„Minden – Meine Heimat“ Benjamin Kerstings fotokünstlerischer Blick aufs Mindener Land

„Minden – Meine Heimat“
Benjamin Kerstings fotokünstlerischer Blick aufs Mindener Land

„Minden – Meine Heimat“
Benjamin Kerstings fotokünstlerischer Blick aufs Mindener Land

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

„Minden – Meine Heimat“ ist der Name einer Facebook-Gruppe, die der Mindener Benjamin Kersting gegründet hat. Das war zu Beginn der Corona-Pandemie. Heute, gerade mal anderthalb Jahre später, ist die Gruppe mit mehr als 5.800 Mitgliedern eine der reichweitenstärksten Communities aus und über Minden. Respekt!

Besonders viel Aufmerksamkeit und Likes in der Gruppe erzielen regelmäßig Kerstings Fotografien aus Minden und dem Umland, die er dort veröffentlicht.

Deshalb entstand schon bald die Idee, seine fotokünstlerische Sicht auf die Heimat nicht nur digital in Social Media zu präsentieren, sondern auch ganz real in einer Ausstellung.

Am vergangenen Donnerstag war es soweit: Vernissage im Herz der Stadt – natürlich ebenfalls unter dem Titel „Minden – Meine Heimat“. Und viele Fans der Facebook-Community liessen sich die Gelegenheit, dem Künstler und seinen Werken persönlich zu begegnen, nicht entgehen.

Viele Fotos wirken wie zufällig im richtigen Moment geknipst, sind aber akribisch geplant

Mehr als zwei Dutzend Fotografien zeigt Benjamin Kersting in den Show-Räumen von Das Herz der Stadt. Bilder voll magischer Momente, die häufig wirken wie: Schwein gehabt und zufälligerweise im richtigen Augenblick geknipst.

Doch so leicht und zauberhaft die Fotos auch wirken mögen, sie sind zumeist das Ergebnis akribischer Vorbereitung. Jedes Motiv wird von Kersting klar komponiert. Jeder Ort mehrfach besucht, um Lichtstimmungen, Sonnenstand und Witterungsbedingungen zu prüfen. Erst dann folgt die finale Aufnahme – präzise geplant und weit entfernt von Schnappschuss-Momenten.

Nur manchmal, dann ist das Glück dem Fleißigen doppelt hold – und zu aller Vorbereitung fliegt obendrauf noch ein Paar Silberreiher durch die Komposition. Auf genau solche Glücksfälle weist Kersting in seinen Begleittexten immer wieder hin und erläutert die Umstände des Entstehens der Bilder.

Kein Wunder also, dass das Vernissagen-Publikum oft ergriffen vor den Fotos verweilte und den Stimmungen nachspürte.

Hidden Piece of Art

Versteckt in der Ausstellung ihres Vaters hat Kerstings Tochter Melina ein eigenes kleines Kunstwerk platziert: keine Fotografie, sondern eine Zeichnung. Es lohnt sich, Ausschau zu halten nach dem „hidden piece of art“. Denn der rote Punkt am Werk besagt: bereits verkauft …

Multi-Talent: Admin, Musiker – und jetzt auch Fotograf magischer Momente in seiner Heimat

In seiner Laudatio zur Eröffnung offenbarte der aus Petershagen stammende Heinrich Kleine, dass er Kersting schon seit Kindesbeinen kennt.  Aus einem Elternhaus stammend, in dem schon immer Kunst und Kultur in bunter Vielfalt gelebt wurden, hat Kersting die Neigung zum künstlerischen Ausdruck quasi in die Wiege gelegt bekommen. Großvater Benno „Pax“ Kersting dürfte vielen noch in Erinnerung sein.

Wer 2020 beim „Balkon der freien Künste“ dabei war, hat Benjamin Kersting bei diesem Festival als leidenschaftlichen Musiker erlebt. Gemeinsam mit Partner Hajo Woltersdorf am Saxophon präsentierte Kersting an der Gitarre leichtfüßigen Gute-Laune-Jazz.

Ein Multi-Talent, dieser Mann: Gruppen-Admin bei Facebook, beschwingter Gitarrist – und jetzt auch noch Fotograf magischer Momente in seiner Heimat. Was kommt als nächstes? Wir dürfen gespannt sein.

