Symbolbild © Illustration: Das Herz der Stadt, 2026
RANG 315 IN NRW – Vermessung einer Stadt, die den Wettbewerb verschläft (Sechsteilige Serie)
Autor Edgar Wilkening. Hat in seiner Hamburger Phase aktiv an Stadtentwicklungs-Konzepten in der Hansestadt an der Elbe mitgewirkt – und schüttelt nur den Kopf, wie das Potenzial der kleinen Hansestadt an der Weser vor die Wand gefahren wird.
Deutsche Mittelstädte konkurrieren – um Einwohner, Fachkräfte, Gäste, Investitionen, Aufmerksamkeit. Die meisten wissen es nicht, manche wollen es nicht wissen, und eine haben wir exemplarisch vermessen.
RANG 315 ist die zahlengetriebene Obduktion einer Stadt bei lebendigem Leibe: sechs Folgen, die amtliche Statistiken lesen, wie man Schaufenster lesen kann – von der Innenstadt über Fachkräfte, Tourismus und Abwanderung bis zur Nachbarschaft und zur tickenden Demografie.
Der Befund ist stets derselbe, nur der Tatort wechselt. Die Diagnose ist unbequem, aber die Therapie liegt vollständig in einer einzigen Hand: der des Rathauses. Jede Ähnlichkeit mit Ihrer Stadt ist beabsichtigt.
RANG 315 IN NRW Die Vermessung einer Stadt
Sechsteilige Serie
Sechs amtlich vermessene Befunde über eine Mittelstadt, die den Wettbewerb verschläft, in dem sie längst steht. Zahlen, Ursachen, Zusammenhänge. Adressat: das Rathaus. Musterbeispiel: Minden. Gemeint: viele.
Folge 1: Willkommen in der C-Lage
Warum Mindens Innenstadt verramscht und bunte Bälle nichts daran ändern werden
Folge 2: Das unsichtbare Vorstellungsgespräch
Warum Mindens Innenstadt Personalentscheidungen trifft, von denen sie nichts weiß
Folge 3: Wo das Weserbergland aufhört
Warum Touristen durch die Stadt hindurchfahren, in der Schiffe über Schiffe fahren
Folge 4: Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus
Folge 5: Allein unter Nachbarn
Minden verliert nicht gegen München. Minden verliert gegen Porta Westfalica
Folge 6: Zehn Kilometer bergab
Eine Radtour von der reichsten Gemeinde des Kreises in seine ärmste Stadt – und die Rechnung, die seit Jahren unbezahlt im Rathaus liegt