Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Autor Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem neuen Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


Sie erreichen den Autor per Mail an:
ew@dasherzderstadt.de

Es gibt Possen, die sind so possierlich, dass du denkst: Gibt’s doch gar nicht! Und dann passiert’s direkt vor deinen Augen. Also zum Beispiel in Minden. Mitten im Rathaus …

Gar nicht lange her, da hatten wir über einen E-Auto-Touristen aus dem hohen Norden berichtet. Der hatte sich bei Bürgermeister Michael Jäcke beschwert, dass die Parkgebühren auf dem Martinikirchhof nicht, wie im 21. Jahrhundert üblich, digital bezahlbar sind – oder wenigstens mit einem Notfall-Fünf-Euro-Schein. Sondern ausschließlich in Ein-Euro-Münzen oder noch kleinerem Hartgeld.

Der Minden-Reisende fühlte sich offenbar wie ein Zeitreisender. Was ohnehin womöglich dasselbe ist. Analog zu Marty McFly, der in „Zurück in die Zukunft“ in den spießigen 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts landet, wo alle Gewissheiten der Neuzeit keine Gültigkeit mehr haben.

Den Bericht über die Erlebnisse des Minden-Besuchers hatten wir mit dem Foto eines der verschmuddelten und veralteten Parkscheinautomaten vom Martinikirchhof bebildert. Und dieses Bild mit folgender Textzeile versehen:

|

"Bitten legen Sie Parkgeld vor Reiseantritt nach Minden abgezählt in kleinen Münzen bereit!"

Quelle: Textzeile in der Bebilderung eines Artikels auf Das Herz der Stadthier zu finden

Das war natürlich ironisch gemeint! Pointiert. Überzogen. Achtung, Satire!

Aber wie das im Leben so ist: Was manch einer lustig findet, findet ein anderer gar nicht lustig – sondern womöglich echt inspirierend.

Offenbar auch Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Denn der schickt am 27. Oktober 2021 dem Minden-Besucher auf dessen Beschwerde eine Antwort (die dem Herz der Stadt vorliegt).

Und da wird’s jetzt wirklich lustig. Realsatire sozusagen. Denn was steht da drin? Nach Absätzen voller ausschweifendem Behörden-Salbader fällt der entscheidende Satz:

|

"Sie hätten zur Nutzung des Parkplatzes die entsprechende Menge Kleingeld mit sich führen müssen."

Quelle: E-Mail von Mindens Bürgermeister Michael Jäcke vom 21. Oktober 2021 an einen Minden-Besucher

Geht das nur mir so? Oder klingt das wirklich verblüffend ähnlich zu genau der Aussage, die wir einige Wochen zuvor ironisch gemacht hatten? Ein bisschen umformuliert, etwas andere Worte – ja, klar. Aber in der Sache …?

Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Bürgermeister Jäcke unserer Webseite die Ehre erweist (zumal er hier ja oft gute Hinweise auf sein Versagen im Amt erhält) und sich von unseren Inhalten inspirieren lässt. Vielleicht können wir den höchsten Bürger Mindens ja noch zu weiteren Statements inspirieren?

Jedenfalls haben wir uns – nachdem wir uns vom Lachen erholt hatten – gleich mal hingesetzt und ein paar weitere, natürlich rein satirische Äußerungen zu Papier respektive zum Server gebracht. Hier kommen sie. Allesamt zur freien Umformulierung und Verwendung gestattet …

Vielleicht ist ja etwas dabei, das einen Bürgermeister vom Formate eines Michael Jäcke inspiriert zu eigenen Statements. Wir persönlich würden uns jedenfalls sehr darüber freuen!

v

"Vergessen Sie die Pläne mit der Multihalle. Mit meiner Mannschaft kriege ich nicht mal öffentliche Toiletten hin."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

v

"Meine Partei ist derart verfilzt mit allem – das kriegen Sie nie wieder raus aus einer Stadt."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

v

"Ich hab's so satt, den Bürgern ständig was vorzumachen – ich gebe mein Amt jetzt auf, Pension hin oder her."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

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Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Kennen Sie den Raum da oben im Bild? Wenn nicht: gar keine Schande. Die wenigsten Mindener wissen von diesem prächtigen Saal. Und noch weniger haben ihn je zu Gesicht bekommen.

