3. Mai: Tag der Pressefreiheit Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?

3. Mai: Tag der Pressefreiheit
Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?

3. Mai: Tag der Pressefreiheit
Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?

Die Pressefreiheit zählt zu den Kronjuwelen der Demokratie. Umso befremdlicher, mit welcher Achtlosigkeit Teile des Journalismus mit ihr umspringen.

Statt das Privileg zu nutzen, den Mächtigen auf die Finger zu sehen, Herrschaftsverhältnisse offenzulegen und fatale Abhängigkeiten zu sezieren, nehmen sich nicht wenige Journalisten lieber die Freiheit, ihren Lesern Märchen aufzutischen.

Es war von Anbeginn ein konstruktiver Geburtsfehler, ausgerechnet zutiefst kapitalistische Gebilde – Verlagshäuser, von ihren Eignern auf maximale Rendite getrimmt – zu „unabhängigen“ Aufsehern der Demokratie zu küren. Aus Wächtern über die Mächtigen wurden so nicht selten deren stille Mitspieler.

Wer genau hinsieht und journalistische Texte hinterfragt, findet sie überall: die verdrehten Wahrheiten jener Schreiber, denen die ideologische Stoßrichtung ihrer Beiträge wichtiger ist als die Wahrhaftigkeit ihrer Berichterstattung.

Nirgends ist mir das deutlicher vor Augen geführt worden als nach meinem Wechsel aus der Medienmetropole Hamburg ins provinzielle Minden.

Man schrieb das Jahr 2020, Kommunalwahlkampf, und das Mindener Tageblatt unter Chefredakteur Benjamin Piel – heute in gleicher Funktion beim Bremer Weser-Kurier – lieferte aus meiner Sicht ein Lehrstück darüber, wie sich mit faktisch korrekten Zahlen ein faktisch schiefes Bild zeichnen lässt.

Was im selben Artikel für die einen Kandidaten methodisch sauber gehandhabt wurde – nämlich der strikte Bezug auf den jeweiligen Wahlbezirk –, geriet bei anderen unter den Tisch. Ich habe diese Praxis der asymmetrischen Maßstäbe damals das „Prinzip Piel“ genannt – und stehe noch heute zu der Diagnose.

Heute, am Welttag der Pressefreiheit, den die Vereinten Nationen seit 1994 alljährlich am 3. Mai begehen, scheint mir der passende Anlass, meine detailgenaue Sektion jener Zahlenjonglage von damals als Flashback auf Das Herz der Stadt zu republizieren.

Der nachfolgende Text erschien in praktisch unveränderter Form am 15. September 2020 auf meiner Plattform www.minden-waehlt.de – einschließlich des bemerkenswerten Zitats von Top-Journalist Dirk Steffens: „Wenn man also nur einen Ausschnitt der Wahrheit betrachtet, kann man mit diesem Teil genau das Gegenteil der Wahrheit beweisen – also lügen.“

Alter Text, alte Zahlen, alter Anlass. Doch in der Analyse eines Journalismus, der sich die falschen Presse-Freiheiten nimmt, ist der Text von beklemmender Aktualität geblieben.

Edgar Wilkening, Minden, 3. Mai 2026

Strategieberater Edgar Wilkening

Autor Edgar Wilkening. Hat während seiner Arbeit für namhafte deutsche Medienhäuser große und kluge Chefredakteure persönlich kennengelernt. „Nein, Benjamin Piel würde ich nicht dazuzählen“, sagt er.

Im Blickpunkt: Journalismus, der sich die falschen Presse-Freiheiten nimmt

"Wenn man also nur einen Ausschnitt der Wahrheit betrachtet, kann man mit diesem Teil genau das Gegenteil der Wahrheit beweisen – also lügen." Dirk Steffens (Terra X / ZDF)

Quelle: “Die Dimension der Krise ist gewaltig” in “journalist” Nummer 9, September 2020. Interview hier online frei verfügbar.

Journalismus nach dem Prinzip Piel: Das Wichtige weglassen, damit das Gesinnungsbild passt

Es ist nur ein kleiner Satz in der heutigen Ausgabe des Mindener Tageblatt (15. September 2020).

Aber er offenbart die perfide Art eines Journalismus nach dem Prinzip von Chefredakteur Benjamin Piel. Hier kommt er:

"Die drei Einzelbewerber für Ratssitze erreichten stadtweit sehr geringe Zahlen."

Quelle: Mindener Tageblatt vom 15. September 2020, Seite 3, Bericht „Was absolute Zahlen sagen“ (Onlineversion hier als Bezahl-Content)

Was stimmt nicht an diesem Satz? Faktisch ist doch alles korrekt! Bei der Kommunalwahl 2020 gab es in Minden drei Einzelbewerber um Mandate für den Stadtrat.

Wenn man deren Wahlergebnisse stadtweit betrachtet, ergibt sich ein tristes Bild: einer hat 0,03 % der abgegebenen Stimmen, ein anderer 0,13 % und auch Kandidatin Astrid Engel nur 0,19 %.

Die Botschaft, die das vermitteln soll, ist klar: „Einzelbewerber – chancenlos, erfolglos, aussichtslos. Nicht weiter der Rede wert.“

Kann man so sehen im System Piel. Denn faktisch ist es richtig – aber eben nicht die reine Wahrheit.

Was stimmt denn nicht an dem Satz da oben?

Sekunde, ich zeig’s an einem Beispiel …

"Der Bürgermeisterkandidat Michael Jäcke erreichte landesweit sehr geringe Zahlen."

Fiktive Aussage, die so nie erschienen ist. Dient hier nur dazu die Logik eines Journalismus vorzuführen, der mit faktisch korrekten Aussagen das Gegenteil der Wahrheit darstellt.

Vollkommen bescheuert, der Satz über Bürgermeisterkandidat Jäcke – oder? Denn der trat ja gar nicht landesweit an.

Er wollte nur in Minden gewählt werden. Er durfte auch nur in Minden gewählt werden. Er stand nirgendwo anders überhaupt zur Wahl!

Also vollkommen irreführend konstruiert, die fiktive Aussage da oben. Und Bürgermeister Jäcke würde sich zurecht gegen eine derart bekloppte Einordnung seines Wahlergebnisses wehren. Trotzdem:

In einem System Piel ist dieser Satz faktisch vollkommen richtig – auch wenn er mit der Wahrheit nicht das Geringste zu tun hat.

Und das ist das Perfide am oben zitierten Satz aus der heutigen Aussage des Mindener Tageblatt. Er operiert mit richtigen Zahlen – aber er stellt sie in einen vollkommen falschen Zusammenhang.

Denn: Keiner der drei Einzelbewerber ist stadtweit angetreten!

Keiner der drei Einzelbewerber war in ganz Minden wählbar (was viele Wähler im Fall von Astrid Engel sehr bedauerten, wie man zahlreichen Facebook-Kommentaren entnehmen kann).

Jeder der drei Einzelbewerber war ausschließlich in einem einzigen der 25 Wahlbezirke von Minden wählbar – nirgendwo sonst.

Das Wahlergebnis der Einzelbewerber in einen Gesamt-Minden-Zusammenhang zu stellen, offenbart die gleiche schiefe Logik wie oben im Fall des fiktiven Satzes über Bürgermeister Jäcke.

In einem Journalismus nach dem Prinzip Piel entsteht der Eindruck, es gehe nicht um Wahrheit, sondern darum, das gewünschte Gesinnungsbild herzustellen.

Es lässt sich als zweierlei Maß lesen, was Journalisten dafür in der Tasche haben müssen.

Denn natürlich wissen die Zeitungsmacher sehr genau, was sie da machen. Und sie wissen auch, wie es richtig geht: dass man die Ergebnisse eines Wahlbezirks nur auf diesen einen Wahlbezirk beziehen kann.

Bei anderen Kandidaten (und insbesondere solchen, die Parteien angehören) funktioniert das tadellos – und zwar im selben Artikel!

"Bestes Ergebnis bei den Grünen hatte in seinem Wahlbezirk Horst Idelberger (25,7%)."

Quelle: Mindener Tageblatt vom 15. September 2020, Seite 3, Bericht „Was absolute Zahlen sagen“ (Onlineversion hier als Bezahl-Content)

Achten Sie auf das kleine Wörtchen „Wahlbezirk“ oben im Zitat. Es macht hier genau den Unterschied.

Denn im Fall des Grünen-Politikers wird sein Wahlbezirk-Ergebnis nicht auf das Gesamt-Minden-Ergebnis umgelegt. Was für ein Glück für ihn! Sonst würde es nämlich ebenfalls trist aussehen.

Damit das nicht passiert – genau dafür hat das System Piel zweierlei Maß in der Tasche.

