Symbolbild © Illustration: Das Herz der Stadt, 2026

RANG 315 IN NRW – Vermessung einer Stadt, die den Wettbewerb verschläft (Sechsteilige Serie)

Autor Edgar Wilkening

22. Juli, 2026

Autor Edgar Wilkening. Hat in seiner Hamburger Phase aktiv an Stadtentwicklungs-Konzepten in der Hansestadt an der Elbe mitgewirkt – und schüttelt nur den Kopf, wie das Potenzial der kleinen Hansestadt an der Weser vor die Wand gefahren wird.

Deutsche Mittelstädte konkurrieren – um Einwohner, Fachkräfte, Gäste, Investitionen, Aufmerksamkeit. Die meisten wissen es nicht, manche wollen es nicht wissen, und eine haben wir exemplarisch vermessen.

RANG 315 ist die zahlengetriebene Obduktion einer Stadt bei lebendigem Leibe: sechs Folgen, die amtliche Statistiken lesen, wie man Schaufenster lesen kann – von der Innenstadt über Fachkräfte, Tourismus und Abwanderung bis zur Nachbarschaft und zur tickenden Demografie.

Der Befund ist stets derselbe, nur der Tatort wechselt. Die Diagnose ist unbequem, aber die Therapie liegt vollständig in einer einzigen Hand: der des Rathauses. Jede Ähnlichkeit mit Ihrer Stadt ist beabsichtigt.

RANG 315 IN NRW
Die Vermessung einer Stadt

Sechsteilige Serie

Sechs amtlich vermessene Befunde über eine Mittelstadt, die den Wettbewerb verschläft, in dem sie längst steht. Zahlen, Ursachen, Zusammenhänge. Adressat: das Rathaus. Musterbeispiel: Minden. Gemeint: viele.

Folge 1: Willkommen in der C-Lage
Warum Mindens Innenstadt verramscht und bunte Bälle nichts daran ändern werden

Folge 2: Das unsichtbare Vorstellungsgespräch
Warum Mindens Innenstadt Personalentscheidungen trifft, von denen sie nichts weiß

Folge 3: Wo das Weserbergland aufhört
Warum Touristen durch die Stadt hindurchfahren, in der Schiffe über Schiffe fahren

Folge 4: Der Exportschlager
Mindens erfolgreichstes Produkt verlässt die Stadt mit neunzehn – und die Bilanz sieht trotzdem gut aus

Folge 5: Allein unter Nachbarn
Minden verliert nicht gegen München. Minden verliert gegen Porta Westfalica

Folge 6: Zehn Kilometer bergab
Eine Radtour von der reichsten Gemeinde des Kreises in seine ärmste Stadt – und die Rechnung, die seit Jahren unbezahlt im Rathaus liegt