Dabei gehört er uns allen! Allen Mindener Bürgern. Und ist erst vor wenigen Jahren aufwändig saniert worden. Wiederum mit öffentlichen Geldern. Nämlich mit Spenden der örtlichen Sparkasse.

Ein Raum mit pompöser Ausstattung, von fast schon barocker Opulenz – mitten in der Stadt. Und trotzdem irgendwie unsichtbar. Seine Heizungsanlage, seine Belüftung – als sie entstanden, waren sie technisch führend. Die Wandgemälde: Auftragsarbeiten, gestaltet von namhaften Künstlern ihrer Zeit.

Und trotzdem kennt kaum jemand diesen Raum? Geschweige denn, dass er konsequent für öffentliche Veranstaltungen genutzt oder angeboten würde. Ein Jammer! Und damit ganz typisch für Minden: überall Potenziale in der Stadt, die ungenutzt rumliegen. Fast könnte man meinen, es wäre politisches Kalkül dahinter …

Überall ungenutztes Potenzial: Man könnte meinen, es steckt politisches Kalkül dahinter

Auch ich werde hier nicht verraten, um was für einen Saal es sich handelt oder wo er sich befindet. Diese Details zu enthüllen gebührt Architektin Astrid Engel. Denn der Raum ist eine der Stationen ihres Stadt-Spaziergangs „Als in Minden die Korken knallten: Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte“.

Es ist ein Stadtrundgang der ganz besonderen Art. Man kann ihn nicht kaufen. Nirgendwo. Nicht mal da, wo Stadtführungen verkauft werden. Er wird exklusiv nur von Astrid Engel angeboten. Und man kann ihn nur geschenkt bekommen.

Am vergangenen Sonntag bekam Das Herz der Stadt ihn geschenkt. Besser gesagt: gut zwei Handvoll Mindener, die an dem Rundgang teilnahmen, der im Herz der Stadt begann und endete.

Ein amüsanter Sonntagnachmittag mit verblüffenden Einblicken. Denn nicht nur der Saal dort oben ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Auch viele der spektakulären Feste und Feiern, die in der Weserstadt mal stattgefunden haben, spielen im öffentlichen Bewusstsein kaum eine Rolle mehr.

Angesichts der heutigen Trostlosigkeit, die von einer verkalkten politischen Kaste in Minden kultiviert wird, kaum zu glauben: Es gab Zeiten, in denen die Weserstadt so bedeutend und voller Anziehungskraft war, dass Menschen aus ganz Europa kamen, um hier bedeutende Ereignisse mit allem Pomp zu zelebrieren.

Angesichts der heutigen Tristesse, die von einer verkalkten politischen Kaste kultiviert wird, fast nicht zu glauben

Von wegen „kniepige Ostwestfalen“! Bei manchen Festen flossen Milch und Honig in Strömen – oder was zur jeweiligen Zeit gerade die angesagten Preziosen waren. Dazu Gesottenes und Gebratenes im Überfluss. Sogar edle Eiscreme wurde vor Jahrhunderten schon extra herangeschafft.

Welche Feste es waren im Laufe von tausend Jahren Stadtgeschichte, welche Anlässe es gab und wie manche Feier aus dem Ruder lief – auch über diese Details schweigt sich der Autor hier aus. Aber schon mal gehört von der „Weltausstellung“, die in Minden stattfand?

Tour-Guide Astrid Engel hat Wochen dazu recherchiert, Quellen studiert und Zusammenhänge ergründet. All das Spannende, das sie herausgefunden hat, erzählt sie ihrem Publikum während des exklusiven Rundgangs.

Gut zweieinhalb Stunden nach dem Start der Tour kehrten die Teilnehmer zurück ins Herz der Stadt. Und siehe da: Dann gab es auch dort tatsächlich noch etwas zu feiern. Eine hochkarätige Magnum mit feinsten Bubbles von der Loire wartete auf die Stadtwanderer, sie zu erquicken.