Und noch ein Beleg, dass die Zeitungsmacher sehr genau wissen, wie es richtig geht – ebenfalls aus exakt dem selben Artikel.

"... nur ein Listenplatz zog: Den hat Thorsten Vogt (46 Stimmen im Wahlbezirk)."

Quelle: Mindener Tageblatt vom 15. September 2020, Seite 3, Bericht „Was absolute Zahlen sagen“ (Onlineversion hier als Bezahl-Content)

Auch hier wieder deutlich: der Bezug zum „Wahlbezirk“. Sie können es, die Zeitungsleute – dann, wenn es in ihre Darstellung passt.

Dass besagter Thorsten Vorgt in seinem Wahlbezirk deutlich weniger Stimmen erhalten hat als die parteifreie Kandidatin Astrid Engel – kein Wort darüber im Artikel. Das würde nicht ins Gesinnungsbild passen.

Dass die parteifreie Kandidatin Astrid Engel in ihrem Wahlbezirk überhaupt mehr Stimmen auf sich vereinen konnte als irgendein Kandidat von politischen Schwergewichten wie FDP, Die Linke, Mindener Initiative oder Wir für Minden jeweils in deren 25 Wahlbezirken – für das System Piel keinerlei Erwähnung im Artikel wert.

Dass ein politischer Newcomer ein ganz bemerkenswertes Ergebnis hingelegt hat im Vergleich zu altgedienten Parteikadern – keine Erwähnung wert.

In einem journalistischen System, das sich Gesinnungsbildern mehr verpflichtet fühlt als wahrheitsgetreuer Berichterstattung, können solche Zusammenhänge wirken, als seien sie zurechtgebogen bis das rauskommt, was man sich als „Bild in der Öffentlichkeit“ wünscht.

Dass ausgerechnet über solch einem verfälschenden Artikel dann noch die neutral tuende Überschrift „Was absolute Zahlen sagen“ steht, belegt nochmal mehr, um was es dieser Art Journalismus tatsächlich geht. Wahrhaftige Berichterstattung ist es jedenfalls nicht.

Ich kam schon vor einigen Tagen, im Zusammenhang mit anderen Missgriffen von Chefredakteur Benjamin Piel, zu diesem Ergebnis:

Seriöse Zeitungen, bei denen Glaubwürdigkeit zum Markenkern zählt, tun gut daran, von dieser Art Journalismus Abstand zu nehmen – und von ihren Protagonisten.

Parkhaus-Projekt Marienwall: Alternativlos. Bis man die Alternative kennt.

Parkhaus-Projekt Marienwall: Alternativlos.
Bis man die Alternative kennt.

Parkhaus-Projekt Marienwall: Alternativlos.
Bis man die Alternative kennt.

© Symbolbild: Das Herz der Stadt

Autor Edgar Wilkening

Autor Edgar Wilkening

Erneut steht das Rathaus Minden unter Manipulationsverdacht. Erst die Aussage: Es gibt keine Alternative zum städtischen Neubau des Parkhauses Marienwall. Dann taucht eine Alternative auf. Und plötzlich stellt sich nicht mehr die Frage nach dem Parkhaus – sondern nach der Wahrheit dahinter.

Die Entscheidung fiel schnell. Vielleicht zu schnell.

Am 26. Februar 2026 gibt der Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Minden grünes Licht für die Planung eines neuen Parkhauses am Marienwall. Die Verwaltung kalkuliert mit Baukosten von knapp sechs Millionen Euro. Kritik kommt aus kleineren Fraktionen – doch sie verhallt.

Den Ausschlag gibt eine zentrale Aussage des zuständigen Beigeordneten Lars Bursian. Laut Protokoll sei ein Parkhaus in der Mindener Innenstadt „nicht wirtschaftlich zu betreiben“. Ohne Zuschüsse der Stadt gehe es nicht. Die Botschaft an die Politik: Es gibt keine realistische private Alternative.

Doch genau diese Aussage steht nun infrage.

Nach übereinstimmenden Informationen aus mehreren Quellen liegt der Stadtverwaltung bereits seit März 2025 ein konkretes Angebot vor. Von einem regionalen Unternehmen, das zu den Marktführern im Parkhausbau in Deutschland zählt – und nicht nur Planung und Bau anbietet, sondern auch den privatwirtschaftlichen Betrieb.

Ausschnitt aus dem Protokoll der Sitzung vom 26. Februar 2026 des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Minden mit dem Zitat des Beigeordneten Lars Bursian zur Wirtschaftlichkeit von Parkhäusern

Beleg statt Behauptung
Quelle: Ausschnitt aus Seite 10 der „Niederschrift zur 3. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 26.02.2026 im Rathaus Minden, Großer Rathaussaal, Markt 1, Minden“. Öffentlich abrufbar im Ratsinfosystem der Stadt Minden. (Gelbe Hervorhebungen durch den Autor.)

Die kalkulierten Baukosten: nach diesen Angaben deutlich unter der städtischen Schätzung, im Bereich von unter drei Millionen Euro. Das Grundstück sollte dabei im Eigentum der Stadt verbleiben und im Erbbaurecht vergeben werden.

Damit entsteht ein Widerspruch, der politisch brisant ist.

Denn während die Verwaltung gegenüber den politischen Gremien den Eindruck erweckt, ein privatwirtschaftliches Engagement sei grundsätzlich nicht darstellbar, liegt offenbar ein ganz konkreter Gegenvorschlag eines erfahrenen Marktteilnehmers vor. Die zentrale Frage lautet daher:

Warum spielte dieses Angebot in der politischen Entscheidungsfindung keine erkennbare Rolle?

Wer ins Rathaus hineinhorcht, kann zudem hören, das Angebot sei intern sehr wohl diskutiert worden. Ja, es habe sogar die klare Vorgabe gegeben, dieses Thema in den politischen Beratungen nicht zu vertiefen.

Sollte sich das bestätigen, hätte das Gewicht.

Denn dann ginge es nicht mehr um eine fachliche Bewertung unterschiedlicher Modelle, sondern um die gezielte Verengung von Entscheidungsgrundlagen. Um die Frage nach Wahrheit und gezielter Manipulation.

Ein solcher Umgang würde nicht nur Fragen nach der politischen Kultur in der Verwaltung aufwerfen, sondern auch nach der Verantwortung gegenüber Rat und Öffentlichkeit – und nach der demokratischen Integrität der verantwortlichen Akteure.

Hinzu kommt die finanzielle Dimension. Zwischen einer Eigenrealisierung durch die Stadt (bezahlt vom Steuerzahler) und einem privat getragenen Modell (bezahlt vom Investor) liegt ein Unterschied in Millionenhöhe sowie eine grundlegend andere Verteilung von Risiken.

Die Verwaltung spricht von einem „Akt der Wirtschaftsförderung“.

Das kann ein legitimer Ansatz sein. Voraussetzung dafür ist jedoch Transparenz.

Genau daran fehlt es bislang.

Die Stadt Minden steht nun vor einer unangenehmen, aber unausweichlichen Aufgabe: Sie muss offenlegen, welche Alternativen tatsächlich auf dem Tisch lagen – und wie mit ihnen umgegangen wurde.

Alles andere würde das Vertrauen in eine seriöse Arbeit der Verwaltung weiter beschädigen.

Kommentar

Man kann sich irren. Man kann falsch rechnen. Man kann Projekte politisch wollen, obwohl sie teuer sind. All das gehört zum Geschäft.

Was man nicht darf: Entscheidungsgrundlagen verkürzen.

Im Fall des Parkhauses am Marienwall geht es längst nicht mehr nur um Beton, Stellplätze und Millionenbeträge. Es geht um ein Prinzip. Um die Frage, ob politische Gremien in Minden auf Basis vollständiger Informationen entscheiden – oder auf Basis dessen, was ihnen die Verwaltung für entscheidungsreif hinwirft.

Der zuständige Beigeordnete Lars Bursian hat im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Minden am 26. Februar 2026 eine klare These vertreten:

Ein privatwirtschaftlicher Betrieb eines Parkhauses in der Innenstadt sei nicht darstellbar. Ohne Zuschüsse gehe es nicht.

Das ist keine Nebensächlichkeit. Das ist das zentrale Argument, auf dem eine Millionenentscheidung des Ausschuss wie auch des Stadtrats am 26. März aufbaut.

Und genau dieses Argument bekommt Risse.

Denn gleichzeitig existiert – nach allem, was bekannt ist – ein konkretes Angebot eines erfahrenen Marktteilnehmers, der genau das anbietet: bauen, betreiben, privatwirtschaftlich. Zu deutlich geringeren Kosten.

Man muss dieses Angebot nicht gut finden. Man kann es prüfen, kritisieren, verwerfen. Aber man kann nicht so tun, als gäbe es diese Option nicht.