Die Ausstellung „Minden – Meine Heimat“ ist noch zu sehen bis Dienstag, 19. Oktober 2021 in der Obermarktstraße 19, Minden an der Weser. Der Eintritt ist frei. Es gilt 3G. Öffnungszeiten: variabel. Wenn offen, dann offen – wenn zu, dann zu.

Laudator Heinrich Kleine

Laudator Heinrich Kleine kennt Benjamin Kersting seit frühester Kindheit – und hat den Künstler mit dem Thema Fotografie in Berührung gebracht.

Bilder von Henning Christiansen mit Betrachterin

Bilder voller Schönheit aus dem Mindener Land, die einladen zum Verweilen und innerem Versinken in ihrer Magie.

Bilder von Til Mette in Ausstellung

Gut fünfzig Gäste fanden den Weg zur Vernissage in die Obermarktstraße. Das Herz der Stadt als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Unterhaltung – so geht urbane Transformation. Vielen Dank an alle Besucher! 

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Haufen Landeier lässt sich vorführen von gewieftem Investor – und heult los

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Analyse

So klingen sonst nur enttäuschte Liebhaber. Von „nicht korrektem Verhalten“ ist da die Rede, von „falschen Einladungen“ und „starkem Vertrauensverlust“. Das ganze weinerliche Geseier eben, wenn sich einer von zweien plötzlich nicht mehr liebgehabt fühlt.

Nur dass der Verschmähte, der hier so jämmerlich jault, kein Mensch aus Fleisch und Blut ist – sondern die Stadt Minden mit ihrem Management und führenden Ratsvertretern.

Der bitterlich Beweinte, dem all das Gejammer gilt, ist die AIM Center GmbH aus Passau. Die hatte vor Monaten große Teile des brachen Einkaufszentrums „Obermarktpassage“ in Mindens Innenstadt erworben. Und für die Stadt und ihre Repräsentanten mag sich das angefühlt haben wie honeymoon.

Für die Stadt und ihre Vertreter mag sich das angefühlt haben wie honeymoon.

Endlich ein Investor, der Millionen in die Hand nimmt, um das Potenzial der Mindener Innenstadt zu entfalten. Im Herbst des Handels-Lebens fühlte es sich für Politik und Verwaltung offenbar nochmal an wie die ganz, ganz große, neue Liebe.

Der Prinz auf dem Pferd, der des Weges geritten kommt und das wunderschöne Dornröschen wieder zum Leben erweckt. Was Landeier sich eben so ausmalen.

Was wurde nicht alles geschwärmt, gewürdigt, gelobt! Ich erinnere mich an Gespräche mit Stadt-Repräsentanten, die dabei waren, als AIM-Chef Robert Maier und Geschäftsführer Rupert Atzberger ihre Pläne für die Obermarktpassage vorstellten.

Was für ein feiner und jovial auftretender Mensch der Herr Maier sei, wurde da betont; wie vertrauensselig sein bayerischer Akzent während des Vortrags geklungen habe.

Dazu die rosaroten Bilder einer neu erwachenden Obermarktpassage, in die nach Jahren der Einsamkeit endlich wieder Leben einzieht. Bitte – welcher verzweifelt partnersuchende Stadtverantwortliche hätte sich da nicht Hals über Kopf verliebt?

Welcher verzweifelt partnersuchende Stadtverantwortliche hätte sich da nicht Hals über Kopf verliebt?

Halb zog er sie, halb sank sie hin … Und plötzlich die Ernüchterung? Der ersehnte Liebhaber entpuppt sich nicht als zartfühlender Retter, sondern als rücksichtsloser one night stand? Alles nur ein wilder Rausch? So naiv kennt man das wirklich nur von echten Landeiern.

„Nicht korrekt (…), wie hier mit der Stadt umgegangen wird“, jault SPD-Fraktionschef Peter Kock. „Einladung (…) formal falsch“, klagt die Stadt an. Und Kämmerer Norbert Kresse grämt sich über „starken Vertrauensverlust“. (Alle Zitate: Mindener Tageblatt, 29. August 2021.)

Das ganze Gejammer – es offenbart vor allem eines: die große Inkompetenz von Verwaltung und Verordneten im Umgang mit Playern wie der AIM.

Der Katzenjammer offenbart vor allem die Inkompetenz im Umgang mit Playern wie AIM.

