Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Du weißt, du bist in Minden – wenn aus Satire plötzlich O-Ton von Bürgermeister Jäcke wird

Autor Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem neuen Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


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ew@dasherzderstadt.de

Es gibt Possen, die sind so possierlich, dass du denkst: Gibt’s doch gar nicht! Und dann passiert’s direkt vor deinen Augen. Also zum Beispiel in Minden. Mitten im Rathaus …

Gar nicht lange her, da hatten wir über einen E-Auto-Touristen aus dem hohen Norden berichtet. Der hatte sich bei Bürgermeister Michael Jäcke beschwert, dass die Parkgebühren auf dem Martinikirchhof nicht, wie im 21. Jahrhundert üblich, digital bezahlbar sind – oder wenigstens mit einem Notfall-Fünf-Euro-Schein. Sondern ausschließlich in Ein-Euro-Münzen oder noch kleinerem Hartgeld.

Der Minden-Reisende fühlte sich offenbar wie ein Zeitreisender. Was ohnehin womöglich dasselbe ist. Analog zu Marty McFly, der in „Zurück in die Zukunft“ in den spießigen 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts landet, wo alle Gewissheiten der Neuzeit keine Gültigkeit mehr haben.

Den Bericht über die Erlebnisse des Minden-Besuchers hatten wir mit dem Foto eines der verschmuddelten und veralteten Parkscheinautomaten vom Martinikirchhof bebildert. Und dieses Bild mit folgender Textzeile versehen:

|

"Bitten legen Sie Parkgeld vor Reiseantritt nach Minden abgezählt in kleinen Münzen bereit!"

Quelle: Textzeile in der Bebilderung eines Artikels auf Das Herz der Stadt – hier zu finden

Das war natürlich ironisch gemeint! Pointiert. Überzogen. Achtung, Satire!

Aber wie das im Leben so ist: Was manch einer lustig findet, findet ein anderer gar nicht lustig – sondern womöglich echt inspirierend.

Offenbar auch Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Denn der schickt am 27. Oktober 2021 dem Minden-Besucher auf dessen Beschwerde eine Antwort (die dem Herz der Stadt vorliegt).

Und da wird’s jetzt wirklich lustig. Realsatire sozusagen. Denn was steht da drin? Nach Absätzen voller ausschweifendem Behörden-Salbader fällt der entscheidende Satz:

|

"Sie hätten zur Nutzung des Parkplatzes die entsprechende Menge Kleingeld mit sich führen müssen."

Quelle: E-Mail von Mindens Bürgermeister Michael Jäcke vom 21. Oktober 2021 an einen Minden-Besucher

Geht das nur mir so? Oder klingt das wirklich verblüffend ähnlich zu genau der Aussage, die wir einige Wochen zuvor ironisch gemacht hatten? Ein bisschen umformuliert, etwas andere Worte – ja, klar. Aber in der Sache …?

Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Bürgermeister Jäcke unserer Webseite die Ehre erweist (zumal er hier ja oft gute Hinweise auf sein Versagen im Amt erhält) und sich von unseren Inhalten inspirieren lässt. Vielleicht können wir den höchsten Bürger Mindens ja noch zu weiteren Statements inspirieren?

Jedenfalls haben wir uns – nachdem wir uns vom Lachen erholt hatten – gleich mal hingesetzt und ein paar weitere, natürlich rein satirische Äußerungen zu Papier respektive zum Server gebracht. Hier kommen sie. Allesamt zur freien Umformulierung und Verwendung gestattet …

Vielleicht ist ja etwas dabei, das einen Bürgermeister vom Formate eines Michael Jäcke inspiriert zu eigenen Statements. Wir persönlich würden uns jedenfalls sehr darüber freuen!

v

"Vergessen Sie die Pläne mit der Multihalle. Mit meiner Mannschaft kriege ich nicht mal öffentliche Toiletten hin."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

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"Meine Partei ist derart verfilzt mit allem – das kriegen Sie nie wieder raus aus einer Stadt."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

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"Ich hab's so satt, den Bürgern ständig was vorzumachen – ich gebe mein Amt jetzt auf, Pension hin oder her."