Wer eine Alternative kennt und sie in der politischen Argumentation nicht sichtbar macht, verändert die Entscheidung. Nicht offen, nicht transparent – sondern durch Weglassen.

Das ist der eigentliche Skandal. Denn so entsteht ein verzerrtes Bild.

Die Stadt als letzte Retterin einer angeblich unwirtschaftlichen Infrastruktur. Der Steuerzahler als alternativloser Finanzier. Und die Politik als Abnicker einer Logik, die so zwingend vielleicht gar nicht ist.

Sollte sich bestätigen, dass das Angebot intern bekannt war und dennoch keine Rolle spielte, dann reden wir nicht mehr über unterschiedliche Bewertungen. Dann reden wir über Steuerung durch Informationsauswahl.

Das beschädigt mehr als nur dieses Projekt. Es beschädigt das Vertrauen in staatliche Akteure.

Und genau das ist am Ende teurer als jedes Parkhaus.

Tag der Pressefreiheit
Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?" >
Mai 03 2026

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Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?" > 3. Mai: Tag der Pressefreiheit
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Alternativlos.
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Ein Lehrstück über Schwachsinn im Lokaljournalismus

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Benjamin Piel: Game over! – Und Kampa-Halle so: Let the games begin!
Ein Lehrstück über Schwachsinn im Lokaljournalismus

Benjamin Piel: Game over! – Und Kampa-Halle so: Let the games begin!
Ein Lehrstück über Schwachsinn im Lokaljournalismus

© Symbolbild: Das Herz der Stadt

Autor Edgar Wilkening

Autor Edgar Wilkening. Arbeitete für diverse Medienhäuser wie Axel Springer, Gruner + Jahr, Handelsblatt, NDR, Deutschlandradio, Sat.1, RTL, ZDF. Tätig als Konzept- und Strategieentwickler.

{

"Charlatan (...), eine Person, die es versteht, sich den Schein von Gelehrsamkeit und Weisheit zu geben und durch niedere Mittel die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen sucht."

Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, 4. Auflage von 1857 (Band 3, Seite 870)

Am 3. Februar 2020 stand es schwarz auf weiß im Kommentar des damaligen Chefredakteurs des Mindener Tageblatt, Benjamin Piel:

„Es bleibt ein einziger Satz: Die Halle wird abgerissen. Game over.“

Sechs Jahre später ist wieder ein einzelner Satz übrig.

Die Halle steht. Punkt.

Samstag, 14. Februar 2026. Die frisch sanierte Kampa-Halle eröffnet neu. Knapp 4.000 Menschen. Flutlicht. Bierbecher. Heimspiel von GWD Minden gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Anwurf 20:00 Uhr.

Game on.

Die Realität hat eine unangenehme Eigenschaft: Sie hält sich nicht an Kommentare verkappter Journalisten.

Natürlich kann man sich irren. Einmal. Vielleicht zweimal. Geschenkt. Aber wenn Fehleinschätzung zum journalistischen Stilmittel wird, wenn apodiktische Urteile ohne belastbare Faktenlage in die Welt geblasen werden – dann reden wir nicht mehr über Irrtum, sondern über Attitüde.

„Die Halle wird abgerissen. Game over.“ Das war keine vorsichtige Einschätzung, kein Szenario unter Vorbehalt. Das war ein finaler Richterspruch. Und er war falsch. Fundamental falsch.

Der Punkt ist nicht, dass jemand sich übernommen hat und danebenlag. Der Punkt ist die Pose der Unfehlbarkeit, mit der solche Sätze formuliert werden. Der erhobene Zeigefinger, der suggeriert: Ich weiß, wie es läuft. Ich habe die Lage durchdrungen. Vertrauen Sie mir.

Sechs Jahre später steht da ein saniertes Gebäude in der Hahler Straße. Beton, Stahl, Glas – und ein stilles Dementi.

Wenn Journalismus mehr sein will als Click-Bait und Meinungsgewitter, dann muss er sich an Realität messen lassen. Analyse bedeutet, Hypothesen sauber zu kennzeichnen, Unsicherheiten offen zu benennen, Quellen transparent zu machen. Wer stattdessen mit maximaler Geste urteilt und minimale Evidenz liefert, betreibt kein professionelles Handwerk, sondern bizarres Amateurtheater.

Und das Problem ist strukturell. In vielen Lokalredaktionen herrscht inzwischen das Prinzip: zuspitzen, zuschlagen, zuschreiben. Irgendetwas bleibt hängen. Aufmerksamkeit ist die Währung. Differenzierung bringt keine Klicks, aber klare Endurteile tun es. „Game over“ verkauft sich besser als „Die Lage ist komplex und offen“.

Der Preis dafür ist Glaubwürdigkeit.

In der kruden Publizistikwelt eines Benjamin Piel ist das immer wieder zu beobachten.

Da werden Fakten so zurechtgezimmert, dass die Gesinnungslage abgebildet wird – nicht aber die Realität. Da wird die Kommunalwahl-Kandidatur einer parteilos antretenden Bürgerin zum größenwahnsinnigen „die Stadt im Alleingang retten“ hochgejazzt. Da wird in satirische Bildchen ein „Abbruch des Anständigen“ hineingelesen (so dass sich der Erschaffer genötigt sieht, die Bilder mit einem Warnhinweis „Satire“ zu versehen).

Da wird aus dem erfolgreichen Freizeitpark-Konzept eines Unternehmers schlichtweg Terror – wortwörtlich „gnadenloser Erdbeervermarktungsterror“. Da wird aus dem Passanten einer Demonstration der Rädelsführer eines rechtsradikalen Lynchmobs (was nach Das Herz der Stadt vorliegenden Informationen im Nachhinein die Zahlung einer Schadensersatzsumme in erheblicher sechsstelliger Größenordnung ausgelöst haben soll – die Rede ist von 170 TEU, die der Verlag zahlen musste). Und so weiter und so fort … Die Liste der Verfehlungen ist schier endlos.

Wenn jemand regelmäßig mit apodiktischen Prognosen arbeitet, die der Wirklichkeit nicht standhalten, entsteht ein Muster. Und Muster sind in der Medienanalyse relevanter als einzelne Ausrutscher.

Eine singuläre Fehlprognose ist menschlich. Ein System aus Übertreibung, Dramatisierung und vorschnellem Urteil ist professionell problematisch.

Die Ironie der Geschichte: Während sich der Lokaljournalismus gern als „Retter der Demokratie“ inszeniert, unterminiert er mit genau diesem Habitus das Vertrauen, auf dem demokratische Öffentlichkeit beruht.

Wer ständig Endzeit ausruft und sich dann als Prophet erweist, dessen Vorhersagen regelmäßig implodieren, sägt am eigenen Ast.

Aber es wäre wohlfeil, blasierten Journalisten allein die Verantwortung dafür zu übertragen.

Ihr publizistisches Gift können die Scharlatane nur versprühen, wenn welt- und lebensfremde Verleger ihnen mit vergoldeten Steigbügeln aufs redaktionelle Pferd helfen.

Zeitungen sind strikt profitorientierte Unternehmen. Man erwartet sich wirtschaftliche Vorteile von gewissenlosen Journalisten, die professionell übertreiben, dramatisieren und vorschnell urteilen.

Das wirtschaftliche Ergebnis entpuppt sich allerdings meist sehr schnell als ernüchternd. Mittlerweile meldet ein erster Verleger die Schließung seiner hauseigenen Zeitungsdruckerei, nachdem Chefredakteur Benjamin Piel dort sein segensreiches Werk beendet hat.

Vollkommen absehbar dieser Absturz, wissen erfahrene Beobachter. Wer beim Beelzebub bestellt, darf sich nicht wundern, wenn er aus der Hölle geliefert bekommt.

Die Kampa-Halle ist deshalb mehr als eine Sportstätte. Sie ist ein gebauter Faktencheck. Ein Beton gewordener Reality-Check für all jene, die mit finaler Gewissheit verkünden, was morgen angeblich alternativlos ist.

Und vielleicht liegt hier die eigentliche Pointe:

Nicht die Halle stand vor dem Abriss, sondern ein bestimmtes Selbstverständnis von Journalismus.

Eines, das glaubt, Lautstärke ersetze Recherche und Pose ersetze Analyse.

„Game over“?

Nein. Game läuft.

Die Halle steht. Die Fans kommen. Das Spiel läuft. Und die Realität hat wieder einmal gezeigt, dass sie keine Rücksicht auf bekloppte Schlagzeilen nimmt.

