Was lauert denn da? Oder: Like a Bett in a Kornfeld

Was lauert denn da? Oder: Like a Bett in a Kornfeld

Was lauert denn da? Oder: Like a Bett in a Kornfeld

Jürgen Schnake Autor von Das Herz der Stadt

AUTOR
Jürgen Schnake.
Interessierter Bürger.

Eine Architektin lässt sich für die SPD in den Stadtrat wählen. Die selbe Frau gewinnt kurze Zeit später das Projekt „Rampenloch“, in einem Verfahren, das manche schon für ein Spiel mit sehr gezinkten Karten halten. Daher sprechen einige auch von einem „Geschmäckle“. Am Ende springt die örtliche Presse auf den schlussendlich doch noch rollenden Empörungs-Zug auf.

Aber ist der überhaupt gerechtfertigt? Henry Kissinger brachte es einst auf den Punkt: Staaten hätten keine Freunde, Staaten hätten Interessen. Keinen Satz kann man so direkt bis auf die kommunale Ebene herunterbrechen wie diesen. Und zwar runter bis auf das kleinste Element: Die einzelne, politisch handelnde Person.

Und die liegt nur zu gern im gemachten Bett und lässt sich von der eigenen Herde von allem abschirmen und beschützen, was an Gefahren da so lauert.

Wer wirklich glaubt, Kommunalpolitiker würden ihr Amt aus der reinen, edlen und ausschließlichen Verpflichtung zum Guten ihrer Kommune ausüben, hat sich offensichtlich noch nie auch nur annähernd mit Kommunalpolitik beschäftigt.

Wer auch nur eine einzige Sitzung des Mindener Stadtrates besucht hat, begreift dagegen ganz schnell, dass dort Menschen zweierlei Sorten sitzen: Die einen hören sich selbst gern und lang reden (vordergründig geht es dabei um „mi, mi, mi!“, im Kern jedoch um „me! me! me!“), die anderen sind stumm wie eine Ähre, schaukeln genau so im Wind und liegen ansonsten im erwähnten gemachten Bett.

Wirklichen Aktionismus entwickelt dieser Typus Lokalpolitiker nur dann, wenn es um die Vertreibung aus dem gemütlichen Zustand geht: Die alle Jahre wieder losbrechende Diskussion um eine Verkleinerung des Rates endete bis heute immer (!) damit, dass alles beim Alten bleibt – und alle sich noch mal gemütlich umdrehen und auch die nächste Legislaturperiode unter der kuscheligen Bettdecke verbringen konnten.

Der Preis für diese Gemütlichkeit ist klar: Schnauze halten und im Sinne der Partei abstimmen. Klingt hart? Ein Beleg für das Gegenteil lauert in keiner noch so willkürlich ausgesuchten Ratssitzung. Es darf gern gesucht werden.

Bekanntlich ist eine Theorie nur so gut wie ihre Prognosen. Also schauen wir doch mal auf die anstehende Bettenverteilung … äh … kommende Wahl:

Der bisher als ‚Klima-Aktivist‘ aufgefallene Paul Schilling möchte demnächst das Bett von SPD-MdB Achim Post übernehmen. Dazu braucht er Mehrheiten. Viele Stimmen sind momentan beim Thema ICE-Neubaustrecke populistisch zu erheischen.

Für Schilling der Lackmus-Test: Zweifelsfrei ist die Bahn das mit Abstand umweltfreundlichste Massentransportmittel. Die Verkehrswende wird mit dem Deutschlandtakt massiv voran gebracht. Als „Fridays for Future“-Mann kann Schilling also gar nicht anders, als sich pro ICE-Neubaustrecke auszusprechen.

Wird er es auch tun? Nein. Denn dann wäre die Wahl verloren. Und der kuschelige Platz im Kornfeld auch. Potentielle Karrierepläne ebenso. Also wird Schilling wortreich seine grüne Seele verkaufen. Das ist die Prognose. Und nun können wir an dem jungen Mann in den nächsten Monaten beobachten, wie das Spiel läuft.

Das mag frustrierend sein, aber es ist auch erhellend. Und man versteht, wie Kommunalpolitik funktioniert, was bzw. wer dort wo lauert und weshalb auch am Rampenloch in Minden schon lange vor der ersten Bauphase viele sehr weiche Betten stehen.