Denn die gescholtenen Liebhaber Maier und Atzberger sind keineswegs die liederlichen Schufte, als die sie jetzt hingestellt werden. Sie machen genau das, was bei einer maroden Immobilie wie der Obermarktpassage zwingend erforderlich ist: Sie räumen auf.

Darin gar nicht unähnlich den Geiern, die aufräumen in der Prärie, indem sie das Aas aus der Landschaft schaffen. Das mag man moralisch verwerflich oder gar anstößig finden. Mag auch sein, dass manchem diese Tätigkeit generell nicht gefällt. Aber sie ist notwendig, logisch und elementar für funktionierende Kreisläufe.

Im Lebenszyklus von Immobilien befindet sich die Obermarktpassage schon lange an einem Punkt, wo mit dem Stück Aas aufgeräumt werden muss. Maiers AIM macht genau das. Und sie macht es bislang bemerkenswert gut.

1. Unboxing

Lange Jahre war der Großteil der Obermarktpassage nicht viel mehr als drittklassige Beipack-Ware im großen Immobilienpaket eines amerikanischen Investmentfonds.

In diesem Paket führte die Obermarktpassage stets ein Schattendasein: unauffällig, ungesehen, ungeliebt. Ein Objekt unter vielen. Ramschware, die man ungefragt mit dazu bekam.

Es ist das erste Verdienst von AIM, die Obermarktpassage aus dem Paket des amerikanischen Fonds herausgelöst zu haben. Hat man das aktiv betrieben? Ist es AIM passiv zugefallen? Wir wissen es nicht.

Aber die Tatsache, dass das Objekt nicht mehr untergeht in einem riesigen Paket, sondern endlich ganz isoliert für sich betrachtet werden kann, schafft die Grundvoraussetzung für eine spezifische, individuelle Entwicklung des Objekts.

Gut gemacht, AIM. Zumal Punkt „1. Unboxing“ Voraussetzung war für Punkt 2.

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2. Bereinigen

Es ist einer der Geburtsfehler der Obermarktpassage: dass sie sich im Besitz einer diffusen, inhomogenen Eigentümergemeinschaft befindet.

Da war zum einen natürlich der damalige Hauptinvestor. Aber auch: die Stadt Minden als Miteigentümer (als Besitzer der seit Jahren geschlossenen Stadthalle). Außerdem eine ganze Reihe kleinerer Eigentümer, zum Beispiel von Arztpraxen und Eigentumswohnungen – ein höchst diffuser Mix mit ebenso diffusen Einzelinteressen.

Dass derart inhomogene Eigentümerstrukturen erhebliche Risiken bergen und nicht eben kluge Entscheidungen befördern, ist jedem bekannt, der mal mit dem Immobiliengeschäft zu tun hatte. Der spätere Niedergang der Obermarktpassage, er war in diesem Geburtsfehler schon angelegt.

Und selbst, wenn es das Wort Public Private Partnership damals, in den 1980er-Jahren, noch nicht gab, ist die Obermarktpassage doch leuchtendes Mahnmal dafür, was aus derart kruden Zusammenschlüssen irgendwann werden kann: ein unüberschaubarer Kostenfaktor, bei dem am Ende die Öffentlichkeit den Kürzeren zieht – Stichwort „Multihalle“.

Es ist dem Investor AIM zu verdanken, dass dieser Geburtsfehler der Obermarktpassage jetzt korrigiert wird. Man versucht die Eigentümerschaft zu bereinigen, so viele Eigentumsanteile wie irgend möglich in eine Hand zu bringen und damit klare Eigentümerstrukturen zu schaffen. Ein längst überfälliger Schritt.

Geht der Investor dabei feinfühlend, zärtlich und liebevoll vor? Natürlich nicht. Im Gegenteil: Er geht zielgerichtet, ergebnisorientiert und planvoll vor. Wie man das von einem professionellen Investor erwarten darf, der sein Geschäft versteht.

Mittlerweile befinden sich offenbar mehr als achtzig Prozent der Eigentumsanteile im Besitz der AIM. Endlich klare Verhältnisse, endlich klare Rahmenbedingungen – statt ewigem Rumgeeier von Landeiern.

Gut gemacht, AIM. Zumal Punkt „2. Bereinigen“ Voraussetzung war für Punkt 3.