Wenn man wissen will, wie es um Prognosekraft und Selbstüberschätzung im Lokaljournalismus bestellt ist, muss man nicht lange theoretisieren. Man kann einfach nach Minden fahren, zur Hahler Straße 112. Solange dort die Kampa-Halle ihre Nase in den Wind reckt, steht sie auch als Mahnmal gegen die Hybris vorschneller Gewissheiten von Scharlatanen und Blendern.

Und das ist vielleicht die ehrlichste Form von Kommentar, die man sich wünschen kann:

Ein Gebäude, das schweigt – und damit mehr Wahrheit erzählt als manch schlaumeiernder Leitartikel.

Warum liest man nichts darüber in der Zeitung?

Gute Frage! Falls Sie dabei an eine bestimmte Zeitung denken, müssten Sie dort bitte direkt nachfragen. Grundsätzlich gilt aber: Ein Lokalblatt, das behauptet sich auszukennen in seiner Region und dann regelmäßig danebenliegt, wird alles tun, die eigene Inkompetenz vor seinen letzten Lesern zu verschleiern. Nein, Zeitungen sind nicht eben für besondere Transparenz bekannt.

Tag der Pressefreiheit
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Mai 03 2026

Tag der Pressefreiheit
Ist das die Freiheit der Presse, Quatsch zu schreiben, der nicht stimmt?" > 3. Mai: Tag der Pressefreiheit
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März 23 2026

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Feb. 19 2026

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Sonnenblume
Dez. 12 2024

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Teil 2: Die Braut, die sich nicht traut – „Und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen“" >
Kaspertheater
Dez. 07 2024

Teil 2: Die Braut, die sich nicht traut – „Und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen“" > Kasper-Klub Teil 2: Die Braut, die sich nicht traut – „Und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen“

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Dez. 02 2024

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Obermarktpassage für 52 Mio. zum Verkauf: Wissen Politik und Verwaltung, wie sehr sie sich haben über den Tisch ziehen lassen?

Obermarktpassage für 52 Mio. zum Verkauf: Wissen Politik und Verwaltung, wie sehr sie sich haben über den Tisch ziehen lassen?

© Illustration: Das Herz der Stadt

Obermarktpassage für 52 Mio. zum Verkauf: Wissen Politik und Verwaltung, wie sehr sie sich haben über den Tisch ziehen lassen?

Autor Edgar Wilkening

Autor Edgar Wilkening. Experte für Predictive Strategizing (vorausschauende, empathische Strategie-Analyse). Sein Credo: “Wenn man weiß, wie das Gegenüber tickt, kann man immer ein paar Schritte voraus sein.“

{

"Eine toxische, praktisch unverkäufliche Immobilie transformiert zu einem hochpreisig verkäuflichen Objekt. Der Wert des Objekts, er dürfte sich schon jetzt (...) um viele Millionen erhöht haben – durch Unboxing, Bereinigen der Eigentümerschaft und Herstellen von Baurecht. So wird Geld verdient. Nicht in irgendeinem rosaroten Märchenland, das sich eine provinzielle Politkaste ausmalt – sondern in der Realität des 21. Jahrhunderts. "

Quelle: Artikel „Obermarktpassage: Haufen Landeier lässt sich vorführen von gewieftem Investor – und heult los“ von Edgar Wilkening auf dasherzderstadt.de vom 2. Oktober 2021.

Kein Blick in die Glaskugel, keine Kaffeesatzleserei – sondern klar wie Kloßbrühe: Als ich vor knapp fünf Jahren, im Oktober 2021, erklärt habe, wie man in der Immobilienwirtschaft Geld verdient und wie dämlich sich Mindens Politik und Verwaltung dazu verhalten, bin ich oft dafür angegangen worden.

Ja, Expertise ist nicht wohlgelitten in der korrumpierten Politkaste des kleinen Weserstädtchens. Lieber umgibt sich mit Ahnungslosen und Schaumschlägern oder wählt sie gleich ins Bürgermeister-Amt.

Nichtsdestotrotz: Dass ich mit meiner Analyse aus 2021 vollkommen richtig lag, bestätigt sich heute, wo die brache Obermarktpassage in bundesweiten Immobilien-Portalen öffentlich zum Verkauf angeboten wird.

… bzw. wurde. Denn kurze Zeit nach Veröffentlichung dieses Berichtes hier wurden die entsprechenden Offerten offline gestellt und sind seitdem zumindest öffentlich nicht mehr aufrufbar. Aber es gibt Screenshots (siehe unten).

Nein, Robert Maiers AIM wird die Obermarktpassage nicht zu einem neuen, lebendigen Ort entwickeln, wie Mindens Politik sich blauäugig immer wieder eingeredet hatte.

Ja, Robert Maiers AIM hat mit dem, was sie im Objekt geleistet hat, den Wert der Immobilie immens gesteigert – genau wie ich es 2021 beschrieben habe (auch wenn diese Leistung für Mindens Politik nicht erkennbar oder nachvollziehbar ist).

Ja, Robert Maiers Versprechungen, die die Mindener Politik so gerne hörte (bis sie ihm große Teile der Immobilie sogar zum symbolischen Gegenwert von einem Euro schenkte und damit das letzte Stück direkter Einflussnahme aus der Hand gab) waren nichts als heiße Luft, um Zeit zu schinden.

Ja, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um Kasse zu machen bei Robert Maiers AIM, um die im Objekt geleistete Arbeit zu monetarisieren – alles wie 2021 angekündigt.

Ja, Mindens Politik und Verwaltung hat sich von einem gewieften Investor vorführen lassen, weil man doch so gerne große Träume träumte – und am Ende zahlen die Bürger der Stadt die Zeche dafür. Auch das alles war ohne Kaffeesatz schon lange absehbar.

Kolportiert wurde ein Kaufpreis von etwas unter 11 Millionen Euro – damals, als die AIM das Objekt vom amerikanischen Finanzinvestor Cerberus übernahm. Jetzt kommt das Objekt für fast des Fünffache auf den Markt: 52 Millionen Euro lautet der Verkaufspreis. Da hat also jemand einen schönen Schnitt gemacht innerhalb weniger Jahre – und sich von Mindens Provinz-Elite derweil noch hofieren lassen.

Die Eckdaten des Angebots "Obermarktpassage"

„Erstklassige Lage: Opportunistische Einkaufspassage mit LEH-Ankermieter & Wohnanlage“, heißt es wortwörtlich im Verkaufs-Exposé.

Adresse: 32423 Minden

Baujahr 1984

Grundstücksfläche: 11.170 m²

Vermietbare Fläche: 35.445,00 m²

Anzahl Stellplätze: 520

Kaufpreis: 52.000.000,00 EUR

Kaufpreis pro m²: 1.467,06 EUR

Provision für den Käufer: 2 % zuzüglich MwSt.

Ansprechpartner: ein Hamburger Immobilien-Makler

Quelle: regionalimmobilen24.de

Screenshots des Inserats der Obermarktpassage Minden
Ausschnitt aus dem Exposé zur Obermarktpassage

Screenshots als Beleg
Quelle: Screenshots aus dem Immobilienportal www.regionalimmobilien24.de. Oben: Ausschnitt aus dem Online-Inserat. Unten: Ausschnitt aus dem mehrseitigen Exposé zur Obermarktpassage. Beide Screenshots vom 3. Februar 2026, 12:12 Uhr und zu dem Zeitpunkt auf dem Portal öffentlich einsehbar. Zwischenzeitlich beides offline gestellt und öffentlich nicht mehr aufrufbar.

Der Fall Obermarktpassage ist ein Musterbeispiel für die ganze Kurzsichtig- und Ahnungslosigkeit der politisch Verantwortlichen dieser Stadt. Für das heillose Chaos, das eine rotverfilzte Provinz-Clique in Politik und Verwaltung über die Stadt zieht.

Und es reiht sich ein in eine endlose Kette gravierender Fehleinschätzungen: von der gigantomanen Multifunktionshalle, den abstrusen Plan-Rochaden am Rechten Weserufer, dem absurden Martini-Fahrstuhlvorhaben – bis hin jetzt ganz aktuell: das kaum finanzierbare Projekt Alte Sparkasse am Kleinen Domhof, dessen Abriss als devote Servicegeste der Stadt vor allem dem Konzern Wohnhaus Minden nützt.

Man will so gerne „große Stadt“ spielen in Mindens Verwaltung und Politik. Aber kleine Geister kriegen eben immer nur Murks zustande. Das vorherzusagen, dazu braucht es keine Kaffeesatzleserei, sondern lediglich das, was in Mindens Politkaste am meisten verfemt ist: ein wenig Sachverstand.  

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Droht Mindens Rathaus eine „Parkhaus-Panne“ mit LKA-Ermittlungen wie in Leverkusen?

Droht Mindens Rathaus eine „Parkhaus-Panne“ mit LKA-Ermittlungen wie in Leverkusen?