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Wieso, weshalb, warum? Oder auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm

Wieso, weshalb, warum? Oder auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm

Wieso, weshalb, warum? Oder auch: Wer nicht fragt, bleibt dumm

Jürgen Schnake Autor von Das Herz der Stadt

AUTOR
Jürgen Schnake.
Interessierter Bürger.

Die „Sesamstraße“ vermittelt’s schon den Jüngsten: „Wer nicht fragt, bleibt dumm.“ Doch offenbar geht dieses Wissen im Laufe des Erwachsenwerdens irgendwie verloren …

Hätte Mindens Bürgermeister Michael Jäcke seinen Bundestags-Spezl Achim Post mal gefragt nach den vier Millionen Euro Fördergelder für die Multifunktionshalle: Er hätte am Ende vielleicht nicht so dumm dagestanden, als sich das Geld als Luftnummer erwies.

Hätte Jäcke Post nach dem Stand der 600.000 Euro Fördergelder für die „Alte Regierung“ gefragt: Er hätte am Ende nicht noch dümmer dagestanden, als auch dieses Geld plötzlich noch lange nicht sicher war.

Und würde Jäcke Post heute nach den 4,4 Millionen Euro Fördergeldern für das Stadttheater fragen: Er müsste gar nicht am dümmsten dastehen. Denn auch dieses Geld ist noch lange nicht wirklich bewilligt.

Die SCHNELLE JUBEL-MELDUNG via PR-Maschine scheint wichtiger als fundiertes Nachfragen.

Das hatte die Sesamstraße uns eigentlich anders beigebracht.

Aber wenn schon der Bürgermeister, diese Bibo-große Gestalt der Mindener Lokalpolitik, nicht die richtigen Fragen stellt – wie wäre es dann mit jenen, die das für ihre Profession halten und sich dafür bezahlen lassen?

„Unsere schärfste Waffe sind Fragen“, postulierte die Leiterin Lokalredaktion des Mindener Tageblatt, Monika Jäger, am 8. Dezember 2020 unter dem Titel „Ohne Filter“.

Na, dann! Mit dieser „schärfsten Waffe“ im Anschlag könnte man zum Beispiel bei dieser Pressemeldung mal fragen.

Quelle: Bericht vom 26. Oktober 2020 auf der Webseite des MdB Achim Post (SPD). www.achim-post.de

In der aufgeheizten Debatte um das angebliche „Abgehängtwerden“ Mindens vom Schienen-Fernverkehr hätte diese Meldung einschlagen müssen wie das Tüpfelchen unterm Fragezeichen.

Doch den von Achim Post und Stefan Schwarze lauthals versprochenen „zweistündlichen ICE-Halt“ in Minden gibt es bis heute nicht. Wieso, weshalb, warum und wer hat da eigentlich zuviel versprochen, statt seinen Job zu machen? Hätte die „schärfste Waffe“ ja in Erfahrung bringen können.

Vielleicht waren aber auch die selben Kräfte am Werk, denen ähnlich Fragwürdiges bei der sogenannten „Covid Presse“-Puppe passierte. Das bekannteste Bild war wohl das hier, mitten in der Nacht fotografiert.

Quelle: Screenshot der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ am 22. November 2020.

Fraglos ein eindringliches Bild. Allerdings gäbe es auch dazu ein: wieso, weshalb, warum? Speziell, wenn man dieses Bild vergleicht mit dem Stunden später vom NDR bei hellem Tageslicht gemachten.

Wieso, weshalb, warum war dem Fotograf des nächtlichen Motivs die Tragweite der Puppe sofort so klar, dass er das Foto umgehend zu „Minden gegen Rechts“ beförderte, von wo es seine anklägerischen Kreise zog – während die Polizei nicht informiert wurde und die Puppe auch noch Stunden hängen blieb?

Stimmt, ein bisschen wurde ja sogar mal rumgefragt …

Quelle: Screenshot eines Facebook-Chats am 31. Oktober 2020 zwischen einem Pressevertreter und einem SPD-Mitglied.

