Schamloser Nebenjob: Baubeigeordneter übernimmt Posten bei Immobilienfirma

Schamloser Nebenjob:
Baubeigeordneter übernimmt Posten bei Immobilienfirma

Schamloser Nebenjob:
Baubeigeordneter übernimmt Posten bei Immobilienfirma

Autor Edgar Wilkening

 


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ew@dasherzderstadt.de

Es ist nur eine kleine Meldung. Fast wirkt sie, als sei es ein Versehen, dass sie überhaupt veröffentlicht wurde. Aber sie wirft ganz deutlich Fragen auf über die Integrität einzelner Mitglieder in der Verwaltungsspitze des Mindener Rathauses.

Das „GSW Magazin“ ist ein in jeder Hinsicht dünnes Heftchen. Herausgegeben wird es von der Genossenschaft für Siedlungsbau und Wohnen Minden eG. Dort nennt man das Heftchen ziemlich großspurig „Mieterzeitung“.

In der aktuellen Ausgabe „GSW Magazin Winter 2021“, die sich jedermann/-frau hier downloaden kann, findet sich auf Seite 3 ein Bericht über die letztjährige Vertreterversammlung der GSW – und insbesondere über zwei neue Mitglieder im Aufsichtsrat.

Eines davon ist ein Mann, der im Hauptberuf als Baubeigeordneter für die Stadt Minden tätig ist – direkt unterhalb der Administrationsebene von Bürgermeister Michael Jäcke: der seit 2015 im Amt befindliche Lars Bursian.

Er liess sich von den Vertretern in den Aufsichtsrat der GSW wählen: ein privatwirtschaftliches Mandat neben seinem öffentlichen Amt – bei einem der größten Immobilienplayer auf dem Mindener Wohnungsmarkt.

GSW-Magazin Winter 2021 Seite 3 Ausriss

Quelle: Ausriss aus „GSW Magazin Winter 2021“, Seite 3 (hier kostenlos abrufbar)

 

Die Wahl fand im Sommer 2021 statt, am 24. Juni – also vor mehr als einem halben Jahr, wie der Bericht ausweist.

Seitdem hat Mindens Baubeigeordneter Lars Bursian (mindestens) zwei Ämter inne, die den Immobilienmarkt betreffen: städtischer Beamter mit weitreichender Richtlinienkompetenz – und gleichzeitig offizieller Bediensteter eines privatwirtschaftlichen, renditeorientierten Unternehmens der Mindener Immobilienwirtschaft.

Öffentlich gesprochen hat bis heute niemand darüber.

Der GSW ist dieser clevere Schachzug gar nicht zu verdenken. Wer würde sich nicht einen derart kurzen Draht ins Rathaus wünschen, wenn er in der Stadt Millionenprojekte auf die Beine stellt bzw. stellen will.

In Minden und Umgebung besitzt die GSW nach eigenen Angaben mehr als 2.300 Wohnungen. Ordentliche Hausnummer. Allein im Stadtgebiet Minden betreibt man mehr als vierzig Wohnanlagen – und plant laufend neue.

Und dieser Big Player der Immobilienwirtschaft angelt sich jetzt den städtischen Baubeigeordneten und verschafft ihm einen Sitz im Aufsichtsrat? Gratulation. Für die GSW ein sehr kluger Zug – ohne Frage.

Einfacher und schneller kann man nicht an Informationen und Insiderwissen kommen: Welche Grundstücke sind zu haben? Wo wünscht die Stadt Bauen? Welche Förderungen kann man mitnehmen? Wie steht es um Genehmigungen? Und können wir nicht einfach mal reden, Kollege …?

Der GSW dürfte das Mandat des Baubeigeordneten einen massiven Vorsprung verschaffen vor konkurrierenden Immobilien-Playern am Markt wie Wohnhaus, Diakonie Stiftung Salem etc.

Und die Mindener Stadtgesellschaft? Für die Bürger? Der Verquickung von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Interessen dürften Tür und Tor geöffnet sein – in aller Regel zum Nachteil der öffentlichen Hand.

Prinzipiell kann der Baubeigeordnete Bursian jetzt Dinge genehmigen, die das Aufsichtsratsmitglied Bursian zuvor mitbeschlossen hat. Wie praktisch! Früher nannte man so etwas: Den Bock zum Gärtner machen.

Gerade in einer Zeit, in der sich so viele Menschen von staatlichen Institutionen abwenden und deren Integrität bezweifeln, ist das privatwirtschaftliche Engagement des Baubeigeordneten Bursian das falsche Signal.

Denn statt Maß und Mitte bestätigt es alle gängigen Vorurteile der Skeptiker: „Hier, schaut her, noch ein Pöstchen, noch ein Salär – wir kriegen tatsächlich den Hals nicht voll. Und kungeln alles unter der Hand aus.“ Auch so kann man Demokratie aushöhlen.