Und so knallten die Korken in tausend Jahren Stadtgeschichte an diesem Tag ein weiteres Mal in Minden. Genau dort, wo das Leben, das Feiern und der Austausch nach unserer Meinung hingehören: mitten im Herzen der Stadt. Vielen Dank an alle, die dabei waren. Es war uns ein Fest!

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Aus Liebe zum Leben Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

„Ich bin so glücklich, solch einen Raum nutzen zu können, um mich und meine Werke zu präsentieren“, sagt Bärbel Langner während der Vernissage zu „Aus Liebe zum Leben“. Es ist ihre erste große Einzelausstellung, denn frühere Ausstellungen fanden fast immer in Gemeinschaft mit anderen Künstlern statt.

Klingt ein bisschen nach „Traum wahr geworden“. Und darüber freuen auch wir uns als Macher von Das Herz der Stadt: dass unsere temporäre Pop-up-Fläche so viel Glück verbreitet.

Bärbel Langner arbeitet seit etwa zwei Jahrzehnten mit Acryl: gepinselt, gestrichen, gespachtelt. Und sie hat ein Faible für Großes: große Themen, große Formate. Die größten Werke der Ausstellung kommen auf Abmessungen von immerhin Eins-Zwanzig mal Eins-Zwanzig. Und tragen Titel wie „Gedankenspiele“ oder „Leben bedeutet Veränderung“.

Bärbel Langner hat ein Faible für Großes: große Themen, große Formate

Allen Bildern gemeinsam ist, dass sie einladen zum Geschichten erzählen. Genau so möchte die gebürtige Ulmerin ihre Arbeit verstanden wissen.

Deshalb hat sie allen Gemälden einen inspirierenden Begleittext zur Seite gestellt. Meist eigene Zeilen, bisweilen Zitate, zum Beispiel von Meister Eckhardt oder Marcus Aurelius. Es sind diese Texte, die die farbfreudigen Werke Langners noch mehr zum Klingen bringen.

Überhaupt: die inspirierenden Texte – sie sind auch am Rande der Ausstellung präsent, auf der vorinstallierten Rahmenwand von Das Herz der Stadt. Diese Fläche nutzt Bärbel Langner für „Gedankennotizen“, wie sie es nennt: Zitate, Denksprüche, Weisheiten – allesamt handgeschrieben auf festem, farbigem Karton.

Das Beste daran: Besucher sind eingeladen, Gedankennotizen ihrer Wahl kostenlos mitzunehmen. Und keine Angst bitte, eine Lücke zu reißen! Die Künstlerin wird die Rahmenwand immer wieder auffüllen mit neuen Inspirationen, neuen Texten. Großartige Idee, unsere Rahmenwand so zu nutzen.

Besucher sind eingeladen, die inspirierenden Texte kostenlos nach Hause mitzunehmen

Seit Anfang der Nuller-Jahre befasste sich Langner mit ihrer künstlerischen Ausbildung und hat dabei diverse Stationen absolviert. Heute ist sie selbst gefragte Ausbilderin und gibt ihr Wissen in VHS-Kursen und Workshops im eigenen Atelier weiter.

Das nächste Kurs-Angebot: ab Freitag 29.10.21, 17:00 Uhr bei der Volkshochschule Minden.

Die Ausstellung „Aus Liebe zum Leben“ im Herz der Stadt ist noch bis Dienstag, 9. November zu sehen. Öffnungszeiten: variabel. Feste Besuchstermine können vereinbart werden mit dem Ehemann der Künstlerin, Jens Langner, unter 0170.953 6463.

Vom Verkaufserlös der Werke während der Ausstellung gehen zehn Prozent als Spende an die Andreas-Gärtner-Stiftung – schöne Geste.

Mehr über Arbeit und Lebensweg der Künstlerin auf ihrer Webseite www.baerbel-langner.de.

Ehemann Jens Langner erläutert die Ausstellung

Tolles Team: Bärbel Langner und ihr Mannager – in diesem Fall ausdrücklich mit augenzwinkerndem Doppel-„n“ geschrieben – Jens Langner.