3. Baurecht

Die früheren Nutzungsmodelle der Obermarktpassage sind ebenso in die Jahre gekommen wie die Bausubstanz und die Gebäudetechnik. Es gibt erheblichen Sanierungsbedarf – nicht nur bei Kabeln, Rohren und Sicherheitsanlagen, sondern auch bei den Geschäftsmodellen.

Es ist der dritte entscheidende Punkt, den die AIM gerade erledigt: Baurecht herstellen für neue Nutzungen, sogenannte „Umnutzungen“.

Es geht darum, bauordnungsrechtliche Genehmigungen zu bekommen für neue, zeitgemäße Nutzungsmodelle, mit denen sich im 21. Jahrhundert in Innenstadtlage (hoffentlich) Geld verdienen lässt.

Dass man bei der Gelegenheit auch versucht, die Gesamtmenge an Nutzflächen auszuweiten, gleichzeitig aber die eigenen Investitionen erst mal so gering wie möglich hält: wenig überraschend, sondern vollkommen erwartbar bei einem cleveren Investor. Nur Landeier sind ernsthaft verblüfft von soviel Ausgebufftheit.

Alles richtig gemacht, AIM. Zumal Punkt „3. Baurecht herstellen“ die Voraussetzung ist für das, was der Investor womöglich wirklich vorhat …

Ob einem die drei Punkte gefallen oder nicht – wer den Tatsachen ins Auge blickt, statt sich in rosarote Landeier-Märchen zu flüchten, weiß: All das ist das Geschäftsmodell gewiefter Investoren. Nicht mehr und nicht weniger.

Mit genau den drei Punkten da oben (und einigen anderen) wird richtig Geld verdient. Es ist eine Arbeit, bei der joviales Auftreten ausdrücklich hilft. Denn es ist oft auch eine schmutzige Arbeit – und eine, für die man ein dickes Fell braucht. Aber wenn alles gut läuft, zahlt sie sich millionenfach aus.

Das Zauberwort heißt „Wertschöpfung“.

Was Maiers AIM in wenigen Monaten gelungen ist: eine nahezu unverkäufliche, geradezu toxische Immobilie umzuformen zu einem Objekt, das (sei es in Summe oder in Teilen) am Markt zu erheblichen Preisen verkäuflich werden dürfte.

Eine toxische, praktisch unverkäufliche Immobilie transformiert zu einem hochpreisig verkäuflichen Objekt.

Der Wert des Objekts, er dürfte sich schon jetzt, lange vor einer Eröffnung der Obermarktpassage, um viele Millionen erhöht haben – durch Unboxing, Bereinigen der Eigentümerschaft und Herstellen von Baurecht.

So wird Geld verdient. Nicht in irgendeinem rosaroten Märchenland, das sich eine provinzielle Politkaste ausmalt – sondern in der Realität des 21. Jahrhunderts.

Wird AIM die Obermarktpassage bis zur Eröffnung im Eigentum behalten – oder auch danach noch?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Es ist gar nicht wichtig. Längst hat das Objekt so viel Wertschöpfung erfahren, dass man jederzeit mit satten Gewinnen aussteigen und sich aus Minden verabschieden kann.

Die Weichen dafür sind längst gestellt – nicht zuletzt durch ehedem liebestolle, blauäugige Stadtvertreter die plötzlichen „Vertrauensverlust“ anprangern.

Die Weichen für einen Ausstieg mit Millionengewinnen und reiner Weste sind längst gestellt.

Nicht, dass einen gewieften Investor so was groß jucken würde. Aber die Vorwürfe sind die ideale Steilvorlage, um sich beizeiten aus Minden zu verabschieden – und die Schuld dafür öffentlich Verwaltung und Politik anzulasten.

Man käme nicht nur mit Millionengewinn aus der Nummer wieder raus, sondern auch mit reiner Weste.

All das hätte man in Politik und Verwaltung wissen können – nein: wissen müssen, ehe man sich mit ausgebufften Partnern an einen Tisch setzt. Offenbar hat’s in der Administration Jäcke (mal wieder) nicht gereicht dafür. Lieber lässt man sich vorführen – und heult los.

Sachverstand und Weitblick, sie scheinen auch weiterhin die „Seltenen Erden“ der Mindener Stadtentwicklung zu bleiben.