Die Stadt Minden und Bürgermeister Michael Jäcke als oberster Dienstherr werden sich jetzt einiges an Fragen gefallen lassen müssen. Das Herz der Stadt hat die folgenden heute ins Rathaus geschickt. Falls wir Antworten bekommen, gibt es sie hier zu lesen.

Investigative Bürger

Wer hat’s rausgefunden und publik gemacht? Wieder mal keine Behörde, kein Kontrollorgan, keine Presse. Rausgefunden haben es investigative Bürger (investigativecitizens.org).

Fragen, um deren Beantwortung wir schriftlich bei der  Stadtverwaltung Minden  gebeten haben

1.
Seit wann ist der Stadt Minden bekannt, dass der Baubeigeordnete Lars Bursian ein privatwirtschaftliches Amt im Aufsichtsrat der GSW anstrebt bzw. innehat?


2.
Hat die Stadt Minden das privatwirtschaftliche Mandat des Baubeigeordneten Bursian genehmigt?


3.
Welche weiteren Ämter und Posten außerhalb der Stadtverwaltung Minden sind der Stadt bekannt, die der Baubeigeordnete Bursian innehat?


4.
Ist das Amt eines Baubeigeordneten der Stadt Minden so wenig fordernd, dass nebenbei genügend Kapazitäten für Tätigkeiten in der Privatwirtschaft bleiben?


5.
Welche Maßnahmen hat die Stadt ergriffen, um eventuelle Interessenkonflikte zwischen dem öffentlichen Amt des Baubeigeordneten und dem privatwirtschaftlichen Mandat zu vermeiden?


6.
Welche Maßnahmen hat die Stadt Minden ergriffen, um zu vermeiden, dass andere Wohnungsbauunternehmen eventuelle Nachteile erfahren durch die Bindung des Baubeigeordneten an die GSW (zum Beispiel bei Ausschreibungen, Bieterverfahren etc.)?


7.
Sind die Fraktionsspitzen im Rat der Stadt Minden über die privatwirtschaftlichen Aktivitäten des Baubeigeordneten informiert worden – und wenn ja: wann?


8.
Ab wann bereitet die Stadt Minden die Ausschreibung für das Amt des Baubeigeordneten vor, um den 2023 aus dem Amt scheidenden Lars Bursian durch eine/n kompetente/n Nachfolger/in zu ersetzen?

 


Redaktioneller Nachtrag 28.01.2022
Am Donnerstag, den 27. Januar 2022 haben wir von der Stadt Minden Antworten erhalten auf unsere Fragen. Hier gibt es sie zu lesen im Original-Wortlaut und in voller Länge.

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Rainer Hornscheidt Verborgene Landschaften Fotos und Zeichnungen

Rainer Hornscheidt
Verborgene Landschaften
Fotos und Zeichnungen

Rainer Hornscheidt
Verborgene Landschaften
Fotos und Zeichnungen

Rainer Hornscheidt
Verborgene Landschaften
Fotos und Zeichnungen

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Es war der künstlerische Neujahrs-Auftakt ’22 in der Popup-Galerie von Das Herz der Stadt. Und eigentlich waren es gleich zwei Ausstellungen parallel, die Rainer Hornscheidt zeigte. Zumal zwei ganz verschiedene.

Zum einen die titelgebenden „Verborgenen Landschaften“. Fotografien, die sich dem Betrachter tatsächlich nicht auf Anhieb erschließen.

„Fotografien? Wo sind denn die Fotos?“, lautete ein ums andere Mal die Frage von Besuchern, die sich neugierig umsahen. Und jedes Mal die schmunzelnde Antwort: „Hängen hier doch überall.“

Ungläubiges Staunen. Denn in der Tat: Nicht nur die Landschaften sind verborgen. Die Art und Weise ihres künstlerischen Entstehens ist es ebenso. Ein doppeltes Verwirr- und Erkenntnisspiel, das der gelernte Grafiker mit uns als Betrachtern treibt.

Denn wer zumindest schon mal die Landschaften in den abstrakten Bildern erkennt, der hält es für Malerei. Aquarelle. Acryl? Vielleicht Öl. Oder Mischtechnik?

"Entschuldigung, wo sind denn die Fotos?" Schmunzelnde Antwort: "Hängen hier doch überall."

Die Wahrheit: Es sind tatsächlich Fotografien, die Hornscheidt präsentiert. Kunstvolle Fotos von abblätterndem Lack auf Booten und Schiffen, die im Hahler Hafen zur Restauration auf dem Trockenen liegen.

Bei einem Spaziergang entdeckte der Künstler Muster in dem blätternden Farbresten. Und erkannte darin die Linien verborgener Horizonte, die Weiten verborgener Himmel, die Oberflächen verborgener Meere.

Hornscheidt war so fasziniert von den Abblätterungen, die er auf den Schiffsrümpfen fand, dass er zu fotografieren begann. Einmal aufmerksam geworden, schaute er immer genauer hin. Und entdeckte immer neue Landschaftsbilder.