Satirischer Textvorschlag von Das Herz der Stadt zur inhaltlichen Inspiration und freien Umformulierung bzw. Verwendung durch Bürgermeister

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Mit neuer Ästhetik wider das Vergessen: Medieninstallation zur Reichspogromnacht

Mit neuer Ästhetik wider das Vergessen: Medieninstallation zur Reichspogromnacht

Mit neuer Ästhetik wider das Vergessen: Medieninstallation zur Reichspogromnacht

Autor Edgar Wilkening

Von
Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


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ew@dasherzderstadt.de

Die von Nazi-Deutschland organisierten Ausschreitungen gegen jüdische Mitbürger im November 1938, sie fanden – natürlich – auch in Minden willfährige Täter und Mitmacher. Die Reichspogromnacht hat bei den seinerzeit in der Stadt lebenden Juden nachhaltig für Angst und Schrecken gesorgt – und für massive wirtschaftliche Schäden.

Das Haus Obermarktstraße 19, in dem Das Herz der Stadt aktuell residiert, wäre wohl ebenfalls ein Kandidat für die Ausschreitungen des volksdämlichen Pöbels gewesen. Denn 1938 befand sich das Gebäude mit dem Lebensmittelgeschäft im Besitz des jüdischen Bürgers Bruno Lilienthal.

War dem nationalsozialistischen Mindener Mob das womöglich entgangen? Hatte man gar Gnade vor Unrecht walten lassen? Wohl kaum …

Es steht zu vermuten, dass der Grund, warum das Haus Obermarktstraße 19 in dieser Nacht von Angriffen verschont blieb, einzig darin bestand, dass Bruno Lilienthal sein Kolonialwarengeschäft ohnehin schon aufgegeben hatte. Und der Lebensmittelladen im Erdgeschoss seit Anfang der 1920er Jahre von der aus Hattingen an der Ruhr stammenden Heinrich Hill AG betrieben wurde.

Ein „deutscher“ Händler mit einem „deutschen“ Geschäft – das dürfte der einzige Grund sein, warum die Obermarktstraße 19 die Mindener Brand- und Brandschatzung-Nacht der Nazis ungeschändet und ungeplündert überstanden hat.

Nichtsdestotrotz: Als neue Eigentümer des Objekts fühlen sich der Autor und seine Lebensgefährtin, die Mindener Architektin Astrid Engel, der Geschichte des Hauses verpflichtet.

2021 jährte sich die Reichspogromnacht zum insgesamt 83. Mal. Aber für uns war es der erste Jahrestag während unserer Eigentümerschaft. Das haben wir zum Anlass genommen, eine ganz besondere Form des Gedenkens an diesen Tag zu zelebrieren.

Entstanden ist ein ungewöhnlich eindringliches Video, das im Schaufenster des Hauses rund um die Uhr lief, vom Vormittag des 9. November 2021 bis zum Mittag des Folgetages.

Ein Film, der die typischen Medienklischees des Historischen (Schwarz-Weiß-Optik etc.) ganz bewusst vermeidet und statt dessen mit neuer, eigenständiger Ästhetik versucht, die Schrecken der November-Nacht 1938 spürbar werden zu lassen.

Nüchtern betrachtet zählt das 100-Sekunden-Video die Orte der Angriffe auf und benennt die Straßennamen und Hausnummern, an denen der Nazi-Mob wütete.

Eindringlich wird es dadurch, dass nahezu alle der Adressen auch heute noch existieren. Kampstraße, Simeonstraße, Ritterstraße, Bäckerstraße: vertraute Namen für jeden, der die Mindener Innenstadt kennt. Und allesamt Orte, die in Fußweite der Obermarktstraße liegen – quasi gleich um die Ecke.

Trotz dieser nüchtern wirkenden Aufzählung entwickelt das Video eine erschreckend beklemmende Atmosphäre. Zum einen durch das spektakuläre Motion Graphic Design, das schon im farblichen Erscheinungsbild die Anmutung von Brand und Bedrohung vermittelt. Zum anderen durch die kongeniale Kombination mit Musik und Sound Effects.

All das wirkt so zeitgemäß im Look, so ganz und gar nicht altbacken oder gestrig, sondern jetzig und „netflixig“, dass die vor mehr als achtzig Jahren geschehenen Ereignisse bedrückend nah und verblüffend aktuell wirken. Regie, Editing, Musik: Da waren offenbar Meister am Werk – bei allen beteiligten Gewerken.