Autor Edgar Wilkening

Autor: Edgar Wilkening

Dass Mindens Rathaus stets bemüht ist, kein einziges Fettnäpfchen auszulassen, mit dem man seine Inkompetenz unter Beweis stellen kann, zeigt sich immer wieder – zuletzt zum Beispiel hier und hier und hier.

Jetzt droht ein weiteres, extra fettes Fettnäpfchen dazuzukommen.

Womöglich mit Ausmaßen wie im Fall der „Parkhaus-Panne“, die aktuell die Rheinstadt Leverkusen beschäftigt – inklusive LKA-Ermittlungen, potenzieller Strafanzeigen und erheblichen finanziellen Folgen für die Stadt wie auch Beschäftigte des Rathauses.

Wer aufmerksam ums Mindener Rathaus läuft, hört, dass zahlreiche Beschäftigte der Verwaltung Zugang zu Dauer-Parkplätzen haben sollen, die die Stadt Minden ihnen offenbar kostenlos zur Verfügung stellen soll. Das soll das Parkhaus Marienwall ebenso betreffen wie die Rathaus-Tiefgarage.

Begünstigte Mitarbeiter der Verwaltung hätten demnach Zugang zu Stellplätzen, die sie nicht nur während ihrer Arbeitszeiten nutzen können, sondern auch an Wochenenden, in Abendstunden sowie in Urlaubs- und Krankheitsphasen. Kostenlos.

Grundsätzlich ist so etwas zulässig für eine bessere Mitarbeiterbindung.

Allerdings nur, wenn man sich dabei an geltende Regeln hält. Und genau daran hapert es – na, klar – offenbar wieder mal im SPD-geführten Rathaus, wo man willige Parteisoldaten gerne mal über die Maßen bevorteilt.

Nach geltendem Recht ist ein kostenlos zur Verfügung gestellter Parkhaus-Parkplatz, der ansonsten kostenpflichtig vermietet wird, ein geldwerter Vorteil, der vom Arbeitgeber gewährt wird – umso mehr, wenn er nicht allen Beschäftigten zur Verfügung steht, sondern nur einem ausgewählten Kreis.

Dementsprechend gehört der geldwerte Vorteil in die Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen der Beschäftigten. Und genau da hapert’s im Rathaus Minden offenbar: Seit vielen Jahren sollen Dutzende Mitarbeiter in den Vorteil kostenloser Stellplätze in Parkhäusern gekommen sein – ohne transparente Vergabeverfahren und ohne dass der geldwerte Vorteil in den Gehaltsabrechnungen berücksichtigt wurde.

Auf der anderen Seite stehen Einnahmeausfälle bei städtischen Tochtergesellschaften.

Keine Einnahmen für die Mitarbeiter-Parkplätze, da man seitens der Stadt offenbar darauf verzichtet hat, die Stellplätze bei den Parkhaus-Betreibern zu bezahlen.

Daraus könnte jetzt ein Bumerang werden, der sowohl die Verantwortlichen im Vorstand der Stadt Minden trifft wie auch die begünstigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Denn wenn sich die Berichte bestätigen sollten, könnten Bürgermeister & Co. umfangreiche Ermittlungen drohen – ganz ähnlich wie es in Leverkusen gerade passiert. Und den begünstigten Beschäftigten könnten massive Steuernachforderungen ins Haus stehen von Seiten des Finanzamts.

Es geht um scheinbar kleine Summen.

Die sich aber zu erheblichen Größenordnungen summieren. Wenn wir einen kalkulatorischen Mietpreis von (extrem günstigen) 60 Euro pro Stellplatz pro Monat zugrunde legen und das bei, sagen wir mal: nur fünfzig betroffenen Mitarbeitern – dann reden wir schon über 3.000 Euro pro Monat.

Macht auf’s Jahr: 36.000 Euro. Ergibt auf die vergangenen zehn Jahre gerechnet: 360.000 Euro. Eine Summe, bei der auch das Finanzamt Minden durchaus mal Fragen stellen könnte.

Die „Parkhaus-Panne“ in Leverkusen kann man da geradezu wie eine Blaupause lesen. Denn viele Vorgänge in der Stadt am Rhein decken sich praktisch Eins zu Eins mit den Verhältnissen im Weserstädtchen Minden (siehe unten).

Für jene Mindener Wähler, die immer brav den Sozialdemokraten ihre Stimme geben, damit sie sie los sind (ihre Stimme, nicht die Sozialdemokraten), womöglich der letzte Weckruf vor der Kommunalwahl am 14. September.

Nach zwanzig Jahren SPD-Misswirtschaft wird es Zeit für einen soliden Neuanfang.

Höchste Zeit, im Rathaus durchzulüften und ordentlich aufzuräumen. Schluss mit Miss- und Vetternwirtschaft. Auf zu neuen Mehrheiten im Rat! Auf zu neuer, sachlich fundierter Politik für Minden.

Dunkles Parkhaus

Was ist die "Parkhaus-Panne" von Leverkusen?

Laut einem Radio Leverkusen-Bericht wurden rund 150 kostenlose Parkkarten von einer städtischen Parkhausgesellschaft (für Parkhäuser unter der City C, am Forum und bei den Luminaden) intern ausgegeben – ohne wirtschaftlichen Ertrag, der durch Verkauf und darauf folgende Steuern entstanden wäre.

Infolge dieser Praxis hat der neue Geschäftsführer der Parkhausgesellschaft das Thema zum Anlass genommen, den Vorgang prüfen zu lassen.

Oberbürgermeister Uwe Richrath hat daraufhin entschieden, das Landeskriminalamt (LKA) einzuschalten, um den Vorgang rechtlich auf höchster Ebene untersuchen zu lassen – offenbar, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten.

Ergänzend dazu gibt es einen Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger, der erwähnt, dass sich die Stadt zu den sogenannten „Ämterkarten“ offiziell äußert und dabei die Thematik ebenfalls bestätigt – insbesondere dass es sich um Parkhäuser wie unter der City C, Forum und Luminaden handelt.

Dunkles Parkhaus

Einordnung & Bedeutung der "Parkhaus-Panne"

Was ist das Problem? Rund 150 Parkkarten wurden kostenlos ausgegeben, ohne Einnahmen zu generieren – Einnahmeausfälle und potenziell steuerliche Auswirkungen.

Wer steuert gegen? Der neue Geschäftsführer der Parkhausgesellschaft initiierte die Prüfung; Oberbürgermeister schaltete das LKA ein.

Warum das LKA? Um die rechtliche Bewertung durch eine neutrale, hochrangige Behörde sicherzustellen – es deutet sich eine potentielle Amts- oder Wirtschaftsfehlleistung an.

Politische Dimension: Solche Vorgänge können das Vertrauen der Bürger:innen in die Verwaltung beeinträchtigen – Bürgermeister Richrath reagiert mit dem Verweis auf Transparenz.

Dunkles Parkhaus

Was bedeutet das für Minden?

Die „Parkhaus-Panne“ bezieht sich auf den regelwidrigen, jahrelang praktizierten Verzicht auf Einnahmen durch kostenlose Parkkarten (‚Ämterkarten‘) in Leverkusen, was nun vom LKA überprüft wird.

Wenn sich bestätigt, dass die Stadt Minden ähnlich mit dem Thema Stellplätze in Parkhäusern umgegangen wurde, können in Minden ähnliche Ermittlungen drohen – am Ende womöglich sogar mit Erstattungs-Rückforderungen an Beteiligte und Folgen für Pensionsansprüche der Verantwortlichen, wenn sich eine entsprechende strafrechtliche Relevanz herausstellen sollte.

Warum liest man nichts darüber in der Presse?

Gute Frage! Falls Sie dabei an eine bestimmte Presse denken, müssten Sie dort mal direkt nachfragen. Grundsätzlich gilt aber: Lokalzeitungen, die wirtschaftlich eng verwoben sind mit Rathäusern, lassen gerne mal was unter den Tisch fallen.

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SPD-Kandidat Peter Kock stilisiert sich zum Nazi-Opfer. Was stimmt daran – und was ist Propaganda?

SPD-Kandidat Peter Kock stilisiert sich zum Nazi-Opfer. Was stimmt daran – und was ist Propaganda?

SPD-Kandidat Peter Kock stilisiert sich zum Nazi-Opfer. Was stimmt daran – und was ist Propaganda?