Besucherin fotografiert Kunst von Bärbel Langner

Definitiv instagramable: Bärbel Langners Werke sind auch in digitaler Abbildung lebensfrohe Hingucker. Oder wird das hier das neue Hintergrundbild im Homescreen?

Plastische Kunst inspiriert Publikum zu Gesprächen

Gerade auch die plastischen Acryl-Arbeiten von Bärbel Langner wirken beim Publikum als anregende Gesprächsaufhänger.

Rahmenwand mit Gedankenzetteln und Inspirationen

Die Rahmenwand im Herz der Stadt clever genutzt: Bärbel Langner hat „Gedankennotizen“ mit inspirierenden Texten erstellt und in den Rahmen platziert – ausdrücklich mit der Aufforderung „Bitte mitnehmen!“

Aufmerksame Leserinnen der Gedankenzettel von Bärbel Langner

Inspirieren lassen und mitnehmen, wenn man einen der Texte am Herzen tragen oder bei sich daheim aufhängen möchte.

Kartenkorb mit Motiven von Bärbel Langner

Wenn alle Räume schon mit Kunst gefüllt sind, ist immer noch Platz für ein oder zwei Grußkarten. Einige der schönsten Arbeiten von Bärbel Langner direkt zum Mitnehmen.

"Zu vermieten"-Plakat am Objekt Obermarktstraße 19, Minden

Deutlicher Hinweis: Ausstellungen, Kunst, Kultur im Herz der Stadt sind nur ein kurzes Glück – ein temporäres Vergnügen. Denn all das findet statt auf einer gewerblichen Leerstandsfläche. Sobald ein*e Gewerbetreibende*r die Fläche übernimmt, ist Das Herz der Stadt aus dieser Fläche verschwunden. Don’t miss it!

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ew@dasherzderstadt.de

Das ist ein Paukenschlag! Und womöglich der erste kluge Satz zum Thema, den ich aus der Administration Jäcke höre, seit ich mich mit der Neu-Entwicklung des Rampenloch-Areals befasse. Und das geht immerhin bis ins Jahr 2018 zurück.

Was haben wir nicht alles an politischer Misswirtschaft, Desinformation und Inkompetenz erlebt, seit die Stadt Minden das brache Rotlichtgelände 2018 übernommen hat, um dort Neues entstehen zu lassen.

Mal wurde das einzigartige Narrativ des Ortes ohne Not – und vermutlich auch ohne Sachverstand – über Bord geworfen. Verantwortlich dafür zeichnet der Baubeigeordnete der Stadt Minden, Lars Bursian, der sicherheitshalber teure Dienstleister beauftragte, WoltersPartner aus Coesfeld, damit auch die das wertvolle Narrativ an keiner einzigen Stelle ihrer umfangreichen Papiere erwähnten.

Stattdessen skizzierten sie frei nach dem Motto „Ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus“ eine Pippi-Langstrumpf-Idylle mit kleinen Häuschen und großen Gärten, die schon damals nicht das Papier wert war, mit dem man sich abwischt. Sei’s drum: Auftraggeber Bursian war augenscheinlich zufrieden.

Kurz darauf liess er über die Lokalpresse verlauten, dass „völlig offen“ sei, was am Rampenloch entstehen solle. Das war schon damals so unwahr wie es sich später bestätigte. Längst hatte sich im Kopf des Mannes das Ziel einer unauffällig-devoten Wohnbebauung festgesetzt – ohne das tatsächliche Potenzial des Areals auch nur ansatzweise anzudenken.

Vorläufiger Höhepunkt des politischen Kasperle-Theaters war dann, als eine treue SPD-Genossin, die als Stadtverordnete im Rat sitzt, von ihren Parteigenossen und Kollegen das Areal für ihren Investor Bautec zugesprochen bekam.

In diese typisch Mindener Gemengelage aus Mauschelei und mangelndem Sachverstand platzt jetzt die Aussage von Joachim Schmidt hinein, Geschäftsführers der MEW, der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt Minden.