Das ist ganz typisch für Teams, die Medienmacher Edgar Wilkening für seine Projekte ins Studio ruft: international arbeitende Hochkaräter, die ihr Handwerk verstehen und sich leidenschaftlich begeistern lassen für die Aufgabenstellungen des Regisseurs. Sicher einer der Gründe, warum seine Arbeiten immer wieder in internationalen Wettbewerben dabei sind und seit Jahrzehnten mit Awards prämiert werden.

Gerade weil der Ton für die bedrückende Stimmung des Films so elementar ist, ist es schade, dass das Video vom 9. zum 10. November im Schaufenster hinter Glas lief – ohne Ton. Für den Jahrestag 2022 werden wir da sicher eine andere technische Präsentations-Plattform schaffen, um das Video einem größeren Publikum zu zeigen.

Bis dahin zeigen wir den Film hier im Stream. Als einzige Web-Plattform hat Das Herz der Stadt das Recht erhalten, das Video öffentlich zu zeigen. Ich empfehle, den Ton laut zu drehen und die Darstellung im Vollbild-Modus einzuschalten. Wider das Vergessen!

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Stadtspaziergang mit Astrid Engel: Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte

Stadtspaziergang mit Astrid Engel:
Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte

Stadtspaziergang mit Astrid Engel:
Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte

Stadtspaziergang mit Astrid Engel:
Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Kennen Sie den Raum da oben im Bild? Wenn nicht: gar keine Schande. Die wenigsten Mindener wissen von diesem prächtigen Saal. Und noch weniger haben ihn je zu Gesicht bekommen.

Dabei gehört er uns allen! Allen Mindener Bürgern. Und ist erst vor wenigen Jahren aufwändig saniert worden. Wiederum mit öffentlichen Geldern. Nämlich mit Spenden der örtlichen Sparkasse.

Ein Raum mit pompöser Ausstattung, von fast schon barocker Opulenz – mitten in der Stadt. Und trotzdem irgendwie unsichtbar. Seine Heizungsanlage, seine Belüftung – als sie entstanden, waren sie technisch führend. Die Wandgemälde: Auftragsarbeiten, gestaltet von namhaften Künstlern ihrer Zeit.

Und trotzdem kennt kaum jemand diesen Raum? Geschweige denn, dass er konsequent für öffentliche Veranstaltungen genutzt oder angeboten würde. Ein Jammer! Und damit ganz typisch für Minden: überall Potenziale in der Stadt, die ungenutzt rumliegen. Fast könnte man meinen, es wäre politisches Kalkül dahinter …

Überall ungenutztes Potenzial: Man könnte meinen, es steckt politisches Kalkül dahinter

Auch ich werde hier nicht verraten, um was für einen Saal es sich handelt oder wo er sich befindet. Diese Details zu enthüllen gebührt Architektin Astrid Engel. Denn der Raum ist eine der Stationen ihres Stadt-Spaziergangs „Als in Minden die Korken knallten: Die größten Feste in tausend Jahren Stadtgeschichte“.

Es ist ein Stadtrundgang der ganz besonderen Art. Man kann ihn nicht kaufen. Nirgendwo. Nicht mal da, wo Stadtführungen verkauft werden. Er wird exklusiv nur von Astrid Engel angeboten. Und man kann ihn nur geschenkt bekommen.

Am vergangenen Sonntag bekam Das Herz der Stadt ihn geschenkt. Besser gesagt: gut zwei Handvoll Mindener, die an dem Rundgang teilnahmen, der im Herz der Stadt begann und endete.

Ein amüsanter Sonntagnachmittag mit verblüffenden Einblicken. Denn nicht nur der Saal dort oben ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Auch viele der spektakulären Feste und Feiern, die in der Weserstadt mal stattgefunden haben, spielen im öffentlichen Bewusstsein kaum eine Rolle mehr.

Angesichts der heutigen Trostlosigkeit, die von einer verkalkten politischen Kaste in Minden kultiviert wird, kaum zu glauben: Es gab Zeiten, in denen die Weserstadt so bedeutend und voller Anziehungskraft war, dass Menschen aus ganz Europa kamen, um hier bedeutende Ereignisse mit allem Pomp zu zelebrieren.