Autor Edgar Wilkening

Autor Edgar Wilkening. Experte für Predictive Strategizing (vorausschauende, empathische Strategieanalyse). Sein Credo: “Wenn man weiß, wie das Gegenüber tickt, kann man das Spiel steuern – und für sich nutzen.“

Sie erreichen den Autor per Mail an:
ew@dasherzderstadt.de

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„Oh, so große Kunst in Minden?“ Kulturpinseln im Herz der Stadt

„Oh, so große Kunst in Minden?“
Kulturpinseln im Herz der Stadt

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Kulturpinseln im Herz der Stadt

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Eigentlich hätte es ja „Kulturzeichnen“ heißen müssen. Oder „Kulturstricheln“.

Aber letztlich reimte sich „Pinseln“ doch besser auf „Inseln“ – weshalb wir unsere aktuelle Ausstellung am 25. und 26. September unter dem Motto „Kulturpinseln“ laufen liessen. Parallel zu den „Mindener Kulturinseln“, die bei schönstem Wetter zahlreiche Menschen in die Fußgängerzone lockten – auch zu uns mitten in Das Herz der Stadt.

Gut 150 Besucher haben wir über’s Wochenende auf unserer Pop-up-Event- und Aktionsfläche gezählt. Manche für Minuten, andere blieben Stunden. Und an beiden Wochenendtagen waren unsere Räume wundervoll erfüllt von Giggeln und Kichern, von Schmunzeln und Heiterkeit.

Der Ostwestfale geht zum Lachen in den Keller? Von wegen! Zum Lachen geht er ins Herz der Stadt. Erst recht, wenn da einige der besten Illustratoren Hamburgs zu sehen sind. Genauer gesagt: deren komische Kunstwerke. (Den detaillierten Bericht zur Ausstellung „Hamburger Strich“ gibt’s hier.)

„Oh, so große Kunst in Minden? Das wusste ich gar nicht“, war des öfteren zu hören. Aber es spricht sich herum. Zumal die Cartoons ja erst die zweite Ausstellung auf unserer Pop-up-Fläche sind – nach Dieter & Heidi Pfleiderers Foto-Ausstellung aus dem Jemen 1989.

Das Herz der Stadt als Ausgangspunkt für "progressive Provinz"

Unter den Gästen am Wochenende: zahlreiche Kulturschaffende und Intellektuelle aus Stadt und Umland sowie namhafte Kulturverantwortliche.

Das ergab spannende Gespräche mit alten und auch neuen Bekannten. Und viel „Man sollte mal …“ – „Wir könnten doch …“ – „Wie wäre es …?“

Das Herz der Stadt als inspirierender Ort für urbanes Pläneschmieden, für Menschen, die Neues Denken und Neues schaffen statt auf Initiativen aus der Verwaltung zu hoffen – genau das hatten wir uns gewünscht, als wir in der Obermarktstraße 19 starteten.

Ausgangspunkt und Zentrum sein für die Vision einer „progressiven Provinz“ im allerbesten Sinne – am Wochenende hat sich dieser Wunsch erfüllt.

Die Ausstellung der Hamburger Karikaturisten ist leider nur noch bis zum 5. Oktober zu sehen. Der Spirit des Ortes als Zentrum für urbane Transformation dagegen wird bleiben.

Danke an alle, die dabei waren und daran teilhatten!

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Minden hat gut lachen – mit besten Hamburger Cartoons von Maren Amini & Co.

Minden hat gut lachen – mit
besten Hamburger Cartoons
von Maren Amini & Co.

Minden hat gut lachen – mit
besten Hamburger Cartoons
von Maren Amini & Co.

Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Sie zeichnet regelmäßig Cover-Illustrationen für den Spiegel. Sie zeichnet regelmäßig Titelbilder für die Zeit. Und gestern präsentierte sie einige ihrer schönsten Arbeiten in Minden an der Weser: die Hamburger Zeichnerin Maren Amini. Fantastisch, wenn so illustre Künstler den Weg in unsere Stadt finden.

Und sie kam nicht allein. Denn sie hatte nicht nur eigene Arbeiten im Gepäck, sondern eine Fülle weiterer Cartoons von Kollegen.

Unter dem herrlich doppeldeutigen Namen „Hamburger Strich“ haben sich 16 der besten Hamburger Karikaturisten zusammengeschlossen, um gemeinsam noch illustrer und noch lustiger zu sein.