Und was der Mann sagt, dürfte – wenn es denn der Wahrheit entspricht – zum Game-Changer werden am Rampenloch. Hören wir mal rein.

|

"Die Politik der Geschäftsführung sei stets gewesen, Immobilien dem Markt zur Verfügung zu stellen, 'sofern (...) ein attraktiver Kaufpreis geboten wird.'"

Quelle: Mindener Tageblatt vom 21. Oktober 2021, Seite 2. Die Online-Version des Textes ist hier hinter Pay-Wall abrufbar.

Ein „attraktiver Kaufpreis“? Tja, Bautec – das dürfte es dann wohl gewesen sein mit deinen Plänen fürs Rampenloch.

Denn für Grundstücke, die die Stadt für exakt 642.500 Euro plus Nebenkosten, in Summe also für etwa 700.000 Euro erworben hat, gerade mal schlappe 200.000 Euro zu bieten, also etwa 500.000 Euro weniger als den Betrag, den die Stadt mal gezahlt hat – da kann man weiß Gott nicht von einem „attraktiven Kaufpreis“ sprechen.

Nun gut – Schmidt hat seine Aussage nicht im Zusammenhang mit dem Rampenloch gemacht. Sondern in Bezug auf Verkaufsspekulationen zum ebenfalls im Besitz der Stadt befindlichen Objekt Simeonscarré 2.

Aber er spricht deutlich von „Politik“, also von grundlegenden Prinzipien, die offenbar generell für Liegenschaften der Stadt gelten – keineswegs nur für das Objekt Simeonscarré 2. Und die Rede ist von „stets“. Also erneut: nicht nur für den Moment gültig, sondern dauerhaftes Handlungsprinzip bei städtischen Immobilien.

Der das sagt, ist nicht irgendwer – sondern hochrangiger Manager im Mindener Stadtapparat. Mit 140.000 Euro Jahresgehalt (Jahr 2020) einer der best bezahlten Angestellten – finanziell deutlich vor Bürgermeister Michael Jäcke, der in Besoldungsgruppe B7 nur knapp 130.000 Euro bezieht.

Wenn ein Hochkaräter wie Schmidt etwas sagt, dann ist das nicht einfach dahergeplappert. Der Mann weiß, worüber er spricht.

Ein halbwegs „attraktiver Kaufpreis“ für Immobilien, für die die Stadt 642.500 Euro gezahlt hat: Das würde ab, sagen wir mal: 650.000 Euro losgehen (wenn man die Nebenkosten mal außen vor lässt).

Mehr noch: Immobilienprofis wissen zu berichten, dass mit dem Verkauf von Liegenschaften sogar Gewinne möglich sein sollen. Ist MEW-Geschäftsführer Schmidt der Einzige in Mindens Administration, der sich mit sowas auskennt?

Auch wenn Englischlehrern & Co. im Rat, die vor allem Gevatternwirtschaft betreiben möchten, grundlegende Handlungsprinzipien wie „stets“ und „Politik“ vollkommen fremd sein mögen: Schmidts Worte machen deutlich, dass sich endlich die Chance auftut, sach- und vernunftbezogen eine angemessene Entwicklung für das wertvolle Rampenloch anzugehen.

Denn das Areal kann viel, viel mehr leisten für die Stadt Minden, für die gesamte Stadt Minden, als nur ein paar Wohnungen, einen netten Auftrag für eine treue SPD-Genossin und üppige Rendite für einen Investor.

Womöglich braucht’s dafür als allererstes einen neuen Baubeigeordneten. Glückliche Fügung vielleicht, dass der Vertrag des Beigeordneten Bursian 2023 endet. Das ist die Chance für einen echten Neuanfang! Für ihn in einer anderen Stadt. Für das Rampenloch mit einem/einer neuen sachverständigen Stadtentwickler*in. Schön wär’s.

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Nov 21 2021

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Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt
Vielen gilt sie als schönstes Automobil, das jemals gebaut wurde: die Giulia von Alfa Romeo. Entwickelt Anfang der 60er des letzten Jahrhunderts, gebaut bis in die 70er. Die erste familientaugliche Sport-Limousine der Welt. Damit, so erzählen sich Alfisti, wurde sie zum Vorbild für die erst Jahre später aufgelegte GT-Serie des VW Golf.