Angesichts der heutigen Tristesse, die von einer verkalkten politischen Kaste kultiviert wird, fast nicht zu glauben

Von wegen „kniepige Ostwestfalen“! Bei manchen Festen flossen Milch und Honig in Strömen – oder was zur jeweiligen Zeit gerade die angesagten Preziosen waren. Dazu Gesottenes und Gebratenes im Überfluss. Sogar edle Eiscreme wurde vor Jahrhunderten schon extra herangeschafft.

Welche Feste es waren im Laufe von tausend Jahren Stadtgeschichte, welche Anlässe es gab und wie manche Feier aus dem Ruder lief – auch über diese Details schweigt sich der Autor hier aus. Aber schon mal gehört von der „Weltausstellung“, die in Minden stattfand?

Tour-Guide Astrid Engel hat Wochen dazu recherchiert, Quellen studiert und Zusammenhänge ergründet. All das Spannende, das sie herausgefunden hat, erzählt sie ihrem Publikum während des exklusiven Rundgangs.

Gut zweieinhalb Stunden nach dem Start der Tour kehrten die Teilnehmer zurück ins Herz der Stadt. Und siehe da: Dann gab es auch dort tatsächlich noch etwas zu feiern. Eine hochkarätige Magnum mit feinsten Bubbles von der Loire wartete auf die Stadtwanderer, sie zu erquicken.

Und so knallten die Korken in tausend Jahren Stadtgeschichte an diesem Tag ein weiteres Mal in Minden. Genau dort, wo das Leben, das Feiern und der Austausch nach unserer Meinung hingehören: mitten im Herzen der Stadt. Vielen Dank an alle, die dabei waren. Es war uns ein Fest!

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

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Fluchtweg-Schild, bei dem das Männchen mit Stühlen im Weg kämpft
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Titelbild zum interaktiven Kaufkraft-Rechner
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Aus Liebe zum Leben Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Aus Liebe zum Leben
Kunst von Bärbel Langner

Autor Edgar Wilkening
AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

„Ich bin so glücklich, solch einen Raum nutzen zu können, um mich und meine Werke zu präsentieren“, sagt Bärbel Langner während der Vernissage zu „Aus Liebe zum Leben“. Es ist ihre erste große Einzelausstellung, denn frühere Ausstellungen fanden fast immer in Gemeinschaft mit anderen Künstlern statt.

Klingt ein bisschen nach „Traum wahr geworden“. Und darüber freuen auch wir uns als Macher von Das Herz der Stadt: dass unsere temporäre Pop-up-Fläche so viel Glück verbreitet.

Bärbel Langner arbeitet seit etwa zwei Jahrzehnten mit Acryl: gepinselt, gestrichen, gespachtelt. Und sie hat ein Faible für Großes: große Themen, große Formate. Die größten Werke der Ausstellung kommen auf Abmessungen von immerhin Eins-Zwanzig mal Eins-Zwanzig. Und tragen Titel wie „Gedankenspiele“ oder „Leben bedeutet Veränderung“.

Bärbel Langner hat ein Faible für Großes: große Themen, große Formate

Allen Bildern gemeinsam ist, dass sie einladen zum Geschichten erzählen. Genau so möchte die gebürtige Ulmerin ihre Arbeit verstanden wissen.

Deshalb hat sie allen Gemälden einen inspirierenden Begleittext zur Seite gestellt. Meist eigene Zeilen, bisweilen Zitate, zum Beispiel von Meister Eckhardt oder Marcus Aurelius. Es sind diese Texte, die die farbfreudigen Werke Langners noch mehr zum Klingen bringen.

Überhaupt: die inspirierenden Texte – sie sind auch am Rande der Ausstellung präsent, auf der vorinstallierten Rahmenwand von Das Herz der Stadt. Diese Fläche nutzt Bärbel Langner für „Gedankennotizen“, wie sie es nennt: Zitate, Denksprüche, Weisheiten – allesamt handgeschrieben auf festem, farbigem Karton.