Das Wissen, dass es sich gerade nicht um Gemälde handelt, sondern um raffinierte Fotos verwitterter Flächen, macht den besonderen Reiz der Bilder aus. Und ermuntert den Betrachter, selbst genauer hinzuschauen und sich inspirieren zu lassen.

„Diese Stelle da – sieht die nicht aus wie George Washington?“, fragte ein Besucher. „Könnte man meinen“, stimmte Hornscheidt zu. „Wäre doch vielleicht mal ’ne Idee …“, antwortete der Besucher.

Und wer weiß: Vielleicht sehen wir von Rainer Hornscheidt demnächst ja tatsächlich Portraits großer Prominenter, die sich allesamt verbergen in verwitterten Lackflächen im Hahler Hafen.

Die "Parallel-Ausstellung" zeigt den feinsinnigen Zeichner, der humorvoll die Menschen skizziert

Die parallele „zweite“ Ausstellung neben den verborgenen Ausstellungen zeigt den Künstler von einer ganz anderen Seite: Rainer Hornscheidt als Zeichner, der seine Mitmenschen beobachtet und ihre Eigenheiten in humorvollen Illustrationen einfängt.

Diese Bilder sind von einem so warmherzigen Witz erfüllt – man ahnt schon, dass Hornscheidt ein gutmütiger, freundlicher Zeitgenosse ist.

Und auch sich selbst nicht ganz so ernst nimmt. Das belegen die folgenden drei Fotos, in denen der Künstler die Posen der von ihm abgebildeten Figuren nachahmt. Herrlich!

Rainer Hornscheidt und der Anzugmann

„Was guckst du?“

Die Lesende

„Die Lesende“

Die Lesende

„Die Badende“

Uns als Machern der Popup-Galerie, aber vor allem auch den Besuchern war es ein großes Vergnügen, Rainer Hornscheidt und seine Werke zu erleben.

Auf bald! Vielleicht ja tatsächlich mit Portraits prominenter Berühmtheiten aus dem Hahler Hafen?

Künstler Rainer Hornscheidt

Immer ein verschmitztes Lachen Im Gesicht: Rainer Hornscheidt als feinsinniger Beobachter und vielschichtig humorvoller Künstler.

Laudator Volker Knickmeyer

Laudator Volker Knickmeyer kennt den Künstler und dessen Arbeit schon viele Jahre, seit ihrer beider beruflichen Laufbahnen sich kreuzten.

Besucher in der Ausstellung

Fotografien? Oder vielleicht doch gemalt? Die farbfrohen Landschaftsbilder spielen doppelbödig mit Sehgewohnheiten.

Zimmerer auf der Walz während der Vernissage

Kunst trifft Handwerk – Handwerk trifft Kunst: Zwei Zimmerer auf der Walz nutzen die Vernissage, um über sich und ihr Leben unterwegs zu erzählen.

Feierabend

Die letzten Gäste sind gegangen. Zeit für ein Feierabend-Getränk im Schummerlicht am Ende eines aufregenden Vernissage-Tages.

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Die Gurkentruppe im Rathaus: Unsere Top Five! Und die Gurke des Jahres geht an …

Die Gurkentruppe im Rathaus:
Unsere Top Five! Und die Gurke des Jahres geht an …

Die Gurkentruppe im Rathaus:
Unsere Top Five! Und die Gurke des Jahres geht an …

Autor Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


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Jahreswechsel ist Hochsaison für die alljährlichen Rückblicke und Bestenlisten. Die meisten widmen sich A-Talkatastrophen, B-Promis und C-Pandemie. Wir dagegen lassen das ABC links liegen und fokussieren uns ganz auf die Polit-Elite unseres kleinen Weserstädtchens.

Wer hat 2021 was so krass vergurkt, dass es reicht für die Qualifikation zur Gurke des Jahres? Wer schafft’s auf einen der begehrten Top-Fünf-Plätze? Und wer geht am Ende als Sieger aus dem Rennen und nimmt den Titel „Gurke des Jahres“ als Trophäe mit nach Haus?

Beworben hatten sich viele. Da war der SPD-Ortsverband, der keine Gelegenheit auslässt, sich als demokratisch und antifaschistisch zu inszenieren – aber keine Worte findet, wenn aus seinem Vorstand faschistoide Sprüche schallen. Da ist der Stadtverordnete, der Bürger im Rat öffentlich angeht dafür, dass sie Vorschläge und praktische Hilfe zur Stadtentwicklung anbieten. Da ist die stets bemühte CDU-Fraktion, der offenbar noch immer niemand gesagt hat, dass es keine Oppositionsarbeit ist, wenn die regierende SPD das Stöckchen wirft, fröhlich wuffend hinterherzulaufen und es schwanzwedelnd zurückzubringen.