Autor Edgar Wilkening

Autor: Edgar Wilkening

Hat schon in den 90er-Jahren an digitalen Bildungsprogrammen mitgewirkt, bei denen es um das Erkennen verfassungsfeindlicher, auch nationalsozialistischer Tendenzen ging, entwickelt für die Ausbildung von Offizieren der Bundeswehr. Zu der Zeit hat Bürgermeister-Kandidat Peter Kock seine Zeit noch mit Studieren verbracht …

Eine flammende Brandrede

für aufrichtige Demokratie ohne spezialdemokratische Mauscheleien

Schlimme Zeiten! Überall Nazis – sofern man den Aussagen von Spezialdemokraten & Co. glauben mag. Die SPD als letzte Bastion. Das Dritte Reich kurz vor der Reinkarnation. Auch im sonst so betulichen Minden. SPD-Bürgermeister-Kandidat Peter Kock hat eine Nazi-Attacke auf seine Person erlebt, schreibt er in seinem Blog. Schlimm. Alles ganz schlimm.

Was war passiert?

Kock hat einen Satz gelesen. In den „Sozialen Medien“. Wer den Satz gesagt oder geschrieben hat? Kock macht keine Angaben dazu. In welchem Zusammenhang fiel der Satz? Kock erzählt von einer Podiumsdiskussion der Bürgermeister-Kandidaten im Weser-Kolleg Minden, wo eine „hervorragend organisierte, vorbereitete und sachlich fundierte Diskussion“ stattgefunden hat.

Ist doch toll, möchte man meinen! Und wo sind jetzt die Nazis …?

Sekunde, die kommen! Erst berichtet Kock noch von einem Fehler: „Nicht alle Kandidierenden wurden offenbar korrekt eingeladen.“ Und in der Auseinandersetzung über diesen Sachverhalt muss der Satz gefallen sein, den der SPD-Mann gelesen hat: „Es gehört aufgeräumt mit diesem Pack.“

Dazu erfährt man, dass der Schulmeister Kock aus seinem Unterricht weiß, „dass die Nazis diese Worte in ihrem Kampf gegen die Demokratie und Republik verwendet haben“.

Da sind sie endlich: die Nazis! Kock hat sie höchstpersönlich aufs Tapet gebracht und beim Namen genannt

Bravo! Und auch der Angriff der Nazis ist bei ihm sofort dingfest: „gegen die Demokratie und Republik“. Unter dem macht’s ein Spezialdemokrat heute ja gar nicht mehr. Fehlt noch die Waffe. Kock hat sie schon im Visier: Es sind die beiden Worte „aufräumen“ und „Pack“. 

Zitat Blog Peter Kock

Nicht zu fassen? Hier der Screenshot als Beleg
Quelle: Screenshot aus dem Blog von Bürgermeister-Kandidat Peter Kock (SPD) vom 23. Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung(en) durch den Autor.

Zitat Peter Kock aus seinem Blog

Nicht zu fassen? Hier der Screenshot als Beleg
Quelle: Screenshot aus dem Blog von Bürgermeister-Kandidat Peter Kock (SPD) vom 23. Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung(en) durch den Autor.

Und jetzt der Höhepunkt der Show, die conclusio grande finale, der göttliche Schlussstein in der Kockschen Nazi-Inszenierung.

Wie wird Schulmeister Kock nun persönlich zum Opfer der Nazi-Attacke?

Wurde sein Name genannt? Seine Privatadresse veröffentlicht? Ein Foto von ihm? Wurde er bedroht?

Nein.

Schiere Selbstanmaßung reicht ihm als gefühlte Wahrheit, um persönliches Opfer zu werden: „Deshalb sind ganz offenbar wir Demokratinnen und Demokraten gemeint“, schreibt er. Und wird dann noch genauer: „Stadtverordnete wie ich.“ Bingo! Jetzt ist die Opfer-Attitüde perfekt.

Zitat Peter Kock

Nicht zu fassen? Hier der Screenshot als Beleg
Quelle: Screenshot aus dem Blog von Bürgermeister-Kandidat Peter Kock (SPD) vom 23. Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Mehr Selbstbezogenheit und Ich-Zentrierung kennt man wohl nur von Kaisern und Königen: „Ich von Gottes Gnaden.“ Ein großer, dramatischer Bogen von der Weimarer Republik zum Dritten Reich bis rüber zum Schulmeister Kock im betulichen Minden, der was weiß aus seinem Unterricht. Wer würde jetzt noch widersprechen wollen?

Spezialdemokratische Beweisführung vom Feinsten

Kock ist selbsternanntes Opfer. Von Nazis, die er selbst insinuiert hat. Opfer zweier Wörter, die er selbst zu einer verbalen Attacke gegen sich zurechtgebogen hat.

Um schließlich noch die Supermann-Unterwäsche anzuziehen und sich in Helden-Pose zu werfen. Auf die Frage „Hast Du Angst?“ antwortet er furchtlos: „Nein, habe ich nicht.“

Zitat Blog Peter Kock

Nicht zu fassen? Hier der Screenshot als Beleg
Quelle: Screenshot aus dem Blog von Bürgermeister-Kandidat Peter Kock (SPD) vom 23. Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Was für ein Titan! Bedroht von Nazis! Der Attacke ausgewichen und überlebt! Dabei immer die Demokratie im Blick! Das ist ja wohl ganz, ganz großes Helden-Epos.

Halleluja – der Indiana Jones von Minden! Hat Hollywood schon angerufen?

Oder ist es vielleicht doch nur der billige Versuch, bei den Ommis gegen Rechts ein paar likör- und pathostrunkene Mitleidsstimmen zur Bürgermeister-Wahl einzuheimsen?

Das Herz der Stadt als Plattform für Transparenz und Wahrhaftigkeit hat weder Kosten noch Mühen gescheut, mehr über die Hintergründe dieser fiesen Nazi-Attacke herauszufinden: Wo genau hat sie stattgefunden? Wer hat sie ausgeübt? Wer hat da den Schulmeister Kock und gleich die ganze Demokratie, wenn nicht sogar die Republik, nazimäßig attackiert?

Was ist wahr an der Kockschen Opferpose? Und was die reinste Opferposse?

Antworten zu bekommen war in diesem Fall nicht allzu schwer. Denn der Autor dieses Berichtes hier ist gleichzeitig höchstpersönlich der Verfasser der von Schulmeister Kock schlecht benoteten Textzeile. Jawohl: Ich war es selbst. Hier kommt der Beweis.

Edgar Wilkenings Kommentar auf Facebook als Screenshot

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Quelle: Screenshot des inkriminierten Kommentars von Edgar Wilkening auf Facebook unter einem Posting des Freien Journalisten Stefan Schröder. Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Ach, guck mal einer an! Wer den beanstandeten Satz im Zusammenhang liest, der erfährt, dass er sich keineswegs gegen „Demokratinnen und Demokraten“ richtet, wie Schulmeister Kock eben noch steil behauptet hatte. Und erst recht nicht gegen „die Demokratie und Republik“, wie der Spezialdemokrat fröhlich herbeifantasiert.

Sondern ganz im Gegenteil. Gemeint sind „einige selbsternannte Pseudo-Demokraten (vulgo Neo-Faschisten) in dieser Stadt“. O-Ton! Das hatte der ehrenwerte Herr Bürgermeister-Kandidat Peter Kock aber nicht erwähnt in seinem Bericht …

Die glatte Verdrehung von Tatsachen: Spezialdisziplin der Spezialdemokraten?

Die gesamte Attacke, die Kock sich zurechtgelegt hat – sie spielte sich nur in seinem Kopf ab. Nennt man sowas pathologisch? Ist das der Kocksche Kosmos? „Ich mach‘ mir meine Nazi-Welt, wie sie mir ideologisch gerade so gefällt?“ Oder ist das schon orwellscher Neusprech? „Frieden ist Krieg. Krieg ist Frieden. Demokraten sind Nazis. Sozialismus ist Freiheit. Wahrheit ist Lüge. Lüge ist Wahrheit …“

Es erklärt jedenfalls, warum Schulmeister Kock in seinem Blog jeden Beleg schuldig bleibt für seine dummdreisten Behauptungen.

Es raunt sich einfach viel besser in der eigenen Bubble ohne Belege

Es illustriert, dass der offen ausgelebte Realitätsverlust der SPD-Zentrale, der sich allenthalben im Willi-Brandt-Haus in Berlin beobachten lässt, sein Äquivalent bei den SPD-Ortsverbänden hat. Auch im betulichen Minden.

Und weil die Mär von der angeblichen Nazi-Attacke auf den heldenhaften SPD-Mann nun mal hinaus muss in die Welt, verbreitet Kock sie nicht nur auf seinem Blog, sondern auf allen Kanälen, die ihm zur Verfügung stehen: bei Facebook, in seinem Newsletter, auf Instagram und so weiter und so fort. Auch da ganz dem Muster orwellscher Propaganda folgend: vorbildliches Beispiel für jeden Deutschlehrer. (Ich erspare Ihnen hier all die Screenshots als Belege, sende sie aber gerne per Mail, falls Interesse an einer schulbuchmäßig angelegten Propaganda-Kampagne besteht.)