Das Beste daran: Besucher sind eingeladen, Gedankennotizen ihrer Wahl kostenlos mitzunehmen. Und keine Angst bitte, eine Lücke zu reißen! Die Künstlerin wird die Rahmenwand immer wieder auffüllen mit neuen Inspirationen, neuen Texten. Großartige Idee, unsere Rahmenwand so zu nutzen.

Besucher sind eingeladen, die inspirierenden Texte kostenlos nach Hause mitzunehmen

Seit Anfang der Nuller-Jahre befasste sich Langner mit ihrer künstlerischen Ausbildung und hat dabei diverse Stationen absolviert. Heute ist sie selbst gefragte Ausbilderin und gibt ihr Wissen in VHS-Kursen und Workshops im eigenen Atelier weiter.

Das nächste Kurs-Angebot: ab Freitag 29.10.21, 17:00 Uhr bei der Volkshochschule Minden.

Die Ausstellung „Aus Liebe zum Leben“ im Herz der Stadt ist noch bis Dienstag, 9. November zu sehen. Öffnungszeiten: variabel. Feste Besuchstermine können vereinbart werden mit dem Ehemann der Künstlerin, Jens Langner, unter 0170.953 6463.

Vom Verkaufserlös der Werke während der Ausstellung gehen zehn Prozent als Spende an die Andreas-Gärtner-Stiftung – schöne Geste.

Mehr über Arbeit und Lebensweg der Künstlerin auf ihrer Webseite www.baerbel-langner.de.

Ehemann Jens Langner erläutert die Ausstellung

Tolles Team: Bärbel Langner und ihr Mannager – in diesem Fall ausdrücklich mit augenzwinkerndem Doppel-„n“ geschrieben – Jens Langner.

Besucherin fotografiert Kunst von Bärbel Langner

Definitiv instagramable: Bärbel Langners Werke sind auch in digitaler Abbildung lebensfrohe Hingucker. Oder wird das hier das neue Hintergrundbild im Homescreen?

Plastische Kunst inspiriert Publikum zu Gesprächen

Gerade auch die plastischen Acryl-Arbeiten von Bärbel Langner wirken beim Publikum als anregende Gesprächsaufhänger.

Rahmenwand mit Gedankenzetteln und Inspirationen

Die Rahmenwand im Herz der Stadt clever genutzt: Bärbel Langner hat „Gedankennotizen“ mit inspirierenden Texten erstellt und in den Rahmen platziert – ausdrücklich mit der Aufforderung „Bitte mitnehmen!“

Aufmerksame Leserinnen der Gedankenzettel von Bärbel Langner

Inspirieren lassen und mitnehmen, wenn man einen der Texte am Herzen tragen oder bei sich daheim aufhängen möchte.

Kartenkorb mit Motiven von Bärbel Langner

Wenn alle Räume schon mit Kunst gefüllt sind, ist immer noch Platz für ein oder zwei Grußkarten. Einige der schönsten Arbeiten von Bärbel Langner direkt zum Mitnehmen.

"Zu vermieten"-Plakat am Objekt Obermarktstraße 19, Minden

Deutlicher Hinweis: Ausstellungen, Kunst, Kultur im Herz der Stadt sind nur ein kurzes Glück – ein temporäres Vergnügen. Denn all das findet statt auf einer gewerblichen Leerstandsfläche. Sobald ein*e Gewerbetreibende*r die Fläche übernimmt, ist Das Herz der Stadt aus dieser Fläche verschwunden. Don’t miss it!

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

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Okt. 29 2026

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

" > „Wir nehmen das sehr ernst“

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

Wieder ein verstellter Fluchtweg. Wieder im Rathaus. Wieder bei einer Sitzung. Eine kleine Chronik der Ernsthaftigkeit, wie man sie im Mindener Rathaus versteht.

Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
Eine Erwiderung auf die datenbasierte Replik zur Frage, wie die Volkshochschule der Zukunft aussieht" >
Sep. 07 2026

Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
Eine Erwiderung auf die datenbasierte Replik zur Frage, wie die Volkshochschule der Zukunft aussieht" > Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
Eine Erwiderung auf die datenbasierte Replik zur Frage, wie die Volkshochschule der Zukunft aussieht

Dietmar Lehmann, früherer Leiter der Volkshochschule Minden-Bad Oeynhausen hatte einen Fachbeitrag zur Zukunft der Volkshochschule verfasst – und auf Das Herz der Stadt...
Eine datenbasierte Replik zur Frage, wie die Zukunft der Volkshochschule aussieht" >
Sep. 01 2026

Eine datenbasierte Replik zur Frage, wie die Zukunft der Volkshochschule aussieht" > Pflichtaufgabe, nicht Wohltat!
Eine datenbasierte Replik zur Frage, wie die Zukunft der Volkshochschule aussieht

Ein Fachbeitrag über die Zukunft der Volkshochschule Minden/Bad Oeynhausen kommt ohne eine einzige Zahl aus dem Zweckverband aus. Und die Antwort auf die Frage, die der...
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Freispruch aus Mangel an Beweisen

Ein Kommentar in einem Lokalblatt schiebt dem Denkmalschutz die Verantwortung zu für den Stillstand am alten Gefängnis in Minden. Die Anklage kommt ohne einen einzigen...
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Aug. 06 2026

Ein Nachtrag aus der Wirklichkeit, zwei Wochen später" > Wie man an einem Strang zieht: Mit den Händen in der Hosentasche
Ein Nachtrag aus der Wirklichkeit, zwei Wochen später

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Aug. 05 2026

Interaktiver Kaufkraft-Rechner" > Wie viel Geld fehlt Ihrem Haushalt, wenn Sie in Minden wohnen?
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Juli 28 2026

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Interaktive Grafik zur Serie „Rang 315 in NRW – Vermessung einer Stadt“

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Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus" >
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Juli 24 2026

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Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus" > Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus

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Good News fürs Rampenloch! Stadt: Verkauf „sofern (…) attraktiver Kaufpreis geboten wird“

Good News fürs Rampenloch!
Stadt: Verkauf „sofern (…) attraktiver Kaufpreis geboten wird“

Good News fürs Rampenloch!
Stadt: Verkauf „sofern (…) attraktiver Kaufpreis geboten wird“

Autor Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem neuen Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


Sie erreichen den Autor per Mail an:
ew@dasherzderstadt.de

Das ist ein Paukenschlag! Und womöglich der erste kluge Satz zum Thema, den ich aus der Administration Jäcke höre, seit ich mich mit der Neu-Entwicklung des Rampenloch-Areals befasse. Und das geht immerhin bis ins Jahr 2018 zurück.

Was haben wir nicht alles an politischer Misswirtschaft, Desinformation und Inkompetenz erlebt, seit die Stadt Minden das brache Rotlichtgelände 2018 übernommen hat, um dort Neues entstehen zu lassen.

Mal wurde das einzigartige Narrativ des Ortes ohne Not – und vermutlich auch ohne Sachverstand – über Bord geworfen. Verantwortlich dafür zeichnet der Baubeigeordnete der Stadt Minden, Lars Bursian, der sicherheitshalber teure Dienstleister beauftragte, WoltersPartner aus Coesfeld, damit auch die das wertvolle Narrativ an keiner einzigen Stelle ihrer umfangreichen Papiere erwähnten.

Stattdessen skizzierten sie frei nach dem Motto „Ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus“ eine Pippi-Langstrumpf-Idylle mit kleinen Häuschen und großen Gärten, die schon damals nicht das Papier wert war, mit dem man sich abwischt. Sei’s drum: Auftraggeber Bursian war augenscheinlich zufrieden.

Kurz darauf liess er über die Lokalpresse verlauten, dass „völlig offen“ sei, was am Rampenloch entstehen solle. Das war schon damals so unwahr wie es sich später bestätigte. Längst hatte sich im Kopf des Mannes das Ziel einer unauffällig-devoten Wohnbebauung festgesetzt – ohne das tatsächliche Potenzial des Areals auch nur ansatzweise anzudenken.

Vorläufiger Höhepunkt des politischen Kasperle-Theaters war dann, als eine treue SPD-Genossin, die als Stadtverordnete im Rat sitzt, von ihren Parteigenossen und Kollegen das Areal für ihren Investor Bautec zugesprochen bekam.

In diese typisch Mindener Gemengelage aus Mauschelei und mangelndem Sachverstand platzt jetzt die Aussage von Joachim Schmidt hinein, Geschäftsführers der MEW, der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt Minden.