Die besten Hamburger Cartoons: von Hamburg-Altona direkt nach Minden

Gerade erst haben sie eine vielbeachtete Post-Corona-Ausstellung in Hamburg-Altona absolviert – jetzt hängt ein Großteil der Werke dieser Ausstellung mitten im Herz der Stadt: in Mindens Obermarktstraße 19.

Mit dabei: Originalzeichnungen von Til Mette – vielen bekannt als ständiger Karikaturist für den Stern, wo er jede Woche eine ganze Seite publiziert.

Außerdem Jan Rieckhoff, Fotograf und Zeichner, der ebenfalls lange Jahre als Titel-Illustrator tätig war für den Stern; der Designer und Zeichner Kai Flemming sowie Karikaturist Henning Christiansen. Alles in allem so etwas wie die haute volée der Hamburger Zeichner-Szene.

Trotzdem bleiben die Illustrationen von Maren Amini für mich persönlich die Highlights der Ausstellung. Ein so feiner Strich, ein so warmherziger Blick auf die Menschen und ihre Schrullen, in dem immer auch ein Hauch Melancholie mitschwingt – einfach herzerwärmend.

Ein so feiner Strich, ein so warmherziger Blick auf die Menschen

Unumwunden räumt sie im Gespräch während der Vernissage auch ein, dass der französische Zeichner Sempé zu ihren Vorbildern zählt. Einerseits ist es Ehre, mit solchen Namen in einem Atemzug genannt zu werden – andererseits aber auch der Wunsch, sich von Vorbildern zu emanzipieren.

Am besten gelingt Amini das mit den großformatigen Aquarell-Arbeiten, die so schlichte Titel tragen wie „Blau“, „Gelb“ und „Grün“. Feinsinnige Karikaturen, die mit ihrer farbenprächtigen Kraft den optischen Schwerpunkt ihrer Arbeiten in der Ausstellung bilden.

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Dienstag, 5. Oktober 2021, Obermarktstraße 19, Minden an der Weser. Eintritt frei. Es gelten die 3G-Regeln. Öffnungszeiten: variabel. Wenn offen ist, ist offen – wenn zu ist, ist zu.


Hier geht’s zur Webseite von Maren Amini inklusive Webshop.

Bilder von Maren Amini mit Publikum

„Gelb“, „Grün“ und „Blau“ von Maren Amini. Man muss schon persönlich vorbeikommen und die Bilder selbst betrachten, um den feinsinnigen, klugen Humor der Zeichnungen zu erleben.

Bilder von Henning Christiansen mit Betrachterin

Leider unverkäuflich: die Bilder von Illustrator Henning Christiansen. Diverse Formate, unterschiedliche Rahmen, vielfältige Themen – aber was alle Werke vereint: der bissige Humor.

Bilder von Til Mette in Ausstellung

Jede Woche exklusiv im Stern – und wir sind stolz, ihn aktuell auch im Herz der Stadt präsentieren zu dürfen: Til Mette ist einer der ganz Großen in der deutschen Szene der Komischen Künste.

Bilder von Jan Rieckhoff mit Besucherin

Jan Rieckhoff war lange Jahre als Titel-Illustrator für den Stern und andere Medien tätig. In der Ausstellung zeigt er komische Werke in Acryl auf Holz.

Portrait Maren Amini

Aufmerksame Gesprächspartnerin: Maren Amini faszinierte ihr Publikum mit persönlichen Einblicken in ihre Arbeit und Lebenswelt. Vielen Dank, dass Du uns die Ehre gegeben hast, Maren! 

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Autor Edgar Wilkening

AUTOR
Edgar Wilkening – Initiator und Gründer von Das Herz der Stadt

Eigentlich steht Das Herz der Stadt für Transparenz und klaren Blick durch offene Scheiben. Aber ein Mal die Woche werden die Schaufensterscheiben in der Obermarktstraße 19 blickdicht verschlossen.

Der Grund: Jeden Mittwoch Punkt 12:35 Uhr gibt’s ein Sport-Angebot in den Räumen von Das Herz der Stadt. Und dabei will sich niemand, wirklich niemand zusehen lassen.