Das alles (und noch viel mehr) war 2021 grandios rumgegurkt im Rathaus. Dennoch: Für die vordersten Plätze in Mindens Gurkentruppe war es nicht gurkig genug. Da gehört mehr dazu: ein Grad an Überheblichkeit, Arroganz oder Dämlichkeit, zu dem nur die allergrößten Gurken fähig sind. Tipp: im neuen Jahr einfach nochmal probieren – dann klappt’s auch auf die Spitzenplätze.

Die Jury jedenfalls hat es sich nicht leicht gemacht. In der finalen Sitzung, im Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt, fielen die Entscheidungen: Wer kommt aufs Treppchen? Und wer bekommt den beliebten Titel „Gurke des Jahres 2021“? Hier sind die Ergebnisse.

Die Gurke des Jahres '21: Platz 5

an den Baubeigeordneten Bursian
für seine spektakuläre „500.000-Euro-Ungenauigkeit“

Das muss man erstmal fertigbringen: circa 500.000 Euro in einer Kalkulation zu unterschlagen! Wenn man eine Sitzungsvorlage für politische Ausschüsse der Stadt Minden vorbereitet, scheint das allerdings ein probates Mittel zu sein.

Die Sitzungsdrucksache Nr. 265/2020, die der Fachbereich 5.2 unter Leitung des Baubeigeordneten Lars Bursian erstellt hat für die Sitzung des „Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr“ am 20. Januar 2021, wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Rechenkünste dieses Fachbereichs.

Die Grundstücke am Rampenloch hat die Stadt Minden für knapp 700.000 Euro erworben. Verkauft werden sollen sie für geschätzte 200.000 Euro. Die Differenz aus alledem, würde jeder Normalbürger mit einer halben Million Euro Verlust bezeichnen. Für den Fachbereich 5.2 unter Leitung des Baubeigeordneten Bursian dagegen sind die „finanziellen Auswirkungen“: Null.

Eine derart trübe Milchgurkenrechnung ist uns definitiv Platz Fünf wert im Rennen um die Gurke des Jahres. Gratulation an den Baubeigeordneten!

Der allerdings müsste sich den Platz eigentlich mit den Stadtverordneten im Ausschuss teilen. Von denen hat nämlich kein einziger in der Sitzung Anstoß an der Milchgurkenrechnung genommen und protestiert oder wenigstens mal nachgefragt. Das Thema Rechenschwäche – es scheint in Mindens Politkaste weit verbreitet, wie sich auch auf Platz Vier zeigt.

Investigative Bürger

Wer hat’s rausgefunden und publik gemacht: dass in der Sitzungsvorlage knapp 500.000 Euro Verlust zulasten der Stadt Minden unterschlagen werden? Keine Behörde. Kein Kontrollgremium. Keine Presse. Rausgefunden haben es investigative Bürger (investigativecitizens.org).

Die Gurke des Jahres '21: Platz 4

an das Rechnungsprüfungsamt,
das sich – ausgerechnet! – beim Prüfen von Rechnungen verrechnet

Dafür gab’s im Februar ’21 schon den goldenen Taschenrechner. Denn auch das war eine so bemerkenswerte Gurken-Leistung, das sie einfach gewürdigt gehört.

Es geht um das Rechnungsprüfungsamt, das (wie der Name erahnen lässt) Rechnungen prüfen soll. Was denken Sie: Für eine solche Aufgabe, werden da die allerbesten Mathe-Asse eingestellt – oder die rechenschwächsten Milchmädchen, die sich finden lassen?

Das Ergebnis liess jedenfalls keine Zweifel: Ausgerechnet beim Prüfen von Rechnungen, also dann, wenn es ganz besonders drauf ankommt, weil das Amt tun soll, wofür es seinen Namen hat – genau dann leistet sich das Rechnungsprüfungsamt massive Ausfälle. Und kann nicht einmal drei Zahlen korrekt addieren.

So viel öffentlich zur Schau gestellte Rechenkompetenz, gerade dann, wenn’s drauf ankommt – das ist uns nicht nur den Goldenen Taschenrechner wert, sondern auch Platz Vier im Rennen um die Gurke des Jahres. Chapeau!

Investigative Bürger

Wer hat’s rausgefunden und publik gemacht: dass das Rechnungsprüfungsamt sich beim Prüfen von Rechnungen verrechnet? Keine Behörde. Kein Kontrollgremium. Keine Presse. Rausgefunden haben es investigative Bürger (investigativecitizens.org).

Die Gurke des Jahres '21: Platz 3

an den Kämmerer Kresse
für seinen legendären Bilanz-Buchungstrick

Das mit dem Ver-Rechnen zieht sich durchs Rathaus wie ein genossenroter Faden. Da wollte auch Kämmerer Norbert Kresse offenbar nicht zurückstehen.

Ihm gelang das sagenhafte Kunststück, in eine Jahresbilanz, die längst abgeschlossen war und formal nicht mehr angerührt werden durfte, einen Betrag hineinzubuchen, um seinem Bürgermeister lästigen Ärger zu ersparen, der am Ende womöglich nur in Lügen geendet hätte.