Und was der Mann sagt, dürfte – wenn es denn der Wahrheit entspricht – zum Game-Changer werden am Rampenloch. Hören wir mal rein.

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"Die Politik der Geschäftsführung sei stets gewesen, Immobilien dem Markt zur Verfügung zu stellen, 'sofern (...) ein attraktiver Kaufpreis geboten wird.'"

Quelle: Mindener Tageblatt vom 21. Oktober 2021, Seite 2. Die Online-Version des Textes ist hier hinter Pay-Wall abrufbar.

Ein „attraktiver Kaufpreis“? Tja, Bautec – das dürfte es dann wohl gewesen sein mit deinen Plänen fürs Rampenloch.

Denn für Grundstücke, die die Stadt für exakt 642.500 Euro plus Nebenkosten, in Summe also für etwa 700.000 Euro erworben hat, gerade mal schlappe 200.000 Euro zu bieten, also etwa 500.000 Euro weniger als den Betrag, den die Stadt mal gezahlt hat – da kann man weiß Gott nicht von einem „attraktiven Kaufpreis“ sprechen.

Nun gut – Schmidt hat seine Aussage nicht im Zusammenhang mit dem Rampenloch gemacht. Sondern in Bezug auf Verkaufsspekulationen zum ebenfalls im Besitz der Stadt befindlichen Objekt Simeonscarré 2.

Aber er spricht deutlich von „Politik“, also von grundlegenden Prinzipien, die offenbar generell für Liegenschaften der Stadt gelten – keineswegs nur für das Objekt Simeonscarré 2. Und die Rede ist von „stets“. Also erneut: nicht nur für den Moment gültig, sondern dauerhaftes Handlungsprinzip bei städtischen Immobilien.

Der das sagt, ist nicht irgendwer – sondern hochrangiger Manager im Mindener Stadtapparat. Mit 140.000 Euro Jahresgehalt (Jahr 2020) einer der best bezahlten Angestellten – finanziell deutlich vor Bürgermeister Michael Jäcke, der in Besoldungsgruppe B7 nur knapp 130.000 Euro bezieht.

Wenn ein Hochkaräter wie Schmidt etwas sagt, dann ist das nicht einfach dahergeplappert. Der Mann weiß, worüber er spricht.

Ein halbwegs „attraktiver Kaufpreis“ für Immobilien, für die die Stadt 642.500 Euro gezahlt hat: Das würde ab, sagen wir mal: 650.000 Euro losgehen (wenn man die Nebenkosten mal außen vor lässt).

Mehr noch: Immobilienprofis wissen zu berichten, dass mit dem Verkauf von Liegenschaften sogar Gewinne möglich sein sollen. Ist MEW-Geschäftsführer Schmidt der Einzige in Mindens Administration, der sich mit sowas auskennt?

Auch wenn Englischlehrern & Co. im Rat, die vor allem Gevatternwirtschaft betreiben möchten, grundlegende Handlungsprinzipien wie „stets“ und „Politik“ vollkommen fremd sein mögen: Schmidts Worte machen deutlich, dass sich endlich die Chance auftut, sach- und vernunftbezogen eine angemessene Entwicklung für das wertvolle Rampenloch anzugehen.

Denn das Areal kann viel, viel mehr leisten für die Stadt Minden, für die gesamte Stadt Minden, als nur ein paar Wohnungen, einen netten Auftrag für eine treue SPD-Genossin und üppige Rendite für einen Investor.

Womöglich braucht’s dafür als allererstes einen neuen Baubeigeordneten. Glückliche Fügung vielleicht, dass der Vertrag des Beigeordneten Bursian 2023 endet. Das ist die Chance für einen echten Neuanfang! Für ihn in einer anderen Stadt. Für das Rampenloch mit einem/einer neuen sachverständigen Stadtentwickler*in. Schön wär’s.

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

" >
Fluchtweg-Schild, bei dem das Männchen mit Stühlen im Weg kämpft
Okt. 29 2026

Fluchtweg im Rathaus erneut verstellt

" > „Wir nehmen das sehr ernst“

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Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
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Sep. 07 2026

Zwischen Pflichtaufgabe und Zukunftsauftrag –
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