucher!

Sechseinhalb Fragen
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Aktion: Alte Planen upcyclen – Wassersäcke nähen für dürstende Bäume

Aktion: Alte Planen upcyclen – Wassersäcke nähen für dürstende Bäume

Aktion: Alte Planen upcyclen – Wassersäcke nähen für dürstende Bäume

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Am Donnerstag, 2. September war das große Opening. Das Herz der Stadt öffnete ganz offiziell seine Tore im Herzen der Stadt: die neue Pop-up-Event- und Aktionsfläche direkt in der Mindener Fußgängerzone.

Eine vitale Bereicherung für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Weserstadt.

Denn in der Erdgeschossfläche des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes von 1850 finden ab jetzt Vorträge, Ausstellungen, Workshops, Lesungen, Konzerte statt – sogar Gym-Workouts und ein Schaufenster-Studio für Podcast. (Alle Termine laufend aktualisiert hier im Terminkalender.)

Kunst, Kultur, Aktionen, sogar Workouts undein Schaufenster-Studio für Podcasts finden hier statt.

Den Anfang machte am vergangenen Samstag die Aktion “Wassersäcke nähen für dürstende Bäume” – eine Veranstaltung im Rahmen der “Wandeltage”.

Idee der Wassersäcke: Sie stehen auf der Baumscheibe neu gepflanzter Bäume, werden mit Wasser befüllt und geben dann das lebensspendende Nass nach und nach tröpfchenweise ab.

In Hitzesommern wie ’18, ’19, ’20 ein großer Segen für klimaschützende Neupflanzungen an Straßenrändern und in Gärten. Und jetzt hatte jedermann die Chance, sie selbst herzustellen.

Taktgeberin der Aktion ist die Mindener Architektin Astrid Engel. Sie hatte alles vorbereitet: alte Werbe- und LKW-Planen lagen bereit, Schnittmuster waren besorgt, Nähmaschinen im Schaufenster aufgebaut. Und dann ging es Punkt zwölf los!

Die Fotostrecke zeigt den Entstehungsprozess der Wassersäcke: von der Plane bis zum fertigen Ergebnis.

Und zeigt ebenfalls, wie viel Spaß die Aktion bereitet hat – nicht nur den Macherinnen selbst, sondern auch den neugierigen Zuschauern, die sich vor dem Schaufenster versammelten.

Die Macherinnen im Werkraum

Der Raum ist bereitet, alles ist da, alle Macherinnen an Bord. Auf geht’s! 

Blick durch die Nähmaschine

Wer macht was? Wie werden die Aufgaben verteilt? Wer ist an der Nähmaschine am versiertesten?

Plane wird geschnitten

Schnittmuster anlegen und dann schnipp-schnapp! Das Zuschneiden der Planen ist mit gewöhnlichen Haushaltsscheren gut zu bewältigen.

Volle Konzentration an der Nähmaschine

Volle Konzentration an der Nähmaschine! Denn die Planen lassen sich zwar mit gewöhnlichen Maschinen vernähen, es braucht aber doch etwas Geschick.

Vorbildliche Zickzack-Naht

Eine vorbildliche Zickzackt-Naht verbindet die Planen. Falls Sie es nachmachen wollen: unbedingt Nadeln in die Maschine spannen, mit denen man auch Leder nähen kann.

Vorbildliche Zickzack-Naht

Hoppla, Spule schon leer? Angesichts der Dimensionen, die die Wassersäcke haben, sollte beim Nachmachen reichlich Garn im Hause sein. 

Vorbildliche Zickzack-Naht

Nochmal schnippi-schnappi – und schon fertig!

Vorbildliche Zickzack-Naht

Wie wäre es, aus den Schnittresten Einfüll-Tüllen zu nähen, mit denen sich die Säcke besser befüllen lassen?

Plane wird geschnitten

Weiter geht’s! Denn neben dem Vernähen der Planen per Nähmaschine gibt es noch eine interessante Alternative …

Die Planen werden geschweißt

Planen aufeinanderlegen – und dann mit einem professionellen Föhn verschweißen. Tipp: Dachdecker haben solche Werkzeuge und nutzen sie zum Verschweißen von Bahnen.

Die Bahnen werden verschweißt

Das geht nur im Team: Durch die Hitze des Föhns wird die Oberfläche der Planen angelöst – und beide sofort mit einem Roller miteinander verschweißt.

Eine Öse wird angeschweißt

Es klappt, es klappt: Die Schweißnaht hält! Jetzt nicht nachlassen …

Eine Öse wird angeschweißt

Durch das Anbringen einer Öse am Wassersack, lässt der sich später am Baumstamm stehend aufrecht befestigen.

Die Macherinnen mit den fertigen Wassersäcken

Fertig! Sehen noch etwas unförmig aus, die Wassersäcke – aber sobald sie mit Wasser befüllt sind, blähen sie sich auf und entfalten durch winzige Undichtigkeiten ihre durststillende Wirkung.

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