In der freien Wirtschaft würde man für derartige Bilanztricks wohl vor den Kadi gezogen – oder direkt gefeuert. In Mindens Rathaus dienen solcherart Kunststücke eher dazu, das Nachdenken über die eigene Karriere zu befördern. Zum Beispiel, ob man neben der Tätigkeit als Kämmerer nicht auch noch die halbe Kultur vergurken könnte.

Ein derart robustes, unbeschwertes Handeln am Rande (oder jenseits?) des Legalen, das ist der Jury Bronze wert: Platz Drei im Rennen um die Gurke des Jahres. Glückwunsch!

Die Gurke des Jahres '21: Platz 2

an Bürgermeister Michael Jäcke
für die sagenhafte Erfindung von Grundstücken für seine Multihalle

„Inhaltlich fundiert“ müsse das Konzept für die geplante Multihalle sein, das sei doch das Wichtigste, sagte Bürgermeister Michael Jäcke erst neulich während der Bürgersprechstunde in einem Telefonat, das aktuell den Staatsschutz in Bielefeld beschäftigt.

Was er genau meint mit „inhaltlich fundiert“, darüber legte Jäcke im August ’21 schriftlich Zeugnis ab.

In einem über Jahre erarbeiteten Konzeptpapier offenbarte der Bürgermeister frank und frei, dass er zum Bau der Multihalle auch Grundstücke nutzen wolle, die überhaupt nicht existieren: nicht in Minden, nicht in NRW, nicht auf diesem Planeten. Reine Luftnummer.

Ist ja klar, dass ihm seine treue Gefolgschaft im Stadtrat zujubelt bei so viel visionärem Wagemut, während Otto-Normalbürger nur den Kopf schüttelt. Wunsch und Wirklichkeit waren wohl selten weiter voneinander entfernt als im Wirken und Wollen des wirren Lockenkopfs von der Weser.

Das alles ist ist so krass „inhaltlich fundiert“ vergurkt, dass die Jury Platz Zwei auf dem Treppchen für vollkommen inhaltlich fundiert hält. Glauben Sie nicht? Fragen Sie den Staatsschutz.

Investigative Bürger

Wer hat’s rausgefunden und publik gemacht: dass der Bürgermeister seine Multihalle auf Grundstücke bauen will, die überhaupt nicht existieren? Keine Behörde. Kein Kontrollgremium. Keine Presse. Rausgefunden haben es investigative Bürger (investigativecitizens.org).

Die Gurke des Jahres '21: Platz 1

an die Mindener SPD
für das brillant gespielte Zuschustern innerstädtischer Baugrundstücke an eine linientreue Genossin

Award "Gurke des Jahres"

Das scheint von langer Hand blitzsauber eingefädelt in SPD-Kreisen. Wofür ist man schließlich eine mehr als 150 Jahre alte Partei, wenn man nicht über den einzelnen Tag hinausdenken würde?

Da gibt es also wertvollen Baugrund mitten in der Mindener Innenstadt, der Nutzen stiften könnte für die gesamte Stadt. Die Grundstücke sind im Besitz der Stadt und sollen (mit sattem Nachlass von etwa einer halben Million Euro / siehe Platz Fünf) in Privatbesitz übergeben werden.

Wer käme für ein solches Prachtstück besser in Frage, als eine linientreue Genossin? Spätestens im Oktober 2019 wurden die Weichen dafür gestellt – indem man bei einer Veranstaltung des SPD-Ortsverbands im BÜZ ein stadtplanerisches Konzept feierte, das Architektin und Parteigenossin Bettina Lauer in die Hände spielte.

Dass das gefeierte Konzept das Narrativ des Ortes mit Füßen tritt, dass die historisch einmalige Chance, die sich daraus für die gesamte Stadt Minden ergeben könnte, konsequent missachtet wurde – wen ficht das an in Mindens SPD, wenn man doch einer Genossin einen Gefallen tun kann.

Und so kann der sozialistische Weltenlauf seinen eingeschlagenen Weg nehmen: Keine anderthalb Jahre nach der Ortsverbands-Veranstaltung, am 20. Januar 2021, gibt der Bau-Ausschuss grünes Licht dafür, dass die Grundstücke von der Parteigenossin verplant und entwickelt werden – fast ohne Gegenstimmen (auch dank der brav Stöckchen holenden CDU-Fraktion). Genau so, wie man es sich von langer Hand wohl längst gewünscht hat.

So viel Zielstrebigkeit und Unverfrorenheit im Umgang mit öffentlichem Hab und Gut – das ist der Jury ganz eindeutig Gold wert: Die Gurke des Jahres 2021 geht an die Mindener SPD, die stets genau weiß, was sie wem zu wünschen und zu gönnen hat. Gratulation an die strahlenden Sieger!