Gute Fragen. Aber die telefonisch gefundenen Antworten hinter verschlossenen Türen wurden niemals veröffentlicht. Ist da irgendjemand dumm geblieben? Oder wollte man die Öffentlichkeit gerne für dumm verkaufen?

Wieso, weshalb, warum: Das wissen wohl – wie so oft in Minden – nur wenige Eingeweihte. Es wird sicher Gründe dafür geben.

All die „schärfsten Waffen“ haben offenbar wenig genützt. Das hätte man sicher deutlich besser machen können. Zum Beispiel, indem man das Fragen gar nicht erst selbst ernannten Profis überlässt. Warum auch?

Wohin genau das führt, hat ganz Minden quälende Monate lang am Fall der Kampa-Halle spüren müssen: Die Professionellen haben kein erhellendes Wieso, Weshalb, Warum zustande bekommen.

Und auf demjenigen, DER ALS ERSTER konstruktive W-Fragen stellte zur Kampa-Halle, wurde von genau diesen Leuten lieber erst mal eingedroschen.

So lange, bis selbst damit nicht mehr von der eigenen Inkompetenz abzulenken war.

Es ist also nicht nur das Recht eines jeden Bürgers, Fragen zu stellen – in Minden ist es mittlerweile schon fast demokratische Pflicht.

Denn die, die stellvertretend für uns Bürger ihre „schärfsten Waffen“ in Anschlag bringen sollten, um Informationen zu sammeln und zu ordnen, haben reihenweise versagt.

Wieso das so ist, weshalb und warum – diese Frage darf gerne jeder für sich beantworten.

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Die Fünfhunderttausend-Euro-Ungenauigkeit des Baubeigeordneten Bursian

Die Fünfhunderttausend-Euro-Ungenauigkeit des Baubeigeordneten Bursian

Die Fünfhunderttausend-Euro-Ungenauigkeit des Baubeigeordneten Bursian

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening. Kann sich an fünf Fingern ausrechnen, was hinter der 500.000-Euro-Ungenauigkeit des Baubeigeordneten steckt.

Jeder Privatmensch weiß: Wenn man eine Immobilie kauft, sagen wir mal: für 700.000 Euro, dann hat das „finanzielle Auswirkungen“.

Nämlich die, dass man anschließend 700.000 Euro weniger auf dem Konto hat – oder bei jemand anderem mit diesem Betrag in der Kreide steht.

Jeder Privatmensch weiß auch: Wenn man diese Immobilie später verkauft, sagen wir: für 200.000 Euro, dann hat auch das „finanzielle Auswirkungen“.

Zum einen die, dass man 200.000 Euro Einnahmen verbuchen kann, zum anderen aber auch, dass man man auf einer Differenz von 500.000 Euro sitzenbleibt.

So weit, so wenig überraschend. Das ist keine höhere Mathematik, das ist das kleine Einmaleins.

Überraschend ist, dass Regeln, die JEDER PRIVATMENSCH KENNT, für den Fachbereich Stadtentwicklung der Stadt Minden unter dem Baubeigeordneten Lars Bursian nicht zu gelten scheinen.

Die Sitzungsdrucksache Nr. 265/2020 mit Datum vom 14.12.2020, die der Fachbereich 5.2 erstellt hat für die Sitzung des „Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr“ am 20. Januar 2021, wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Rechenkünste des Fachbereichs.

Zu den „finanziellen Auswirkungen“ des Verkaufs der Grundstücke am Rampenloch heißt es in der abschließenden Bewertung: „Die Personal und Sachkosten bewegen sich im üblichen Budget des Fachbereiches.“ (Zeichenfehler im Text stammen aus dem zitierten Originaldokument.)

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Ausschnitt aus Sitzungsdrucksache 265/2020 der Stadt Minden

 

Das war’s auch schon: Sachkosten, Personalkosten, übliches Budget – fertig mit den „finanziellen Auswirkungen“.

Kein einziges Wort über Einnahmen aus dem Immobilienverkauf, der dem Ausschuss ein paar Seiten vorher noch für „200.000 Euro“ zum Beschluss empfohlen wird.

Und erst recht kein Wort darüber, dass sich weitere „finanzielle Auswirkungen“ aus dem Umstand ergeben, dass die zu veräußernde Immobilie mit einem Wert von 688.494,83 Euro in den Büchern der Stadt geführt wird.