Eben Indiana Jones – und plötzlich nur noch Pinocchio mit Holzkopf und der langen Nase?

Wer so schamlos Tatsachen unterschlägt und Wahrheiten verdreht (vulgo lügt), der hat – meine Meinung – jeden politischen Anstand verloren und jedes Anrecht auf ein herausragendes Amt dieser Stadt verwirkt. Erst recht auf das des Bürgermeisters. Auch wenn Pfannkuchen-Gesichter auf Wahlplakaten einen freundlichen Eindruck suggerieren: Pathologische Köpfe gehören in Behandlung – nicht in Rathäuser.

Aber Moment, wird ja noch lustiger beim Schulmeister Kock. Wenn so ein Spezialdemokrat erst mal richtig in Nazi-Wallung kommt, dann bleibt’s selten bei einer Lüge. Um was ging’s eigentlich in diesem Facebook-Posting, unter dem ich übler Schurke einen Kommentar hinterlassen habe?

Rund um die Podiumsdiskussion von Bürgermeister-Kandidaten im Weser-Kolleg hatte es sonderbare Auffälligkeiten gegeben. Kock schreibt da in vorbildlich gestelztem orwellschen Neusprech: „Nicht alle Kandidierenden wurden offenbar korrekt eingeladen.“ (Beleg siehe oben.)

Nicht korrekt eingeladen? Das klingt nach Tippfehler. Falsche Uhrzeit vielleicht, falsche Hausnummer …

Jedenfalls harmlos. Eine Petitesse. Ein Schönheitsfehler. Mehr nicht. Zu vernachlässigen in der schönen spezialdemokratischen Welt eines Peter Kock.

Der Mindener Journalist Stefan Schröder hatte bei Recherchen etwas ganz anderes herausgefunden. Kurz gesagt: Nur vier der damals bekannten sieben Bewerber um das Bürgermeisteramt waren überhaupt zur Diskussion eingeladen worden.

Die drei anderen waren nicht mal angefragt geschweige denn überhaupt informiert worden. Entschuldigt wurde das später mit Versehen, Vergessen und Hastenichgesehn. Doch Schröders profunde Recherche ergab: Hier war wohl Absicht im Spiel.

Man wollte einige Kandidaten gar nicht auf der Bühne haben. Man wollte unter sich bleiben

„Alarmierend“, nennt Journalist Schröder, was er bei seinen Recherchen herausfand. Und schreibt weiter: „Was als demokratischer Dialog angepriesen wurde, entpuppt sich als selektive Inszenierung, die den Grundpfeilern einer offenen und pluralistischen Debatte widerspricht.“

Titelbild des Posts von Journalist Stefan Schröder

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Quelle: Titelbild des Postings des Freien Journalisten Stefan Schröder auf Facebook, unter dem der inkriminierte Kommentar erschien. Der gesamte Post umfasst mehr als 4.500 Zeichen und ist hier auf Facebook einsehbar (alternativ Nachricht an mich und ich sende den Text zu).

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Eine Schule in öffentlicher Trägerschaft der Stadt Minden, beide zu höchster Neutralität verpflichtet, will demokratische Teilhabe lehren, eine Musterveranstaltung für Schüler, die vorbildlich Demokratie, Meinungsvielfalt und Debatte vermitteln soll. Und dann wird die Hälfte der Bürgermeister-Kandidaten nicht einmal informiert?

„Abgekartetes Spiel“ kommentieren Menschen unter Schröders Posting. Denn es spielt natürlich einem ganz bestimmten Bürgermeister-Kandidaten in die Hände, wenn nur Spezialdemokraten zur Diskussion gebeten werden; wenn kontroverse Perspektiven und Positionen gar nicht erst auf die Bühne kommen.

Der bewusste Ausschluss demokratischer Kandidaten ist keine Petitesse, kein Schönheitsfehler, wie Kock Glauben machen möchte

Es ist ein grundlegender Konstruktionsmangel dieser Demokratie-Veranstaltung. Ein elementarer Verstoß gegen demokratische Grundprinzipien. Deshalb mein deutlicher Kommentar unter Schröders Posting: Chapeau für seine Recherchen und klare Kante gegen jene, die sich da eine verlogene Demokratie-Simulation zurechtgebastelt haben.

… und solch einen Kommentar wie meinen, der sehr deutlich für aufrichtige Demokratie eintritt, der ausdrücklich den Wahltag am 14. September hervorhebt – ausgerechnet den dichtet ein SPD-Scherge zu einer Nazi-Attacke um gegen sich, gegen die Demokratie und die Republik? Perfideste Propaganda. Orwell wäre stolz.

Was aber sagt der SPD-Bürgermeister-Kandidat zum bewussten Ausschluss mehrerer Kandidaten von einer demokratischen Diskussions-Veranstaltung? Sagt er: „Hätte besser laufen können“? Sagt er: „War suboptimal organisiert“ oder „Das war Mist“? Nein, elementare Verstöße gegen demokratische Grundprinzipien bekommen bei Schulmeister Kock die Bestnote: „hervorragend organisiert“. (Beleg siehe oben.)

Hervorragend organisiert? Stimmt. In Moskau, Peking oder Nordkorea hätte man es nicht besser organisieren können

Diese Veranstaltung hatte mit aufrichtiger Demokratie so viel zu tun wie Minden an der Weser mit dem Rhein: rein gar nichts. Und der Applaus des Kandidaten Kock für den Veranstalter offenbart vor allem die massive Demokratie-Feindlichkeit des Spezialdemokraten und sein grundlegendes Missverständnis von tatsächlicher Demokratie.

Beifall von Peter Kock

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Peter Kock dankt dem Weser-Kolleg Minden auf Instagram und applaudiert mit Applaus-Emoji zu einer Veranstaltung, die ähnlich „hervorragend“ auch in Moskau, Peking oder Pjönjang hätte organisiert sein können. Keinerlei Hinweis auf den grundlegenden Konstruktionsmangel der Veranstaltung. Quelle: Instagram-Feed des Weser-Kolleg Minden vom 5.Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Nein, das war nicht hervorragend organisiert, Herr Schulmeister! Wer kritische Perspektiven in der demokratischen Breite von vornherein ausschließt durch ein unfaires, selektives Einladungsverfahren, der vermittelt nicht demokratische Tugenden – sondern handelt zutiefst antidemokratisch.

Wer solche Verfahren durchführt, unterstützt oder sogar befürwortet, ist – meine Meinung – gerade kein Demokrat, sondern ein Pseudo-Demokrat, womöglich sogar ein Demokratie-Feind, ja, Neo-Faschist. Genau darauf bezog sich mein Kommentar.

Darf ein Schulmeister, der demokratiefeindliche Verfahren bejubelt, im Lehramt und im Staatsdienst bleiben?

Die Schulaufsicht des Kreises Minden-Lübbecke jedenfalls wäre gut beraten zu prüfen, ob sich ein Schulmeister, der die Methoden autoritärer oder faschistischer Systeme „hervorragend“ findet, noch auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegt – oder aus dem Lehramt entfernt gehört.

Nicht lange, nachdem ich meinen Kommentar unter die Ermittlungen des Journalisten Stefan Schröder gepostet hatte, gab’s eine Antwort an mich. Petra Klein fühlte sich ermuntert, mir kostenlos juristische Beratung zu geben.

Screenshot Troll antwortet auf Facebook

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
„Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“, sagte man früher leichtfertig. Heute wirft das schnell mal juristische Implikationen auf, wie diese Fachfrau zu berichten weiß. Quelle: Screenshot des Kommentars von Petra Klein unter dem Kommentar von Edgar Wilkening auf Facebook. Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Donnerwetter – doller Service, den man hier in Minden kriegen kann: kaum gepostet, schon wird man juristisch beraten! Kenne ich aus meiner alten Heimat Hamburg nicht. Kann man mal sehen, wie innovativ und führend Provinz sein kann.

Allerdings: Wer das Profil der freundlichen Rechtsberaterin aufruft, landet auf einer typischen Profilseite anonymer Internet-Trolle, wie es sie zu Tausenden gibt. Keine Informationen, keine Einträge, keine Freunde – nur ein Hinweis auf eine vorgebliche Heirat im Jahr 1999.

Facebook-Profil eines Trolls

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Typisches Troll-Profil auf Facebook: keine Hintergründe, Infos oder Freunde. Aus dem Schutz der Anonymität heraus lässt sich herrlich mauscheln, drohen und Druck ausüben. Schon deshalb das Lieblingsterrain von Spezialdemokraten. Quelle: Screenshot des Facebook-Profils der angeblichen Petra Klein.