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

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Fluchtweg-Schild, bei dem das Männchen mit Stühlen im Weg kämpft
Okt. 29 2026

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Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
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Sep. 07 2026

Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
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Eine Erwiderung auf die datenbasierte Replik zur Frage, wie die Volkshochschule der Zukunft aussieht

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Eine datenbasierte Replik zur Frage, wie die Zukunft der Volkshochschule aussieht" >
Sep. 01 2026

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Lachhaft! Der satirische Adventskalender mit den „Drei Schattenparkern vom Rat“

Lachhaft! Der satirische Adventskalender mit den „Drei Schattenparkern vom Rat“

Lachhaft! Der satirische Adventskalender mit den „Drei Schattenparkern vom Rat“

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Wer’s etwas gesünder mag im Adventskalender als täglich Schokolade, kann es mit Lachen versuchen. Dafür steht „Der satirische Adventskalender“ im Herz der Stadt bereit. Jeden Tag ein neues lachhaftes Motiv, jeden Tag eine neue Episode aus dem kruden lokalpolitischen Alltag der „Drei Schattenparker vom Rat“.

Ihren Ursprung hat die Serie im Spätsommer 2020. Der Macher (gleichzeitig Autor dieses Berichts) verliess vorzeitig eine Stadtverordnetenversammlung und entdeckte auf dem Weg zum Parkplatz die Autos dreier mutmaßlicher Ratsmitglieder: wüst in die Landschaft geparkt, jenseits aller geltenden Anstands- und Straßenverkehrs-Regeln. (Hintergründe zum Foto und den Fahrzeugen gibt es hier.)

Der Schnappschuss dieser Situation entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als herrlich entlarvendes Sinnbild provinzpolitischer Arroganz der Macht.

Und so kam dem Macher als langjährigem Satire-Autor schnell die Idee, das Foto mit Comic-Sprechblasen zum Leben zu erwecken. Die drei Autos als anonyme und synonyme Statthalter für reale Stadtverordnete – und gleichzeitig als Sinnbild für (Lokal-) Politiker und ihr Verhältnis zur Welt schlechthin.

Ursprünglich sollten es nur drei, vier schnelle Gags werden – jetzt sind es schon mehr als 80 Episoden

Eigentlich sollten es nur drei, vier lustige Dialoge werden, um das Foto in den sozialen Medien zu platzieren – mehr nicht. Aber die Situation im Bild, diese drei selbstherrlichen Platzhirsche in voller Pracht und Eitelkeit auf der Wiese ausgebreitet, dieses Figurensetting offenbarte schon bald, dass es mehr kann als drei, vier schnelle Gags.

Seit den Anfängen sind mittlerweile über achtzig Episoden entstanden. Immer auf Basis der einen, gleichen Ausgangssituation – aber immer mit anderen Themen, anderen Dialogen, anderen Pointen. Und mit klarer Rollenverteilung: Die drei Lokalheinis sind die Deppen vom Dienst – stellvertretend für jegliche Provinzpolitik, die nur so strotzt vor Überheblichkeit und Inkompetenz.

Weil es diese Art Knallköppe wohl in allen Klein- und Mittelstädten gibt, hat der Macher jeden Bezug zu einer bestimmten Stadt weggelassen. Und stattdessen universelle Geschichten kreiert. Stories, die so oder so ähnlich in nahezu jeder deutschen Klein- oder Mittelstadt spielen könnten.

Weil es diese Art Platzhirsche wohl in jedem Städtchen gibt, wurden es ganz universelle Geschichten

Schon die Fülle an Episoden nötigt Profis Respekt ab: eine einzelne Ausgangslage auf so vielfältige Weise immer wieder neu und thematisch anders zu verwerten.

Im Kern ist es das, was erfolgreiche Sitcom-Formate ausmacht, ganz gleich ob sie Big Bang Theory heißen, Frasier oder Cheers: aus ein und der selben Grundsituation Dutzende, Hunderte eigenständiger Geschichten zu generieren.

Da spiegelt sich wider, dass der Macher sein erzählerisches Handwerk beim großen amerikanischen Sitcom-Meister Danny Simon gelernt hat, bei dem auch schon Woody Allen in die Schule ging.

Die besten der bislang achtzig Episoden hat der Serienmacher jetzt ausgewählt und für den satirischen Adventskalender komplett refurbished in Form gebracht. Insgesamt 24 Motive, für jeden Tag der Vorweihnachtszeit eine. Plus das Opener-Motiv oben im Bild, das den satirischen Adventskalender selbst zum Thema hat.

Zu sehen sind sie dort, wo Kultur und Feingeist ein temporäres Zuhause haben in Minden: im Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19. Jeden Tag eine neue Episode – bis zum großen Finale am Tag des Heiligen Abends. Einfach lachhaft, versprochen.

Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten decken sich mit denen des wineroom, dem Popup-Wine-Store, der in der Vorweihnachtszeit das Angebot hochklassiger Weine in Minden erweitert. Und wenn vorbei? Dann vorbei.