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Ausschnitt aus dem „Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses 2019“ der Stadt Minden

Screenshot aus Rechnungsprüfungsbericht Stadt Minden 2019

Ausschnitt aus der „Anlage 6 zum Jahresabschlussbericht 2019“ der Stadt Minden

Screenshot aus Anlag 6 zum Rechnungsprüfungsbericht 2019

Aus diesen Zahlen ergeben sich nämlich sehr wohl „finanzielle Auswirkungen“: ein Minus nämlich von 488.494,83 Euro für die Stadt Minden und ihre Bürger.

Knapp eine HALBE MILLION EURO Verlust – und dem Baubeigeordneten ist das kein einziges Wort wert? 

Das ist umso erstaunlicher, als der Baubeigeordnete Bursian in anderen Fällen nicht müde wird, selbst die kleinsten „finanziellen Auswirkungen“ pflichtbewusst auflisten zu lassen.

Ein Beispiel: gleiche Sitzung am 20. Januar 2021, aber anderer Tagesordungspunkt. Um was es im Detail geht: gar nicht wichtig. Wichtig ist der Blick in die Sitzungsdrucksache 264/2020.

Dort heißt es in der Bewertung bei „finanziellen Auswirkungen“: „Bis auf die Kosten für die Veröffentlichung der Beschlüsse im MT entsteht kein außerordentlicher Aufwand.“

“Invisible
Ausschnitt aus Sitzungsdrucksache 264/2020 der Stadt Minden

Was mag so eine amtliche Bekanntmachung im MT kosten? Einige hundert Euro? Etwas weniger? Etwas mehr?

Jedenfalls war es dem Baubeigeordneten Bursian in dieser Sache sehr wichtig, auf die paar hundert Euro, die als Kosten entstehen, ausdrücklich und ganz deutlich hinzuweisen.

Aber eine knappe halbe Million ist ihm kein einziges Wort wert? Ernsthaft jetzt?

Was mag dahinterstecken: hinter dieser 500.000-Euro-Ungenauigkeit? Ist es eine angeborene Rechenschwäche? Ahnungslosigkeit? Schlichte Schlampigkeit? Oder: glatter Vorsatz, also ganz bewusstes Unterschlagen?

Wen will man HINTERS LICHT FÜHREN? Die Ausschussmitglieder? Die Öffentlichkeit? Die Bürger der Stadt?

Weil man weiß, welch ungeheuren finanziellen Schaden man ihnen zufügt? Und es jetzt zu vertuschen versucht?

Die Mitglieder des Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, allen voran ihr Ausschussvorsitzender Ulrich Luckner, tun jedenfalls gut daran, den Urhebern dieser Sitzungsdrucksache mit allergrößtem Misstrauen zu begegnen. Und sie in der Sitzung am 20. Januar 2021 zur Rede zu stellen.

Das Herz der Stadt wird es genau beobachten. Wir sehen uns!

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Als der Bürgermeister verstummte – oder: Wie Michael Jäcke zu seinem Spitznamen „Das U-Boot“ kam

Als der Bürgermeister verstummte – oder: Wie Michael Jäcke zu seinem Spitznamen „Das U-Boot“ kam

Als der Bürgermeister verstummte – oder: Wie Michael Jäcke zu seinem Spitznamen „Das U-Boot“ kam

Jürgen Schnake Autor von Das Herz der Stadt

AUTOR
Jürgen Schnake.
Interessierter Bürger.

Dem Mindener Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) wird vieles nachgesagt.  Bürgernähe gehört ebenfalls dazu. Doch ausgerechnet diese Bürgernähe hat in der schlimmsten Pandemie der neueren Zeit einen bemerkenswerten Tiefpunkt erreicht.

Auf dem YouTube-Kanal der Stadt Minden befinden sich derzeit 105 Videos. In fast jedem dritten, nämlich 31 (29,5 %), ist Bürgermeister Jäcke der ‚Hauptdarsteller‘.

Klingt gut. Allerdings nur bis man feststellt, dass zwanzig dieser Videos im ersten Halbjahr 2020 online gingen, die übrigen elf dann im zweiten Halbjahr – und zwar in immer größer werdenden Abständen.