Die Vorhänge, die Mittwochvormittags aufgehängt werden, garantieren 100 % Diskretion für die Teilnehmer. Dabei wäre es durchaus sehenswert, was die Mindenerin Sport-Trainerin Kirsten Grotemeyer da veranstaltet.

Sie hat ein spezielles Mittagspausen-Workout für Büromenschen entwickelt: intensiv genug, um dem typischen Bürorücken entgegenzuwirken – und schnell genug, damit man in der Mittagspause auch noch was anderes erledigen kann (zum Beispiel gegenüber bei Bäckerei Battermann einen Snack holen).

Ein Workout maßgeschneidert für die Mittagspause

Nur zwölf Minuten – dann ist die Übung vorbei. Und doch ist deutlich zu spüren, wie gut das kleine Workout für zwischendurch dem Körper bekommt.

Das Beste daran: kein Umziehen erforderlich. Alle Übungen in Grotemeyers Mittagspausen-Workout können in Alltagskleidung durchgeführt werden. Und der Chef kriegt nichts davon mit.

So fühlt sich urbaner Lifestyle an: zwölf Minuten für Fitness on the go – mitten in der Fußgängerzone.

Schnell zu erreichen, jeder kann mitmachen – auf jedem Fitness-Level. Und Grotemeyer erläutert bei jeder Übung auf ihre charmante Art den jeweiligen Sinn und Nutzen für den Körper.

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei. Einzige Voraussetzung: Bitte pünktlich sein. Denn Kirsten Grotemeyers Workout ist – auch das wieder ganz urban lifestyle – präzise in ihren Terminkalender eingetaktet.

Also: endlich die Gelegenheit, deinem Bürostuhl  den verdienten kick in the ass zu geben.

Personal Trainer Kirsten Grotemeyer

Immer mittwochs, Punkt 12:35 Uhr
Das Herz der Stadt, Obermarktstraße 19, 32423 Minden

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Autor Edgar Wilkening

Dieser Beitrag ist live vor Publikum entstanden in der “O19”, dem neuen Schaufenster-Studio von Das Herz der Stadt in der Obermarktstraße 19.


Sie erreichen den Autor per Mail an:
ew@dasherzderstadt.de

Wie begrüßt Minden seine Gäste und Besucher? Dem Herz der Stadt liegt eine E-Mail an Bürgermeister Michael Jäcke vor, die beredtes Zeugnis darüber ablegt.

Vordergründig scheint es nur um ein Knöllchen wegen Falschparkens zu gehen. Doch der Verfasser der E-Mail stellt die Rechtmäßigkeit des Knöllchens gar nicht in Frage. Im Gegenteil: Formell habe er die Verwarnung ganz zu recht erhalten, sagt er.

Ihm geht es vielmehr um die Umstände, die zu diesem Knöllchen geführt haben. Und die sind bemerkenswert. Denn sie sagen viel über die weltfremde und realitätsferne Sicht, die Mindens Verwaltung auf die Welt im 21. Jahrhundert pflegt.

Die ganze E-Mail sprüht so vor feingeistigem Witz und kosmopolitischer Ironie, dass ich sie Ihnen keinesfalls vorenthalten will. Hier der Original-Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Jäcke,

gestern hatte ich erstmalig die Möglichkeit in Ihr schönes Minden an der Weser zu kommen. Um es ein wenig zu erkunden fuhr ich auf den Parkplatz Martini-Kirchhof. Nachdem ich festgestellt hatte, dass E-Autos nicht wie in Ihrer Nachbargemeinde Bückeburg 4 Stunden umsonst parken dürfen suchte ich den Parkautomaten auf.

Dort angekommen musste ich feststellen, dass man seine Parkgebühr weder per App, noch per SMS, noch mit Karte oder mit Geldscheinen bezahlen kann. Das erstaunte mich, haben wir doch mittlerweile das Jahr 2021…. Es geht tatsächlich nur mit Münzen.

Da ich in der Regel kein Bargeld mit mir führe aber für solche Situationen immer einen 5-€uro-Schein mit mir führe suchte ich den nächsten Parkautomaten. Auch dort war der Schlitz für die Kartenzahlung versperrt und Bezahlung mit Geldscheinen nicht möglich. Ein Hinweis auf eine alternative Bezahlmöglichkeit fand sich nirgendwo.