Fotocomic-Serie Schattenparker

Motiv neben Motiv, Episode neben Episode: jeden Tag neue Geschichten, neue Pointen aus dem Lokalpolitiker-Leben der „Drei Schattenparker vom Rat“. Viel Vergnügen!

Motiv aus Comic-Serie

Fragt der Weiße links: „Kennt ihr die drei Hauptgründe für Politikverdrossenheit bei jungen Leuten?“ „Na klar!“, sagt der Blaue in der Mitte und zählt sie auf: „Du, ich und er rechts neben mir.“ „Heee! Was hab ich damit zu tun?“, protestiert der Dritte. Und offenbart in seiner Erläuterung: „Ich mach ja wohl alles richtig! Ich stimme immer genau so ab, wie es vorher ausgeklüngelt wurde.“

Gastgeber wineroom

wineroom – der Popup-Wine-Store im Herz der Stadt: Gastgeber für die Premiere des satirischen Adventskalenders. Mal schauen, wo es ihn im kommenden Jahr zu sehen geben wird. Und mit welchen – womöglich neuen – Episoden …

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wineroom Der Popup-Wine-Store im Herz der Stadt

wineroom
Der Popup-Wine-Store im Herz der Stadt

wineroom
Der Popup-Wine-Store im Herz der Stadt

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Digital gibt’s ihn schon lange, den wineroom: nämlich als Online-Weinmagazin. Und natürlich gab’s auch immer mal Überlegungen, das virtuelle Weinzimmer in die analoge Welt zu transformieren: als Wein-Bar, als Tasting-Club, als Seminar-Plattform …

Jetzt plötzlich ergab sich die passende Gelegenheit zum Schritt ins echte Leben. Im Erdgeschoss der Obermarktstraße 19, in der Das Herz der Stadt residiert, wollten die Eigentümer des Hauses während der Vorweihnachtszeit Gewerbe einziehen sehen. Schließlich die beste Zeit des Jahres im Einzelhandel. Und dazu eine der besten Gewerbeflächen, die in der Stadt zu haben sind.

Da mussten die wineroom-Macher nicht lange nachdenken: gesagt – getan.

Entstanden ist ein Weinladen auf Zeit – nämlich exakt bis zum 31. Dezember 2021. Punkt 18:00 Uhr am Silvesterabend ist Schluss. So eintagsfliegig die paar Wochen Lebensdauer auch scheinen mögen, das Sortiment steht dem der besten Weinläden in Berlin, Düsseldorf, München kaum nach.

„Regelrecht metropolisch“ nannte es neulich ein erfahrener Weinprofi, der aus Bremen zu Besuch war in Minden und sichtlich ins Staunen geriet angesichts der Namen. Frank John aus der Pfalz, Peter Jakob Kühn aus dem Rheingau, Schäfer-Fröhlich von der Nahe, Hanspeter Ziereisen aus Baden, Immich-Batterieberg von der Mosel – um nur mal ein paar deutsche Vertreter zu nennen.

Ein erfahrener Bremer Weinprofi nannte es "regelrecht metropolisch", das Sortiment im wineroom

Dazu Uwe Schiefer aus dem Burgenland, Manincor aus Südtirol, Chiara Condello mit Sangiovese aus der Emilia-Romagna, Barolo von Giulia Negri, Domaine de l’Horizon aus Frankreichs Südwesten, Champagner von Larmandier-Bernier – wow, allesamt Namen, die in den besten Adressen der Welt angeboten werden. Metropolisch? Da fühlen wir uns durchaus angemessen verstanden.

Jetzt also ein metropolisches Sortiment – auf Zeit! – in Minden, der heimlichen Hauptstadt der ostwestfälischen Provinz. Das ist in jeglicher Hinsicht ein spannendes Experiment.

Schon der Popup-Charakter ist für manchen schwer zu verstehen: „Warum nur so kurz? Warum nicht auf Dauer?“

Ganz simple Antwort: Dauerhaft würde bedeuten, man müsste auskömmlich davon leben können. Wenn wir einen metropolischen Weinladen machen wollen würden, um davon auskömmlich zu leben, dann wären wir klug genug, ihn genau dort zu eröffnen, wo ein metropolisches Sortiment auf ein metropolisches Publikum stösst – nirgendwo sonst.

Ich habe mein erstes Popup-Konzept vor zehn Jahren realisiert: „Die 7 Sünden“. Ein extrem konzept-basiertes, intellektuelles Restaurant, geöffnet für gerade mal eine Woche, 2011 in Hamburg, mitten auf St. Pauli. Es wurde quasi über Nacht zum angesagtesten Restaurant der Stadt mit langer Reservierungsliste, seitenweise Presse-Berichten und langen, ausführlichen Radio-Features, die das Konzept erläuterten. Kaum vorstellbar in Minden …

So schwer der Popup-Gedanke nachzuvollziehen ist, so schwer ist es offenbar auch beim Sortiment. Täglich sehe ich Menschen vor unserem Schaufenster stehen, die in Kopfschütteln ausbrechen und konsterniert weiterziehen.