Und seit dem letzten Filmchen am 01. Dezember 2020 (ironischerweise mit einer Art grimmigem Smiley als Reflexion im Bildhintergrund) gab es kein weiteres Lebenszeichen mehr von Herrn Jäcke auf diesem Wege. Still ruht die See.

Dieses völlige Abtauchen auf einem wichtigen Kommunikationskanal ist extrem verblüffend, diktierte Jäcke der örtlichen Presse doch zu seiner neuerlichen Kandidatur als Bürgermeister Folgendes in den Block:

„In seiner Bewerbungsrede präsentierte sich Jäcke wie schon im Wahlkampf 2014 als bürgernaher Verwaltungschef. Die Politik müsse mit den Menschen wieder stärker ins Gespräch kommen und die gefühlt große Distanz abbauen: ‚Wir müssen auch wieder dahin gehen, wo man uns die Tür vor der Nase zuschlägt‘.“

Diese Tür wieder zu öffnen scheint Herrn Jäcke nur noch dann wichtig, wenn es um den eigenen Hals geht. In seinem ersten und einzigen (und  durchaus skurrilen) Facebook-Statement vom 17. Oktober 2020 bettelt er regelrecht um Kommunikation:

„… der heutige Kommentar im Mindener Tageblatt und die Aktivitäten eines einzelnen Stadtverordneten lassen mich heute einmal zu dieser Art der Kommunikation greifen.

Statt in der Berichterstattung einseitig auf Informationen eines Stadtverordneten zurückzugreifen, hätte ich mir gewünscht, dass man nicht nur über mich, sondern auch mit mir spricht. Das ist nicht geschehen!“

Weiter behauptet er kurz darauf:

„Als Bürgermeister bin ich gerne bereit, mit jedem ehrlich Interessierten und der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.“

Das klingt mittlerweile wie der Hohn eines Mannes, der sich seiner Pension nach zwei Amtszeiten bereits sicher zu sein scheint.

Während Politiker in Berlin die Menschen auf die „schwersten und dunkelsten Monate dieser Pandemie“ vorbereiten und öffentlich Stellung dazu beziehen, bleibt Mindens Bürgermeister abgetaucht für seine Bürger.

Dann allerdings muss man sich nicht wundern, wenn man den Spitznamen „U-Boot“ bekommt: Aufgetaucht wird nur noch, wenn es absolut nötig ist und nach Luft geschnappt werden muss.

Dem Mindener Bürgermeister Michael Jäcke wird vieles nachgesagt. Bürgernähe gehört bald nicht mehr dazu.

Redaktioneller Nachtrag am 17. Januar 2021

Drei Tage nach Erscheinen dieses Beitrags, am 15. Januar 2021, veröffentlichte die Stadt Minden ein neues Video mit Bürgermeister Michael Jäcke auf dem YouTube-Kanal der Stadt.

Ob dieser Artikel hier der Auslöser war? Im Opening des Videos sagt Bürgermeister Michael Jäcke immerhin: „Wir alle sitzen im selben Boot“ (Minute 0:30). Ob er damit ein U-Boot meinte, ist nicht überliefert.

U-Boot unterwegs
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Illustration einer Café-Eröffnung
Aug. 06 2026

Ein Nachtrag aus der Wirklichkeit, zwei Wochen später" > Wie man an einem Strang zieht: Mit den Händen in der Hosentasche
Ein Nachtrag aus der Wirklichkeit, zwei Wochen später

Ein Café, das andere bezahlt haben. Ein Bürgermeister, der gratuliert. Und dazwischen ein Wörtchen, das aus fremder Leistung Gemeinschaftswerk macht. Über die Kunst, an...
Interaktiver Kaufkraft-Rechner" >
Titelbild zum interaktiven Kaufkraft-Rechner
Aug. 05 2026

Interaktiver Kaufkraft-Rechner" > Wie viel Geld fehlt Ihrem Haushalt, wenn Sie in Minden wohnen?
Interaktiver Kaufkraft-Rechner

Da spricht der Bürgermeister ungern drüber in seinen Sonntagsreden: Mindens Bürger sind statistisch benachteiligt, weil sie in Minden leben – und zwar um viele tausend...
Allein unter Nachbarn
Minden verliert nicht gegen München. Minden verliert gegen Porta Westfalica" >
Smartphone mit Chatfenster: Mindens Nachbargemeinden chatten
Aug. 01 2026