Dass der italienische Automobilbauer seit 2016 wieder ein Modell im Sortiment hat, das den legendären Namen Giulia trägt, belegt die Strahlkraft, die die alte Dame auch heute noch hat.

Auch für Dr. Holger Grüne. 2016 erwarb der promovierte Biologe bei einer Messe in Mailand eine Giulia Super 1.3, Baujahr 1972. Mit dem Kauf seines Traumautos begann für ihn eine arbeits- und überraschungsreiche Zeit. Denn Grüne war entschlossen, das Schätzchen möglichst selbständig wieder auf Vordermann zu bringen.

Jeden einzelnen Arbeitsschritt, jede Überraschung beim Zerlegen akribisch in Fotos festgehalten

Zunächst für eigene Dokumentationszwecke hielt Grüne jeden einzelnen Arbeitsschritt fest. Am Ende ergab sich daraus eine spannende Geschichte. Denn der Weg vom bedauernswerten Ursprungszustand zum topsanierten Schätzchen war voller Überraschungen, Erlebnisse, Eigenheiten – und eben doch nicht ganz allein zu schaffen.

Ein über neunzigjähriger Alfisti-Schrauber wurde zum Glücksfall für Grüne. Denn der alte Herr hatte nicht nur jede Menge Erfahrung, wie man mit der alten Sport-Dame umzugehen hatte. Er verfügte auch über eine nicht mehr restaurationsfähige Giulia, aus der manches Teil den Weg in Grünes Schätzchen fand.

Am Ende sogar ein „neuer“ alter Motor. Denn die Spender-Giulia verfügte über einen 1.6-Benziner, der der höheren Leistung wegen angepasst und eingebaut wurde. So dass heute zwar stolz 1.3 am Heck von Grünes Giulia prangt – tatsächlich ist sie aber mit 1.600 ccm unterwegs.

Der Besuch der alten Dame: die restaurierte Giulia war während des Vortrags vor Ort

All das schilderte Grüne in seinem Vortrag so lebendig, so detailreich und mit so vielen Fotos – für den Autor fühlte es sich beinah an wie ein Kompaktkurs zu Fahrwerk-Aufhängung, Querlenkern und Ventiltechnik bei historischen Automobilen.

Zwar fanden an diesem Abend nur wenige Zuhörer den Weg in die Obermarktstraße 19 – die aber erweisen sich als ausgebuffte Giulia-Fans. Da wurde leidenschaftlich gefachsimpelt, nachgefragt, diskutiert und Wissen ausgetauscht.

Zumal das Objekt aller Gespräche direkt vor Ort zu erleben war. Grüne hatte es sich nicht nehmen lassen, aus seinem Heimatort Lörrach mit der restaurierten Giulia anzureisen. Vielen Dank für den tollen Vortrag – und den grandiosen Besuch der alten Dame!

Laudator Heinrich Kleine
Verschnaufpause für die alte Dame: Die Giulia hatte den weiten Weg aus dem badischen Lörrach bis nach Minden tadellos hinter sich gebracht. Sogar eine Autowäsche war noch drin, bevor es dann hieß: Showtime!
Bilder von Henning Christiansen mit Betrachterin
Der erste Weg von Dr. Holger Grüne nach dem Erwerb der Giulia führte zum Centro Documentazione Alfa Romeo, wo über alle je gebauten Giulia und ihre Ausstattung Buch geführt wird. Orientierungspunkt für die spätere Sanierung.
Bilder von Til Mette in Ausstellung
Die Präsentationstechnik im Herz der Stadt überzeugte durch knackig klares Großformat mit knapp vier Metern Bilddiagonale. Das macht Lust auf weitere bildgewaltige Vorträge.
Bilder von Til Mette in Ausstellung
Beim Besuch der alten Dame fanden zwar nur wenige Zuhörer den Weg in die Obermarktstraße 19. Die aber entpuppten sich als echte Hardcore-Fans. Und das Schätzchen selbst fand jede Menge Bewunderer bei allen, die zufällig vorbeiflanierten.
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