Auffallend, dass die trollige Rechtsberaterin Petra Klein juristische Implikationen ausgerechnet bei jenem Wort heraufbeschwört, von dem sich schon Schulmeister Kock persönlich attackiert fühlte: „Pack“. Drollige Parallele, oder? Oder trollige Parallele.

Ein Schelm, wer Ähnlichkeiten zwischen den Namen „Petra K.“ und „Peter K.“ erkennt und Böses dabei denkt

Ist es wirklich vorstellbar, dass SPD-Kandidat Kock nach langen Arbeitstagen an der Schule und aufreibenden Wahlkampfterminen spätabends nach Hause kommt und sich dann Trollprofile zulegt, um das Internet eigenhändig mit Propagandamüll zu fluten?

Nein. Nicht wirklich.

Muss er auch gar nicht selber. Dafür gibt’s ja Helferlein. Leute, die ihrem Anführer bereitwillig zu Füßen liegen: „Bock auf Kock – wir folgen dir!“ Auch ein Wladimir Putin muss sich schließlich nicht selbst die Hände schmutzig machen. Dafür hat man Personal. Entweder echte Leute aus Fleisch und Blut – oder digitale mit Künstlicher Intelligenz.

Geld regiert die Welt. Und Peter Kock hat ein geheimes Schatzkästlein, aus dem er sich für seine Zwecke bedienen kann

Nicht privat natürlich! Nein, nein, das hat er gar nicht nötig. Neben Konrektoren-Gehalt mit Zulagen dürfte ihm allein die Arbeit als Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Mindener Rathaus (laut Verordnung über die Entschädigung der Mitglieder kommunaler Vertretungen und deren Ausschüsse im Land Nordrhein-Westfalen) in den vergangenen Jahren Monat für Monat 1.392,30 Euro ins Portemonnaie gespült haben. Zusätzlich zu Sitzungsgeldern und weiteren Apanagen. Damit lässt sich ganz passabel spezialdemokratisieren.

Nein, das Schatzkästlein, aus dem sich Peter Kock für seine Zwecke bedienen kann, steht ihm nicht privat zur Verfügung. Aber ideologisch. Über eine Organisation, die mit sechsstelligen Summen pro Jahr aus Berlin alimentiert wird und in der – was für ein Zufall! – der SPD-Kandidat Peter Kock der Vorsitzende ist: „Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V.“

Impressum von "Minden – für Demokratie und Vielfal e.V."

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
SPD-Bürgermeister-Kandidat Peter Kock als Vorsitzender des Vereins „Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V.“ Quelle: Screenshot der Seite lap-minden.de/impressum.
Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Screenshot Demokratie Leben Logo im Footer von lap-minden.de

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Der Hinweis auf die Förderung durch das Bundesministerium aus dem Programm „Demokratie leben!“ für „Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V.“ Quelle: Screenshot des Footers der Seite lap-minden.de/.

Allein in den Jahren 2020 bis 2023 hat der Verein jährlich 125.000 Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt bekommen. In Summe sage und schreibe 500.000 Euro für vier Jahre.

Eine halbe Million Euro aus Berlin? Damit lässt sich ganz ordentlich spezialdemokratisieren im kleinen Minden

Genügend Geld, um Helferlein zu finanzieren, die der spezialdemokratischen Sache große oder auch kleinere Dienste erweisen.

Demokratie Leben Fördersummen für Verein "Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V."

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
So ein üppiges Schatzkästlein hätte wohl jeder gern: jährlich 125.000 Euro aus Steuermitteln vom Bund.
Quelle: Archiv von „Das Herz der Stadt“ – Screenshot Projektseite auf www.demokratie-leben.de am 22. Januar 2024, 13:05 Uhr. Die Seite wurde in dieser Form offline gestellt und ist deshalb so nicht mehr aufrufbar. Der archivierte Screenshot zeigt einen historischen Inhaltsstand.
Gelbe Hervorhebungen durch den Autor.

Wofür die Gelder aus dem Programm „Demokratie leben!“ eingesetzt wurden und wer oder was damit bezahlt wurde? Man weiß es nicht. Öffentlich einsehbare Rechenschaftsberichte legt die Organisation „Minden – Für Demokratie und Vielfalt. e.V.“ unter Vorsitz des SPD-Kandidaten Peter Kock nicht vor. Man wird seine Gründe dafür haben.

Richtig erfolgreich war man mit der halben Million offenbar trotzdem nicht. Denn für 2025 wurde die Fördersumme um weitere 15.000 Euro erhöht auf insgesamt 140.000 Euro. Na klar, auch in Minden merken die Trolle, dass alles teurer wird. Und ein russischer Hacker programmiert seine Bots heute auch nicht mehr zu Preisen wie vor fünf Jahren.

Demokratie Leben Fördersumme 2025 für lap-minden.de

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
So ein üppiges Schatzkästlein hätte wohl jeder gern: 140.000 Euro aus Steuermitteln allein für 2025.
Quelle: Screenshot Projektseite auf www.demokratie-leben.de.
Gelbe Hervorhebungen durch den Autor.

Ist Ihnen übrigens weiter oben was aufgefallen? Der Hashtag im Instagram-Post des Weser-Kolleg? Moment, ich zeig’s Ihnen nochmal …

#demokratieleben im Instagram-Post des Weser-Kolleg

Belege statt spezialdemokratischer Propaganda
Hashtag „#demokratieleben“ im Instagram-Post des Weser-Kolleg Minden.
Quelle: Instagram-Feed des Weser-Kolleg Minden vom 5.Juli 2025.
Gelbe Hervorhebung durch den Autor.

Das nährt einen bösen Verdacht … Hat der Verein mit dem Vorsitzenden Peter Kock an der Spitze die „hervorragend organisierte“ Podiumsdiskussion im Weser-Kolleg womöglich unterstützt? Hat „Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V.“ an der demokratiefeindlichen Veranstaltung mitgestrickt – sei es ideell, personell, konzeptionell, logistisch oder auch finanziell? Und da ja allgemein gilt „Wer die Musik bezahlt, darf bestimmen, was gespielt wird“:

Konnte SPD-Mann Peter Kock bei der Auswahl der Kandidaten zur „hervorragend organisierten“ Demokratie-Simulation mitreden?

Hat Bürgermeisterkandidat Peter Kock unmittelbar oder mittelbar. z.B. über willige Helferlein aus seinem Umfeld, an der Ausgrenzung legitimer anderer Bürgermeister-Kandidaten mitgewirkt? Denkbar ist das. Und die Indizienlage wirkt erdrückend.

Der Biedermann als Brandstifter.

Von allen acht nominierten Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2025 in Minden – ist ausgerechnet der, der vorgibt, besonders demokratisch zu agieren, der größte Anti-Demokrat? Jedenfalls orchestriert kein anderer Kandidat ein größeres Heer williger Helferlein. Kein anderer Kandidat hat ein üppigeres Schatzkästlein zur Verfügung, um Helferlein seiner Sache zu alimentieren. Und Nazi-Fetisch und mafiöse Strukturen sind keine gute Grundlage für demokratisch korrekte Amtsausübung.

Moskau-Vasallen, Hakenkreuz-Schmierer, Antisemiten in den eigenen SPD-Reihen dulden – aber unbescholtene Bürger als Nazis framen!

„Wer sich die Welt nur noch als Ergebnis einer rechten Kampagne erklären kann, ist mit seinem Latein am Ende“, schrieb Jan Fleischhauer neulich in seiner exzellenten Kolumne. Ich würde ergänzen wollen: „Und wer mit seinem Latein am Ende ist, hat angesichts der riesigen Aufgaben, die in den kommenden Jahren in unserer Stadt zu bewältigen sind, nichts im Rathaus zu suchen.“

Die Opferpose des Peter Kock, mit der er um Wählerstimmen in seiner Bubble bettelt – es ist die reinste Opferposse. Mindens Wähler sind gut beraten, nach vielen Jahren mit roten Nieten im Rathaus nicht den nächsten ins höchste Amt der Stadt zu hieven.

Und Mindens SPD täte gut daran, ihren Kandidaten mit dem kruden Demokratieverständnis und dem sehr flexiblen Verhältnis zur Wahrheit mit sofortiger Wirkung aus dem Rennen um die Kommunalwahl zu nehmen – bevor sie in Gänze zum Verdachtsfall wird.

Warum liest man nichts darüber in der Presse?

Gute Frage! Falls Sie dabei an eine ganz bestimmte Presse denken, müssten Sie dort mal direkt nachfragen. Grundsätzlich gilt aber: Lokaljournalisten, die sonst nur über „Das eine Auto kam von links, das andere von rechts, dann hat es ‚Buff!‘ gemacht“ schreiben, sind bei derart komplexer Quellenlage heillos überfordert.

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