Allein unter Nachbarn
Minden verliert nicht gegen München. Minden verliert gegen Porta Westfalica" > Allein unter Nachbarn
Minden verliert nicht gegen München. Minden verliert gegen Porta Westfalica

Minden verliert. Aber nicht gegen Hamburg oder München – das wäre keine Schande. Minden verliert gegen Porta, Hille und Petershagen. Wie das Umland die Familien erntet,...
Interaktive Grafik zur Serie „Rang 315 in NRW – Vermessung einer Stadt“" >
Titelbild zur interaktiven Grafik "Kaufkraft Hille vs. Minden"
Juli 28 2026

Interaktive Grafik zur Serie „Rang 315 in NRW – Vermessung einer Stadt“" > Die Kaufkraft-Abfahrt
Interaktive Grafik zur Serie „Rang 315 in NRW – Vermessung einer Stadt“

Symbolbild © Illustration: Das Herz der Stadt, 2026Sechsteilige Serie Sechs amtlich vermessene Befunde über eine Mittelstadt, die den Wettbewerb verschläft, in dem sie...
Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus" >
Paket mit dem Stempel "Made in Minden" und Anschrift in Hamburg
Juli 24 2026

Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus" > Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus

Auf dem Weihnachtsmarkt erzählen sie von München, Singapur, Hamburg – die Ehemaligen, drei Tage im Jahr zurück in Minden. Die Stadt nennt das Heimatliebe. Die Statistik...
Wo das Weserbergland aufhört
Warum Touristen durch die Stadt hindurchfahren, in der Schiffe über Schiffe fahren" >
Ortausgangsschild zeigt das Ende des Weserberglands an
Juli 22 2026

Wo das Weserbergland aufhört
Warum Touristen durch die Stadt hindurchfahren, in der Schiffe über Schiffe fahren" > Wo das Weserbergland aufhört
Warum Touristen durch die Stadt hindurchfahren, in der Schiffe über Schiffe fahren

Es steht in der Eigenwerbung der Tourismusbranche: Das Weserbergland wird „im Norden von Minden begrenzt“. Nicht etwa gekrönt – sondern begrenzt! Warum Gäste im...
RANG 315 IN NRW – Vermessung einer Stadt, die den Wettbewerb verschläft (Sechsteilige Serie)" >
Montage der sechs Titelbilder der Serie
Juli 22 2026

RANG 315 IN NRW – Vermessung einer Stadt, die den Wettbewerb verschläft (Sechsteilige Serie)" > RANG 315 IN NRW – Vermessung einer Stadt, die den Wettbewerb verschläft (Sechsteilige Serie)

Deutsche Mittelstädte konkurrieren – um Einwohner, Fachkräfte, Gäste, Investitionen, Aufmerksamkeit. Die meisten wissen es nicht, manche wollen es nicht wissen, eine...
Gebt den Bürgern die Akten!
Ein unerhörter Vorschlag – und die viel ernstere Frage dahinter" >
Der Bürgermeister überreicht dem Bürgerkomitee die Akten zur Einsicht
Juli 22 2026

Gebt den Bürgern die Akten!
Ein unerhörter Vorschlag – und die viel ernstere Frage dahinter" > Gebt den Bürgern die Akten!
Ein unerhörter Vorschlag – und die viel ernstere Frage dahinter

Dienstagmorgen, kurz nach neun. Es klopft. Vor der Rathaustür ein Dutzend ganz normaler Bürger: „Wir würden dann mal alles sehen wollen.“ Ein Hirngespinst?...
„Alle an einem Strang“
Über eine Metapher, die klingt wie ein Plan – und keiner ist" >
Metapher als Bild: Alle ziehen an einem Strang – aber was?
Juli 21 2026

„Alle an einem Strang“
Über eine Metapher, die klingt wie ein Plan – und keiner ist" > „Alle an einem Strang“
Über eine Metapher, die klingt wie ein Plan – und keiner ist

„Alle an einem Strang ziehen“ – so will das Innenstadtmanagement Minden retten. Nur: Was hängt eigentlich am anderen Ende des Seils? Und wer sind alle? Die...