Da ich zu den Menschen gehöre, die gerne Parktickets bezahlen und dies auch in über 25 Jahren immer gemacht habe (ausnahmslos) war ich etwas verstört, da ich das Gefühl hatte, dass mich die Gemeinde Minden zum Schwarzparken nötigt. Das war mir unangenehm, und so verschaffte ich meinem Gewissen ein wenig Erleichterung durch das Verwenden einer Parkscheibe.

Als ich später zum Auto zurück kehrte war ein Ticket an meiner Windschutzscheibe, das durchaus zurecht dort angebracht wurde und gegen dessen Ausstellung formell nichts auszurichten ist. Aber durch mangelnde Digitalisierung des Parkwesens und die Reduzierung der Bezahlmöglichkeiten auf sog. ‚Hartgeld‘ fühlte ich mich dazu genötigt gegen die Gebührenordnung von Minden zu verstoßen, weshalb ich nun doch einen Einspruch erheben / einlegen muss.

Als ich das Knöllchen dann genauer anschaute sah ich, dass es anscheinend nicht am mangelnden Verständnis für ‚Digitalisierung‘ lag, dass es keine zeitgemäßen Bezahlmöglichkeiten gibt. Nein! Im Gegenteil: auf dem Knöllchen war ein QR-Code zu sehen durch den man direkt zum Kassenzeichen, dem zu zahlenden Betrag und zum ‚Tatvorwurf‘ kam. Das alles hinterlässt so ein gemischtes Gefühl von Rückständigkeit auf der einen Seite und Abzocke auf der anderen Seite in mir.

Deshalb lieber Herr Jäcke habe ich zwei Bitten an Sie:
– machen Sie Parkraum für die Zahlungsmittel des Jahres 2021 bezahlbar
– Erlassen Sie mir mein Knöllchen, da ich unverschuldet nicht anders handeln konnte als ich gehandelt habe.

Gerne höre ich von Ihnen und verbleibe bis dahin
mit besten Grüßen (…)“

Quelle: E-Mail eines aus Norddeutschland stammenden Minden-Besuchers an Bürgermeister Michael Jäcke am 15. September 2021. Identität und Anschrift des Verfassers sind der Redaktion bekannt. Die Veröffentlichung der E-Mail erfolgt mit Genehmigung des Verfassers.

„Rückständigkeit“, „Abzocke“, „Nötigung“ – das erlebt dieser Besucher bei seinem Antrittsbesuch in der Stadt Minden. Wie wahrscheinlich ist es wohl, dass diese Person ein positives, warmherziges Bild der Stadt mit nach Hause nimmt und weiterträgt in die Welt?

Genau die Menschen, die Minden so dringend braucht, weil sie Geld in die Stadt bringen, weil sie mit ihrer Anwesenheit Unternehmen und Arbeitsplätze unterstützen, weil sie als Multiplikatoren über den Liebreiz der Stadt berichten könnten – oder als Investoren vielleicht sogar selbst einen neuen Wirtschaftsstandort suchen – genau diese Menschen vergrault Minden schon bei der ersten Begegnung. Da helfen auch keine Imagefilme mehr, keine Flyer, keine Broschüren …

Offenbar hat es die Administration Jäcke längst aufgegeben (oder womöglich noch nie gemacht): aus der Perspektive der Menschen, der Besucher, der Nutzer auf die eigene Stadt zu schauen. Oder auch mal über die Stadtgrenzen hinaus auf andere Kommunen zu blicken, was die so unternehmen, um attraktiv und zeitgemäß zu sein.

Ich bleibe dabei: Die Stadt Minden hat ein ungeheures Potenzial! Sie könnte ein blühendes, wunderschönes Kleinod unter den Städten Ostwestfalens und des angrenzenden Schaumburger Landes sein.

Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass man diejenigen, die heute das Sagen haben, zum Teufel jagt.

… vielleicht würde dann sogar der Verfasser der E-Mail der Stadt Minden eine zweite Chance geben und sein E-Auto erneut zum Martini-Kirchhof steuern.

… und die Story geht weiter! Denn unser-E-Autoreisender hat tatsächlich eine Antwort von Bürgermeister Jäcke erhalten. Was da drin steht ist allerdings zum Lachen – oder zum Verweifeln. Je nachdem, mit wie viel Nachsicht und Milde man auf das Oberhaupt dieser Stadt blickt.

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