Ja, da stehen – im übertragenen Sinne – Porsches, Bentleys und Ferraris im Fenster. Allerdings muss man in der Lage sein, sie zu erkennen. Wer Rotkäppchen nicht bloß für eine Märchenfigur hält, sondern auch für ein irgendwie akzeptables Genussmittel, tut sich da womöglich schwer.

Wer Rotkäppchen nicht bloß für eine Märchenfigur hält, tut sich womöglich schwer mit dem Sortiment

Aber es gibt auch die anderen. Menschen, die reinkommen und begeistert sind: „Ihr habt den Ziereisen im Sortiment? Ich hab über den gelesen und wollte ihn immer schon probieren!“ Oder: „Der Billecart-Salmon ist bei euch ja völlig okay im Preis, hab ich gerade gegoogelt.“ Stimmt. (Aber, Achtung: nur eine einzelne Magnum vorrätig.)

Gerade gestern kam ein Pärchen rein. Ich hatte die zwei schon eine ganze Weile beobachtet, wie sie vorm Fenster giggelten beim Lesen der Schilder, die ich zur Erläuterung der Weine aufgestellt habe.

„Wie lustig, die Schilder“, lachte die Frau beim Reinkommen. „So was habe ich ja noch nirgendwo gesehen. Wie toll, dass ihr Wein so originell, so niederschwellig erklärt.“ Die beiden ließen sich Weine, Anbaugebiete, Herstellungsweisen erläutern – und nahmen dann neugierig von allem etwas mit. Je origineller, desto besser. Wie schön – danke für den Besuch!

Auffällig: Fast alle, die den Laden betreten und Bons mit erheblichen Summen generieren – nahezu alle stammen aus anderen Städten, kaum jemand aus Minden. Das Pärchen oben: aus Hamburg. Jung, exzellente Bildung, aufgeschlossen, weltgewandt, oft internationaler Hintergrund. Sie sind entweder aus beruflichen Gründen kurz in der Stadt oder um Freunde zu besuchen.

Laufkundschaft, die zufällig am Laden vorbeiflaniert, angetan ist von der Auslage und dann ohne Berührungsängste den Laden betritt. Großartig: Kunden, die im wahrsten Sinne des Wortes kundig sind. Das ist auch für Händler ein Vergnügen.

Wie großartig: Kunden, die kundig sind – das ist auch für Händler ein Vergnügen

So wird der wineroom zum Schaufenster – im doppelten Sinne. Mit Auslage und Inszenierung zur Fußgängerzone, na klar. Aber eben auch: Schaufenster in eine metropolische Welt da draußen, die jeden Tag ganz real existiert.

Ein Schaufenster mit Blick auf Märkte, Entwicklungen und Trends jenseits der eigenen Stadtmauern. Ausblick auf das, was sich in der Welt bewegt und was die Welt bewegt – sofern man sie sich größer als den eigenen Horizont vorstellt.

Eine Welt in rasantem Wandel. Heute noch da, morgen schon weg. Jedem Anfang wohnt das Ende schon inne. Kaum irgendwo zeigt sich das deutlicher als bei Popup-Konzepten. Ein Grund mehr, sich die Nase plattzudrücken am Schaufenster und einen Blick hineinzuwerfen – solange es das Fenster noch gibt.

Der Popup-Wine-Store wineroom in der Obermarktstraße 19, Minden ist werktäglich geöffnet bis zum 31. Dezember 2021. Der Store wird betrieben von der Amon & Wilkening Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), deren Gesellschafter und Geschäftsführer Edgar Wilkening ist.

Rotwein-Regal im wineroom

Große Namen, große Weine. Ein solch „metropolisches“ Sortiment ist in Städten wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg ganz normal. 

Besucherin fotografiert Kunst von Bärbel Langner

Überall Urkunden, Zertifikate, Awards, die die Kompetenz von wineroom-Macher Edgar Wilkening widerspiegeln: „Endlich kommt der ganze Plunder mal zum Einsatz.“

Weihnachtswald im wineroom

„Drauß‘ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es wein-achtet sehr.“ Mehr als ein Dutzend Tannenbäume illuminieren feierlich den wineroom. (Vielen Dank für die herrlich frischen, duftenden Tannen an Sascha Bode von der S. Bode GmbH & Co. KG in Porta Westfalica!)

Rahmenwand mit Gedankenzetteln und Inspirationen

Die Rahmenwand im Herz der Stadt hat schon manchen Künstler zu kreativen Höchstleistungen herausgefordert. Wir nutzen sie, um unsere schönsten Werke zu zeigen.

Aufmerksame Leserinnen der Gedankenzettel von Bärbel Langner

„Schenk ein – und lass uns anderer Meinung sein!“ Unser kleiner Beitrag zu mehr Debattenkultur in Deutschland.

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